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Revanche gefordert - Petersen: Schmach vergessen machen

Olympia Revanche gefordert - Petersen: Schmach vergessen machen

Nach dem 10:0 gegen Fidschi wird es für die deutschen Olympia-Fußballer ernst: Im Viertelfinale wartet Portugal. Mit den Iberern hat Trainer Horst Hrubesch noch eine Rechnung offen.

Lars Bender und Co. hatten erwartungsgemäß keine Schwierigkeiten mit dem Inselstaat Fidschi.

Quelle: Daniel Oliveira

Brasília. Auf dem Flug nach Brasília schmiedete Horst Hrubesch bereits Revanche-Pläne. Im Olympia-Viertelfinale gegen Portugal möchte der Trainer der U21-Auswahl die 0:5-Schmach aus dem EM-Halbfinale im Vorjahr tilgen und die deutschen Nachwuchskicker ins Halbfinale führen.

"Deutschland hat mit Portugal aus dem letzten Jahr noch eine Rechnung offen. Wie ich den Trainer kenne, ist er auch ein bisschen heiß darauf, die Schmach vergessen zu machen", sagte Stürmer Nils Petersen.

Zur Einstimmung auf die große Revanche gab's für Deutschlands Olympia-Fußballer erst mal Deftiges: Nach dem 10:0 gegen Fidschi zum Vorrundenabschluss lud Hrubesch seine Mannschaft am Mittwochabend in das Hofbräuhaus von Belo Horizonte ein.

"Den Kopf freibekommen" und essen, "was sie wollen. Wie zum Beispiel Leberkäs'", erklärte der 65-Jährige. Am Donnerstag ging es dann gut gelaunt und zuversichtlich nach Brasília. Nur Kapitän Leon Goretzka fehlte an Bord. Für den Mittelfeldspieler vom Bundesligisten Schalke 04 ist das Turnier wegen einer im Auftaktspiel gegen Mexiko erlittenen Schulterverletzung vorzeitig beendet.

Die Vorbereitung auf das Portugal-Spiel soll dies nicht beeinträchtigen. Der Respekt nach dem EM-Debakel ist zwar groß, aber Sicherheit, Selbstbewusstsein und Zuversicht scheinen trotz kurzer Vorbereitung und der drei kraftraubenden Spiele gegen Mexiko (2:2), Südkorea (3:3) und Fidschi gewachsen zu sein.

Auch bei Nils Petersen. Der 27-Jährige war die Überraschung bei der Nominierung des Kaders. Petersen hatte zwar die U19 bis U21 des DFB durchlaufen, war danach aber nicht wieder in einer deutschen Auswahl aufgetaucht.

Gegen Fidschi durfte der Stürmer des SC Freiburg nun erstmals von Beginn an ran und traf gleich fünfmal. "Ich freue mich über jedes einzelne Tor. Das nehme ich gerne mit, weiß es aber auch einzuschätzen", sagte Petersen. "Ich weiß aber auch, dass mir so etwas gut tut."

Der Stürmer wurde in der Saison 2010/11 beim FC Energie Cottbus mit 25 Treffern Torschützenkönig der 2. Bundesliga. Der damalige Bayern-Trainer Jupp Heynckes holte ihn daraufhin nach München. Doch dort konnte sich Petersen sich nicht durchsetzen, wechselte 2012 nach Bremen. Als sich Werder von Coach Thomas Schaaf trennte, fehlte Petersen die Rückendeckung. Die bekam er beim SC Freiburg von Trainer Christian Streich, der die "sehr hohe Sozialintelligenz" Petersens schätzt.

Dieser Beschreibung Streichs wurde der Torjäger nach seinem großen Auftritt gegen die Freizeitkicker aus dem Inselstaat Fidschi gerecht. Auf die Frage zu seinem Konkurrenten und ehemaligen Bremer Mannschaftskollegen Davie Selke, dessen Platz er eingenommen hatte, antwortete Petersen: "Wir konnten uns ins Rampenlicht spielen. Mal schauen, was der Trainer daraus für Schlüsse zieht. Davie und ich mögen und respektieren uns."

dpa

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