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Angriff auf die Spitzenplätze: RB Leipzig will gegen Düsseldorf nachlegen

2. Fußball-Bundesliga Angriff auf die Spitzenplätze: RB Leipzig will gegen Düsseldorf nachlegen

Nach einigen Anlaufproblemen hat sich RB Leipzig in der 2. Bundesliga gefunden. Am Freitag wollen die Roten Bullen nachlegen und auch gegen Fortuna Düsseldorf gewinnen. Ein Grund für den Aufschwung ist die Abwehr.

RB Leipzig jubelte vergangenen Sonntag nach dem 1:0-Erfolg beim Tabellenführer VfL Bochum? Baut das Rangnick-Team die Siegesserie am Freitag gegen Düsseldorf aus?

Quelle: GEPA

Leipzig. Ein Drittel der Saison ist vorüber und die Formkurve zeigt steil nach oben. RB Leipzig hat sich gefunden, belegt inzwischen Relegationsplatz drei und greift nun die Tabellenspitze der 2. Bundesliga an. Sollte Bochum beim FSV Frankfurt patzen und die Leipziger ihr Heimspiel am Freitag gegen Fortuna Düsseldorf (Anstoß 18.30 Uhr) gewinnen, ist schon in dieser Woche der Sprung auf einen direkten Aufstiegsplatz möglich. Im Schnitt sammelten die Leipziger 1,81 Punkte pro Spiel. Bliebe es dabei, dann ständen am Ende 61 Punkte auf dem Konto. In der abgelaufenen Saison hätten diese Zähler zu Platz zwei und der Qualifikation für die 1. Bundesliga gereicht.
 
Der Respekt des nächsten Gegners ist den Roten Bullen bereits sicher. „Es ist eine Mannschaft die über herausragende Fähigkeiten verfügt, die in der Liga das beste Pressing spielt“, findet Düsseldorfs Trainer Frank Kramer. Die Angriffswucht der Leipziger haben schon elf Teams zu spüren bekommen, allerdings haben sie sich in der Vergangenheit oft auch darauf eingestellt. Der FC St. Pauli nahm mit seiner Defensivtaktik, die lediglich schnelle Gegenstöße vorsah, sogar drei Punkte aus Leipzig mit nach Hamburg. Der 1. FC Nürnberg brachte RB mit seiner Schlussoffensive zumindest an den Rand eines Punktverlustes.
 
Die Achillesverse des Ligafavoriten bestand in der Defensive. Trainer Ralf Ragnick probierte mehrere Varianten in seiner Viererkette aus, war aber auch zu Umstellungen gezwungen. Neuzugang Atinc Nukan fehlte wochenlang verletzungsbedingt und arbeitet jetzt an seinem Comeback. Für ihn durfte erst Tim Sebastian spielen, später auch Stefan Ilsanker. Dauerhaft konnte sich Rangnick für keinen von beiden in der Innerverteidigung entscheiden.

Inzwischen scheint der Coach seine Stammformation gefunden zu haben. Klostermann-Orban-Compper-Halstenberg heißt nun das Bollwerk vor Torhüter Fabio Coltorti. Gegen den VfL Bochum hielt es am vergangenen Sonntag auch in Drangphasen. Während Lukas Klostermann seit Wochen überzeugt und Marcel Halstenberg nach seinem Wechsel vom FC St. Pauli sofort einschlug, hat der 22-Jährige Willi Orban seine zu Toren führenden Fehler aus den Spielen gegen Freiburg und 1860 München weggesteckt und organisiert die Reihe wie ein altgedienter Profi.
 
Marvin Compper dagegen kommt immer besser in Fahrt. Monatelang konnte er nur mit Schmerzen spielen und fiel zu Saisonbeginn ganz aus. „Ich habe meine beste Form, seit ich bei RB bin“, findet der 30-Jährige inzwischen. Rangnick, der bis auf Patrick Strauß und Terrence Boyd alle Spieler an Bord hat, sieht nur wenig Grund, etwas an seiner Aufstellung zu ändern. Höchstens in der Offensive überlegt der Coach. Gut möglich, dass Yussuf Poulsen zurück in die Startelf rückt. Für ihn könnte zunächst Emil Forsberg eine Pause auf der Bank erhalten.
 
Mit ihrer Abwehr waren zuletzt auch die Düsseldorf unzufrieden. Am Mittwoch reagierte die Fortuna und verpflichtete den vereinslosen Alexander Madlung. Der 33-Jährige weist die Erfahrung von mehr als 300 Pflichtspielen auf, war zuvor für Eintracht Frankfurt, den VfL Wolfsburg und Hertha BSC aktiv. Mit den Niedersachsen wurde er 2009 sogar Deutscher Meister. „Alexander Madlung verfügt über eine gute Spieleröffnung. Zudem wird uns seine Zweikampf- und Kopfballstärke weitere Stabilität verleihen", sagte Düsseldorfs Sportdirektor Rachid Azzouzi.
 
Rangnick setzt auf die eigenen Stärken. „Düsseldorf hat vor allem auswärts wenig Punkte geholt. Unsere Aufgabe am Freitag ist es, dass das so bleibt.“ RB erwartet mehr als 25.000 Zuschauer, am Mittwoch waren bereits rund 20.000 Tickets vergriffen.

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