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Unerreichbar für die Mehrheit der Brasilianer

Unerschwingliche Eintrittskarten Unerreichbar für die Mehrheit der Brasilianer

Erst als Judoka Rafaela Silva, die aus einer Armensiedlung unweit des Olympiaparks stammt, Gold gewann, kam Olympia so richtig in den Favelas an. Starke Auftritte beim Fußball waren ebenfalls gut für die Stimmung. Trotzdem: Viele Brasilianer können sich die Eintrittskarten einfach nicht leisten.

Es dauerte ein paar Tage, bis Olympia in den Favelas von Rio de Janeiro angekommen ist.

Quelle: dpa

Rio. Es dauerte ein paar Tage, bis Olympia in den Favelas von Rio de Janeiro angekommen ist. Erst die Goldmedaille von Judoka Rafaela Silva, die aus einer der Armensiedlungen unweit des Olympiaparks stammt. Dann endlich der starke Auftritt der Fußballer um Superstar Neymar, die nun der zweiten Woche ihren Stempel aufdrücken könnten. Brasiliens Mannschaften reißen bei Olympia die Zuschauer in den Arenen mit, draußen in den Favelas aber blieb es in den ersten Tagen seltsam reserviert.

Das liegt auch daran, dass Olympia für die überwiegende Mehrheit der Einwohner Rios eine unerreichbare Angelegenheit ist. Die Eintrittskarten sind unerschwinglich. Obendrein gibt es ein hausgemachtes Problem: Brasiliens Fußball-Verband CBF lässt seine Fußball-Meisterschaft einfach weiterspielen. Nicht einmal während dieser 17 Tage ruht der mächtige Spielbetrieb. Das ist respektlos. Und das ist ein schweres Versäumnis des IOC, in dessen Führungszirkel auch Fußball-Funktionäre sitzen.

Aber: Dank Brasiliens Mannschaften bleiben die Einwohner Rios auch in den Favelas inzwischen stehen, wenn auf den Bildschirmen der Bars etwas von Olympia zu sehen ist. Das lässt hoffen.

Tobias Käufer

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