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Teil Drei der Olympia-Trilogie: US-Team gegen Spanien

Olympia Teil Drei der Olympia-Trilogie: US-Team gegen Spanien

Es sind die beiden besten Basketball-Teams des vergangenen Jahrzehnts: Wie 2008 und 2012 kommt es bei Olympia zum Duell der USA mit Spanien. Dieses Mal jedoch verfrüht.

Für Argentiniens Starspieler Manu Ginobili die letzten Olympischen Spiele seiner Karriere.

Quelle: Larry W. Smith

Rio de Janeiro. Bei der dritten Nachfrage zum olympischen Dauer-Gegner Spanien reagierte selbst der stoische US-Basketballcoach Mike Krzyzewski etwas ungehalten.

Er wolle jetzt wirklich noch nicht über den Kontrahenten im Halbfinale von Rio de Janeiro sprechen, betonte der Trainer der amerikanischen NBA-Superstars nach dem befreienden 105:78 über Argentinien.

Doch nur Sekunden später setzte Krzyzewski dann doch zu einer Lobeshymne auf den Europameister an. "Wir haben den ultimativen Respekt für Spanien", erklärte der Erfolgstrainer. "Sie haben mehr Talent als jedes andere Team auf der Welt bis auf uns. Wir hatten großartige Spiele gegen sie - wir erwarten ein weiteres großes Spiel."

Zum dritten Mal nacheinander treffen die beiden dominierenden Basketball-Teams des vergangenen Jahrzehnts bei Olympia aufeinander. Keine Mannschaft forderte die USA zuletzt in K.o.-Duellen so sehr wie der Finalgegner der Olympiaturniere 2008 und 2012. 107:100 hieß es in London, das Endspiel von Peking gewann der 14-malige Olympiasieger mit 118:107. Und so erwarten Carmelo Anthony & Co. auch am Freitag ein enges Duell.

In Rio droht den Spaniern allerdings der Ausfall ihres wichtigsten Spielers: Center Pau Gasol zog sich gegen Frankreich eine Verletzung der rechten Wade zu. "Es geht ihm nicht gut, ich kann nicht sicher sagen, ob er spielen kann", berichtete Nationaltrainer Sergio Scariolo am Donnerstag. "Wir alle wissen, dass er entscheidende Bedeutung für uns hat, aber die Gesundheit hat bei Pau Vorrang." Aber auch so rechnen Carmelo Anthony & Co. am Freitag mit einem engen Duell.

"Es wird eine schwierige Aufgabe", sagte Anthony, der als einziger Spieler des aktuellen US-Teams schon bei den vergangenen beiden Olympia-Duellen dabei war. "Sie haben hier zu Beginn nicht sonderlich gut gespielt, aber sie haben jetzt einen Schritt nach vorne gemacht und gegen Frankreich mit großartiger Leistung gewonnen."

Wie die USA zeigten auch die Iberer um Altstar Pau Gasol im Viertelfinale ihre mit Abstand beste Turniervorstellung, gewannen mit 92:67 und schickten Frankreichs Tony Parker in die Nationalmannschaftsrente. Doch elfmal trat Spanien bislang bei den Sommerspielen gegen die USA an, elfmal verloren die Iberer. "Wir spielen jeden Tag gegen sie in der NBA", sagte Aufbauspieler Ricky Rubio von den Minnesota Timberwolves mit Blick auf das Duell um den Finaleinzug. "Wir wissen, wie schwer es werden wird."

Seit 74 Spielen sind die Amerikaner ungeschlagen, strahlten aber in Rio erst gegen Argentinien diese besondere Aura aus, die sie zum sicheren Goldtipp werden lässt. "Wir haben immer gefühlt, dass wir noch einen weiteren Gang haben", analysierte Superstar Kevin Durant, dessen Team sich nach durchwachsenen Auftritten schon reichlich Kritik in der Heimat gefallen lassen musste. "Die Jungs haben das persönlich genommen. Wir sind niemals zufrieden."

dpa

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