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1. FC Union ruft zum "Kulturkampf" gegen RB Leipzig

Heimsieg soll her 1. FC Union ruft zum "Kulturkampf" gegen RB Leipzig

So richtig voran geht es bei Union Berlin nicht. Durch die Nulldiät bei 1860 München bleiben die „Eisernen“ in dieser Saison weiter sieglos. Wie im Vorjahr soll es nun aber im „Kulturkampf“ gegen RB Leipzig den ersten Erfolg geben.

Beim Aufeinandertreffen beider Teams in der Vorsaison hüllten sich die Union-Anhänger aus Protest gegen RB Leipzig in schwarze Müllsäcke.

Quelle: dpa

Berlin. Raus mit Applaus: Das torlose Unentschieden bei 1860 München verbuchten Spieler und Fans des Zweitligisten 1. FC Union Berlin zumindest als moralischen Erfolg. Beim Abklatschen am Gästeblock war die Stimmung gut, weil die Mannschaft auch nach dem Feldverweis für Innenverteidiger Benjamin Kessel erstmals ohne Gegentor über die Runden gekommen war. Die Köpenicker profitierten dabei vom verschossenen Elfmeter des Ex-Cottbusers Daniel Adlung.

Vor dem nächsten Heimspiel gegen RB Leipzig am Freitag (18.30 Uhr) betrachten die Spieler den bisherigen Saisonverlauf aber durchaus selbstkritisch. „Wir haben erst drei Punkte nach vier Spielen. Das ist nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Aber wir nehmen auch jeden Punkt mit“, sagte Verteidiger Michael Parensen. „Den muss man bei 1860 erst einmal holen. Der Gegner war in den letzten Spielen ganz ordentlich drauf. Wir müssen nun schauen, dass wir gegen Leipzig unsere Bilanz aufbessern.“

In der vergangenen Saison konnte Union am sechsten Spieltag ausgerechnet gegen die Messestädter nach zwei Treffern von Sebastian Polter den ersten Saisonsieg (2:1) erringen. Diesmal besteht dazu die Chance eine Runde früher. Die Köpenicker setzen dabei auf den emotionalen Faktor im „Kulturkampf“. Union gilt als Traditionsverein mit einer breiten Fanbasis und Verfechter des Erhalts der Fußball-Kultur. Der mit Millionen eines ausländischen Getränkeherstellers geförderte Emporkömmling aus Leipzig ist den „Eisernen“ ein Dorn im Auge. Wie schon in den beiden Partien der Vorsaison wird es deshalb symbolische Proteste geben.

Die „Szene Köpenick“, ein Verbund von Ultragruppierungen und ultranahen Anhängern, hat zu einem 15-minütigem Schweigen zu Spielbeginn aufgerufen. Zudem werden die Berliner Anhänger aufgefordert, alle in Rot zu erscheinen, um dem Protest optisch eine Form zu geben. „Es ist für jeden Unioner ein besonderes Spiel. Dass da eine spezielle Stimmung herrschen wird, ist klar“, sagte Angreifer Steven Skrzybski. „Wir müssen das Positive daraus ziehen. Hoffentlich können wir unsere Fans mit drei Punkten beschenken.“

(mit dpa)

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