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Baustelle Abwehr – RB Leipzig benötigt dringend Verteidiger

Trainingslager beendet Baustelle Abwehr – RB Leipzig benötigt dringend Verteidiger

Stammspieler Marvin Compper ist seit Tagen angeschlagen. Deshalb sucht der Bundesliga-Aufsteiger einen neuen Innenverteidiger. Zudem soll der Vertrag mit Olympia-Teilnehmer Lukas Klostermann sobald wie möglich verlängert werden. Die Zukunft von Zsolt Kalmar ist noch ungewiss.

Sportdirektor Ralf Rangnick im Gespräch mit Marvin Compper.
 

Quelle: PICTURE POINT

Grassau.  Das 4:4 im letzten Testspiel am Dienstag während des Trainingslagers von RB Leipzig gegen den österreichischen Zweitligisten FC Liefering deckte erneut einige Schwächen in der Abwehr des Bundesliga-Aufsteigers auf. Doch das ist laut Sportdirektor Ralf Rangnick nicht der Grund, warum er dringend auf der Suche nach einem neuen Innenverteidiger ist. Vielmehr bereiten ihm die ständig wieder kehrenden muskulären Probleme seines Stammspielers Marvin Compper große Sorgen. „Klar wäre Marvin ohne Probleme und in körperlichem Bestzustand ein Spieler, der in der Bundesliga bei uns spielen würde. Aber das ist eben nicht der Fall. Daher macht es Sinn, auf der Position noch etwas zu machen“, sagte Rangnick am Dienstag kurz vor der Abreise in Grassau. Einen potentiellen Kandidaten für die die Innenverteidigung nannte der Sportdirektor allerdings nicht.

Aktuell stehen den Leipzigern mit Compper nur drei etatmäßige für diese Position zur Verfügung. Willi Orban ist gesetzt, aber Atinc Nukan konnte seine Bundesligatauglichkeit in den vergangenen Testspielen nicht unter Beweis stellen. Zudem trainiert Linksverteidiger Marcel Halstenberg wegen Oberschenkelproblemen immer nur mit Augenmaß und ist laut Rangnick momentan nicht in Topverfassung.

RB will Klostermann halten

Um sich auf der Außenposition in der Verteidigung die Dienste eines talentierten Stammspielers zu sichern, soll der Vertrag mit Rio-Fahrer Lukas Klostermann so schnell wie möglich verlängert werden. „Wir sind in guten Gesprächen. Ich gehe davon aus, dass wir unmittelbar nach seiner Rückkehr von Olympia Vollzug melden können“, sagte der 58-jährige Sportdirektor. Anfragen anderer Clubs habe es für den 20-Jährigen, der einen Kontrakt bis 2018 besitzt, nicht gegeben. Der Verein würde ihn aber auch unter keinen Umständen ziehen lassen, so Rangnick.

Trainer Ralph Hasenhüttl will die schwache Leistung seiner Abwehrreihen beim 3:2 gegen den spanischen Erstligisten Eibar sowie beim 4:4 gegen Liefering in den Testpartien nicht überbewerten: „Man darf nicht vergessen, dass wir ständig in einer anderen Konstellation gespielt haben und natürlich ein bisschen was von den Spielern sehen wollen. Wir haben auch mit jungen Außenverteidigern und in anderen Zusammensetzungen gespielt. Das ist klar, dass das jetzt nicht perfekt funktioniert.“

Die große Notwendigkeit weiterer Transfers sieht Sportdirektor Rangnick bis zum Schluss der Transferperiode Ende August nicht. „Im offensiven Mittelfeld sehe ich keinen zwingenden Bedarf. Sollte da jemand für uns verfügbar sein, der uns richtig weiter hilft, dann schließen wir das aber nicht aus.“

Rangnick bemängelt körperliches Niveau einiger Profis

Bis zum Ligastart in zweieinhalb Wochen bei der TSG Hoffenheim sieht der Sportdirektor bei seiner Mannschaft aber generell Nachholbedarf: „Ich denke, dass wir gesehen haben, dass wir auf 13, 14, 15 Positionen gut besetzt sind. Aber selbst da muss man bei jedem Einzelnen noch einmal genau hinschauen.“ Rangnick beanstandet, dass nicht alle Spieler körperlich auf dem gleichen Level sind und einige Fußballer ihr Vorjahresniveau auch noch nicht erreicht hätten.

Ob Zsolt Kalmar weiterhin im Kader steht, ist noch nicht abschließend geklärt. „Zsolt kann mitspielen. Man hat ja auch in den Testspielen gesehen, dass er technisch keine Probleme hat. Aber ich glaube nicht, dass er ein Spieler ist, der von Anfang an eine echte Chance auf einen Stammplatz hat“, sagte Rangnick. Bisher habe es noch kein Angebot von einem anderen Verein gegeben, aber wenn eines kommen würde, hätte er die Möglichkeit zu gehen.

Von Anne Grimm

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