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Regen in Rio: Tennis-Damen werden auf Geduldsprobe gestellt

Olympia Regen in Rio: Tennis-Damen werden auf Geduldsprobe gestellt

Über Stunden waren die beiden Tennis-Damen Angelique Kerber und Laura Siegemund zur Warterei gezwungen. Der Regen in Rio ließ keine Tennis-Matches zu. Der Olympia-Spielplan wird durcheinandergewirbelt.

Die Tennisplätze waren in Rio unbespielbar.

Quelle: Michael Reynolds

Rio de Janeiro. Wegen des Regens in Rio spielen Angelique Kerber und Laura Siegemund im olympischen Tennis-Turnier frühestens an diesem Donnerstag um den Halfinal-Einzug. Weil das Wetter am Mittwoch kein Tennis zuließ, wurden beide Partien nach stundenlangem Warten abgesagt.

Australian-Open-Siegerin Kerber trifft auf die Britin Johanna Konta, die sie auf dem Weg zu ihrem Triumph in Melbourne in der Vorschlussrunde besiegte. Die deutsche Nummer zwei Siegemund bekommt es zum ersten Mal mit Monica Puig aus Puerto Rico zu tun. Wären beide deutsche Damen erfolgreich, würden sie für ein Novum sorgen. Zwei deutsche Halbfinalistinnen im Einzel gab es bei Olympia noch nie.

In Kerber und Siegemund hatten erstmals seit 1992 wieder zwei deutsche Tennis-Damen die Runde der besten Acht bei Olympia erreicht. Wimbledon-Finalistin Kerber gilt nach dem überraschenden Achtelfinal-Aus der Amerikanerin Serena Williams als Gold-Favoritin. "Für mich ist es weiterhin ein weiter Weg. Ich hoffe, dass ich noch einige Matches spiele", sagte die Weltranglisten-Zweite. Die bisher letzte deutsche Einzel-Medaille feierte Tommy Haas 2000 mit Silber.

Am Mittwoch wurden die Tennisprofis auf eine Geduldsprobe gestellt. Nachdem die Organisatoren Kerbers und 17 weitere Partien schon am späten Nachmittag brasilianischer Zeit verschoben hatten, wurde am frühen Abend auch Siegemunds Match gestrichen. Ursprünglich waren 24 Begegnungen für den Mittwoch angesetzt. Der Regen wird auch den weiteren Turnierverlauf durcheinanderbringen. Ursprünglich waren für Donnerstag bereits die Halbfinals der Damen vorgesehen.

Am Regen-Tag trockneten Helfer die Courts zwischendurch mit Handtüchern, bis es wieder anfing zu regnen. Die deutschen Tennis-Damen vertrieben sich mit dem Spiel "Stadt, Land, Fluss" die Zeit. Andrea Petkovic und Anna-Lena Grönefeld sind zwar schon ausgeschieden, leisteten ihrer Teamkollegin Kerber aber dennoch Gesellschaft, wie ein Bild von Bundestrainerin Barbara Rittner auf Twitter zeigte. "Beruf? Erntehelfer Mutter", schrieb Rittner.

dpa

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