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Aufstieg geschafft: RB Leipzig macht seine Fans glücklich

2. Bundesliga Aufstieg geschafft: RB Leipzig macht seine Fans glücklich

Es ist vollbracht: RB Leipzig steigt mit einem Sieg gegen den Karlsruher SC in die 1. Bundesliga auf. Emil Forsberg und Marcel Halstenberg haben die roten Bullen zum Spiel geschossen.

Forsberg von RB Leipzig jubelt zum 1:0 gegen den KSC.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Emil Forsberg und Marcel Halstenberg haben RB Leipzig in die 1. Bundesliga geschossen. Ihre Treffer reichten am Sonntagnachmittag für die letzten noch fehlenden Punkte aus. Die Roten Bullen besiegten den Karlsruher SC 2:0 und sind nicht mehr vom zweiten Platz zu verdrängen. "Gegen wen wir nächstes Jahr alles spielen dürfen, einfach geil", freute sich Mittelfeldspieler Diego Demme.

Das Aufstiegsfieber in Leipzig war schon eine halbe Stunde vor dem Anpfiff deutlich zu spüren. Wo sich sonst rund um das Stadion die Fankolonnen durchs Waldstraßenviertel schieben, war dieses Mal entspannt Platz. Die 42.559 Zuschauer im ausverkauften Stadion saßen bereits auf ihren Plätzen und konnten den Anpfiff kaum erwarten. Als dann die Mannschaft auflief, entlud sich die Anspannung: Mit ohrenbetäubenden Lärm wurden die Roten Bullen empfangen.

Auf der VIP-Tribüne hatte jede Menge Prominenz Platz genommen. Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz war mit einer Propellermaschine kurzfristig eingeschwebt. Er verfolgte neben Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung die Partie. In Reichweite tummelten sich Skispringer Gregor Schlierenzauer, Skirennfahrerin Viktoria Rebensburg und Beachvolleyball-Olympiasieger Julius Brink.

RB Leipzig empfing am 8. Mai den Karlsruher SC. Auch Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz und RB-Leipzig-Chef Oliver Mintzlaff wollten live dabei sein. Das Leipziger Stadion war ausverkauft.

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Die erste Halbzeit entwickelte sich zu einer 45-minütigen Geduldsprobe. Die Nervosität war nach dem ersten vergebenen Matchball gegen Bielefeld den Spielern anzumerken. Großchancen blieben Mangelware. Yussuf Poulsen versuchte in der 23. Minute den Ball aus fünf Metern Torentfernung im KSC-Kasten unterzubringen, stand aber ungünstig und scheiterte an Keeper René Vollath.

Welches glückliche Händchen Ralf Rangnick bei seiner Aufstellung hatte, zeigte die 30. Minute. Nach einer Ecke zog Karlsruhes Dimitris Diamantakos aus Nahdistanz ab. Fabio Coltorti, der für Peter Gulacsi wieder im RB-Tor stand, reagierte mit einer blitzschnellen Fußabwehr und verhinderte den Rückstand.

"Mit Fabio haben wir uns für Erfahrung und Ausstrahlung entschieden", erklärte Co-Trainer Achim Beierlorzer den Tausch zwischen den Pfosten. Er musste Rangnick bei der Pressekonferenz vertreten, weil sich der Coach bei der Flucht vor einer Selke-Bierdusche am Oberschenkel verletzt hatte. "Vier Jahre in Leipzig und drei Aufstiege: Was alles passiert ist, lässt sich im Moment gar nicht beschreiben", so Coltorti. Für den 35-Jährigen ist klar, er macht bei RB weiter. "Die 1. Liga war mein Ziel und mein Traum. Ich bin so fit wie noch nie in den letzten fünf, sechs Jahren."

In der ersten Halbzeit gegen den KSC sah der Keeper die besten Gelegenheiten durch die Außenverteidiger Marcel Halstenberg und Lukas Klostermann mit Fernschüssen. Bitter für RB Leipzig: Ein klares Handspiel von Gaetan Krebs im Strafraum ließ Schiedsrichter Peter Sippel in der 43. Minute durchgehen. Zur Halbzeit gab es dann noch eine schlechte Nachricht aus Nürnberg, der Club führte mit 1:0. "Wir hatten in der Pause trotzdem ein gutes Gefühl. Es war doch klar, dass der KSC nicht den Teppich ausrollt und sich abknallen lässt", meinte Kapitän Dominik Kaiser.

Abfiff, Aufstieg, Jubel: Mit Tränen und Konfetti feierte das ganze Stadion den entscheidenden Saisonsieg von RB Leipzig gegen den KSC. Und RB-Coach Rangnick flieht vor der obligatorischen Bier-Dusche. Foto: Christian Modla

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Forsberg und Halstenberg machen den Aufstieg perfekt

Und dann die Erlösung: Einen Einwurf von Klostermann verlängerte Stefan Ilsanker genau vor die Füße von Emil Forsberg. Der Schwede schob in der 52. Minute zum 1:0 ein und ließ die Fans toben. Nun hieß es warten, 38 lange Minuten plus zwei Minuten Nachspielzeit. Eine Großchance von Davie Selke und eine weitere Großtat von Coltorti gegen Diamantakos sahen dabei die Fans.

Sie machten vor allem eines, die Mannschaft und sich selbst feiern. In der 86. Minute gab es dann endgültig kein Halten mehr: Einen Freistoß von Halstenberg ließ Torhüter Vollath über seine Fäuste ins Tor rutschen. "Nach dem zweiten Tor konnte ich es kaum noch abwarten. Da habe ich nur noch auf die Uhr geschaut", so Innenverteidiger Willi Orban. Peter Sippel erlöste um 17.19 Uhr alle mit seinem Pfiff. RB ist in der 1. Bundesliga.

Von Matthias Roth

RB Leipzig: Coltorti - Klostermann, Orban, Compper, Halstenberg, Demme, Ilsanker - Kaiser, Forsberg (89. Khedira), Sabitzer (68. Selke), Poulsen (78. Bruno)

KSC: Vollath - Valentini, Thoelke, Sallahi, Gulde (65. Gordon), Krebs, Peitz (70. Mehlem), Torres, Prömel (57. Hoffer), Yamada, Diamantakos

Tore: 1:0 Forsberg (52.), 2:0 Halstenberg (86.)

Zuschauer: 42.559

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Leipzig, Am Sportforum
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