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Mit dem Sonderzug nach Stuttgart: 700 RB-Leipzig-Fans auf Party-Tour

Mit dem Sonderzug nach Stuttgart: 700 RB-Leipzig-Fans auf Party-Tour

Das letzte Mal dritte Liga, das letzte Spiel der Saison. Bereits um 4.58 Uhr setzte sich der Sonderzug mit knapp 700 RB-Fans am Sonnabend am Leipziger Hauptbahnhof in Bewegung.

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Christoph, Lars und Sven (von links) im Sonderzug nach Stuttgart.

Quelle: Anne Grimm

Leipzig. Ziel der verschlafenen Meute: Stuttgart und die Kickers. Dort stieg ab 13.30 Uhr die Partie, mit der die Roten Bullen sogar am letzten Spieltag noch hätten Meister werden können. Kurz vor 12 Uhr erreichte die Reisegruppe die Schwabenmetropole und machte sich mit Sonderstraßenbahnen auf zum Stadion am Degerloch.

Trotz der frühen Morgenstunden schwirrte schon bei der Abfahrt das Wort „Lizenz“ in den Abteilen des Zuges herum, aber auch die ersten Biere fanden ihre Abnehmer. „Es ist schade, dass dieses Thema die Aufstiegseuphorie so trübt“, sagt Christoph aus Grimma, der seit drei Jahren Fan ist und mit seinem Kumpel Lars auch schon vergangene Saison nach dem Aufstieg in Lotte im Sonderzug saß. „Ich glaube, die DFL macht das extra, denn solange noch Ungewissheit herrscht wird bis Ende Mai wohl kein neuer Spieler zu uns kommen. Bis dahin können die anderen Vereine schon auf dem Markt zuschlagen“, glaubt Lars.

Die beiden sind gemeinsam mit Sven aus Leipzig unterwegs, den sie bei den Heimspielen im Stadion kennengelernt haben, er findet: „Die DFL will nur die ganzen Traditionalisten ein bisschen beruhigen. Im Endeffekt haben sie rechtlich keine Chance. Ich bin mir zu 99,9 Prozent sicher, dass wir nächste Saison in der 2. Bundesliga spielen werden.“

Auch André vom Fanclub „Heidebullen“ macht sich seine Gedanken, will aber nicht nur die DFL verteufeln. „Mateschitz trägt zur Verunsicherung der Fans bei, wenn er vom möglichen Aus in Leipzig spricht“, glaubt er.

Geschlagene sieben Stunden tuckerte der Zug quer durch Deutschland. Beim Anstehen an der Toilette sind sogar schon Geschäftsideen entstanden – mobile Klo-Abteile für die Deutsche Bahn schlägt ein Fan vor. Der Spaß ist den Anhängern weder wegen den langen Schlangen, noch wegen der bisher ausbleibenden Lizenz vergangen.

Einige Schlachtenbummler erinnern sich auch an den Fanzug nach dem Relegationsspiel gegen die SF Lotte. Die Party-Sonderwagen der Bahn waren nicht nur komfortabler als dieses Mal, sondern hatten auch wesentlich mehr Toiletten, als die Doppelstockwagen für die Stuttgart-Fahrt. Pech für die RB-Fans: Der Zug war schon vergeben, weil an diesem Wochenende auch in der Ersten und Zweiten Bundesliga die Entscheidungen fielen und dort wahre Völkerwanderungen in die Stadien einsetzten.

Zwischenstopp um kurz vor 9 Uhr in Nürnberg: Alle aussteigen, Pause. Das lässt sich die Bullen-Reisegruppe nicht zweimal sagen. Raus auf den Bahnsteig und ein Lied angestimmt: "Zweite Liga, Nürnberg ist dabei", tönt es über den Bahnsteig und nimmt in diesem Moment die Abstiegsentscheidung in der Ersten Bundesliga einige Stunden später schon einmal vorweg. Dann: alle hinsetzen für die erste "Uffta" – Feierstimmung beim Zwischenstopp in Franken!

Die Vorfreude auf das Spiel in Stuttgart und die anschließende Rückfahrt gemeinsam mit der Mannschaft ist mindestens genauso groß wie die gute Laune auf dem Bahnsteig. „Ich hoffe, Timo Röttger schießt heute noch einmal drei Tore“, sagt Sven, der mit dem Publikumsliebling am Nachmittag im Zug richtig feiern möchte, bevor er nach drei Jahren bei den Roten Bullen geht.Dass es die letzte Auswärtsfahrt der Vereinsgeschichte werden könnte, wenn die DFL und Red Bull Chef Dietrich Mateschitz nicht zueinander finden, daran wollte keiner glauben.

Anne Grimm

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