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Aufwind beim Bundesliga-Dino: Gisdol und Papadopolous gefährlich für RB Leipzig

Fan-Aktion „Leipziger Liebe“ Aufwind beim Bundesliga-Dino: Gisdol und Papadopolous gefährlich für RB Leipzig

Nach zwei Siegen in der Bundesliga und dem Einzug ins Pokal-Viertelfinale kommt der HSV mit breiter Brust nach Leipzig. Die RB-Fans haben nach den Vorfällen in Dortmund eine besondere Aktion zum Heimspiel geplant.

4:0 hieß es im Hinspiel für RB, doch seitdem hat sich bei den Hamburgern einiges verändert. (Archivbild)

Quelle: dpa

Leipzig. Das Fußballgeschäft ist schnelllebig. Das zeigt das Beispiel Hamburger SV. Der Bundesliga-Dino, am Samstag (15.30 Uhr) nächster Gegner von RB Leipzig, ist plötzlich im Aufwind. Zwar kämpft der Traditionsclub wie so oft in den vergangenen Jahren gegen den Abstieg, doch neben zwei Siegen sorgen auch zwei Personalien beim HSV für Hoffnung. Ihre Namen: Markus Gisdol und Kyriakos Papadopoulos. Nicht ganz ungefährlich für die Leipziger: Der eine kennt das System, der andere die Mannschaft sehr gut.

4:0 hieß es im Hinspiel für RB, doch seitdem hat sich bei den Hamburgern einiges verändert. „Durch den Trainer verfolgen sie jetzt eine ganz andere Philosophie. Markus Gisdol kann auch nicht leugnen, dass er mal unter Ralf Rangnick gearbeitet hat. Dadurch sind ein paar Abläufe zu erkennen, die man auch in unserem Spiel sieht“, sagt RB-Coach Ralph Hasenhüttl.

Der HSV schaltet blitzschnell um, ist bei Ballgewinn gefährlich. „Es wird für uns wichtig sein, diese Konter zu unterbinden“, warnt der Österreicher. Der ähnliche Stil stammt unter anderem aus Zeiten bei Schalke 04, als Gisdol der Co-Trainer von Ralf Rangnick war. Er gilt als einer seiner Ziehsöhne. Nicht ohne Grund war der in der Nähe von Stuttgart geborene Coach auch schon Kandidat für das Amt bei den Leipzigern. „Ich habe ihm viel zu verdanken und wir haben immer noch ein sehr freundschaftlich Verhältnis", sagte Gisdol auf der Pressekonferenz am Donnerstag über Rangnick.  

Faktor Papadopolous

Wieder Spaß am Fußball nach den zwei Siegen mit seinem neuen Verein hat Kyriakos Papadopolous, der nach einem halben Jahr Leihe und nur wenig Einsatzzeiten in Leipzig im Januar zum HSV wechselte. „Er wird sicher brennen und zeigen wollen, dass er zu Unrecht nicht gespielt hat bei uns. Aber wir sind nicht im Graul auseinander gegangen“, meint Hasenhüttl. Immerhin sorgte der Grieche vergangenes Wochenende beim Hamburger 1:0 per Kopf für das Siegtor sowie glänzende Zweikampfwerte. „Wir werden es ihm hier nicht einfach machen, noch eins zu erzielen“, kündigte der RB-Coach an.

Der Gegner zollt den heimstarken Leipzigern im Vorfeld Respekt: „Sie haben so extrem schnelle Spieler in ihren Reihen, wenn die an einem vorbeilaufen, kann man sich schnell erkälten. Am besten wäre es, man lässt die Luft aus dem Ball, dann könnten wir sie stoppen", erklärte HSV-Trainer Gisdol mit einem Schmunzeln.

Hinzu kommt: Die Grippewelle bei RB ist Schnee von gestern. Auch Emil Forsberg, der in den vergangenen drei Partien rotgesperrt auf der Tribüne saß, kann wieder für Wirbel sorgen. Umstellungen gibt es nach der Sperre von Marvin Compper (fünfte Gelbe Karte) in der Innenverteidigung. Die zwei Optionen: Neuzugang Dayot Upamecano, der sich im Training allerdings im Zweikampf mit Oliver Burke einen Pferdekuss holte, wobei es laut Hasenhüttl „richtig gescheppert“ hat. Oder die in der Hinrunde mehrfach erprobte Variante mit Stefan Ilsanker. „Für mich war Ilse in Dortmund unser bester Mann auf dem Platz – deshalb kann ich mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass er am Samstag von Beginn an spielen wird“, meinte Hasenhüttl, für den der österreichische Nationalspieler aber auch auf der angestammten Sechserposition eine Alternative ist.   

Aktion der Fans: „Leipziger Liebe“

Während sich die Protagonisten bei RB Leipzig nach tagelangen Diskussionen um die Vorfälle in und am Dortmunder Stadion vor allem den sportlichen Dingen widmen wollen, lassen es sich die Fans nicht nehmen, bei der Partie gegen den HSV eine Aktion ins Leben zu rufen. In Anlehnung an den BVB-Slogan „Echte Liebe“, und als Antwort „auf die echten Hiebe“, wollen die Anhänger ein Zeichen setzen. Unter dem Slogan „Leipziger Liebe“ soll in der neunten Spielminute, wegen des Gründungsjahr 2009, gegen Hamburg der Gesang „Wir sind Leipzig“ durch das Stadion hallen.

Hasenhüttl sagt zum Abschluss der Debatte: „Ich will nach vorne schauen und hoffe, dass so etwas nie wieder passiert. Es müssen sich aber alle darüber Gedanken machen. Auch die Fans, die sich davon distanzieren, sind angehalten nicht weg zu schauen. Sondern bereit zu sein, Zivilcourage zu zeigen.“

Anne Grimm

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