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„Haben Leipzig wachgeküsst“: RB Leipzigs Trainer Zorniger im Aufstiegs-Interview

„Haben Leipzig wachgeküsst“: RB Leipzigs Trainer Zorniger im Aufstiegs-Interview

Leipzig. Seine Spieler kannten bei der Aufstiegsfeier keine Gnade: Nach dem  5:1 (4:0) gegen den 1. FC Saarbrücken leerten Daniel Frahn und Timo Röttger in der Pressekonferenz zwei riesige Gläser Bier über ihrem Coach Alexander Zorniger.

Zuvor hatte RB Leipzig mit einer Galavorstellung den Durchmarsch in die 2. Bundesliga perfekt gemacht. Dafür verantwortlich war auch Zorniger, der vor zwei Jahren als unbekannter Trainer von der SG Sonnenhof Großaspach zum ambitionierten Regionalligisten kam. Mit seiner akribischen und authentischen Art erarbeitete er sich viel Respekt - und konnte nun schon den zweiten Aufstieg in Serie feiern.

Frage: Herr Zorniger, Glückwunsch zum Aufstieg. Mit der schnellen 3:0-Führung war es ja ein entspannter Nachmittag für Sie. Haben Sie trotzdem etwas zu kritisieren?

Das Gegenpressing war heute nicht ganz optimal. Es war lange Zeit eine sehr undisziplinierte Leistung, vor allem vom Trainer. Im Ernst, man versucht fokussiert zu bleiben, aber das ist schwer, ab der 15. Minute haben alle nur noch auf den Schlusspfiff gewartet. Und ich dachte mir nur, du musst doch etwas zu coachen haben.

Wie haben Sie versucht, in der Halbzeit eine vorzeitige Aufstiegsfeier zu verhindern?

Wir haben in der Kabine eine Wette abgeschlossen. Die Jungs hätten sich eine Runde bei unserer Abschlussfahrt nach Mallorca verdienen können, wenn sie zu Null spielen. Nun werde ich zum Essen eingeladen. Es wird also mehrere Gänge geben.

Hatten Sie nicht eigentlich schon länger Zeit, mit dem Aufstieg zu rechnen? Seit dem 15. Spieltag stand RB auf Platz zwei und die Ambitionen des Vereins gehen ja deutlich über die dritte Liga hinaus.

Was viele gerne vergessen, wir waren ein Aufsteiger. Unsere tragenden Säulen, selbst Daniel Frahn oder Dominik Kaiser, mussten auch erst nachweisen, dass sie sofort in der Liga bestehen können. Das war also nicht zwingend so geplant. Aber gerade als wir die Chance hatten, musst du auch mental stark bleiben. Die Bedeutung der Partie gegen Darmstadt (1:0) muss ich niemandem erklären.

Nun feierte die Mannschaft ausgerechnet am Tag des Aufstiegs den höchsten Saisonsieg. Zuvor war die Spielzeit von vielen knappen Ergebnissen geprägt. Ein ungewohntes Gefühl?

Ein Spiel, das bis zur letzten Minute spannend ist, das ist doch das schönste, was es gibt. Ich hätte wirklich gerne gesehen, was heute los gewesen wäre, wenn wir erst spät gewonnen hätten.

Die mehr als 40 000 Zuschauer waren trotzdem bester Laune. Können Sie den Aufstieg schon genießen?

Ja, Feuer frei, ich hoffe, dass Leipzig heftig feiert. Wir haben die Stadt fußballerisch wachgeküsst.

John Hennig, dpa

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