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Bei Aufstieg von RB Leipzig: Red-Bull-Arena wird auf über 55.000 Zuschauer ausgebaut

Bei Aufstieg von RB Leipzig: Red-Bull-Arena wird auf über 55.000 Zuschauer ausgebaut

Unabhängig vom Ausgang der Heimpartie gegen den VfL Bochum (Freitag, 18.30 Uhr) und dem weiteren Saisonverlauf in der zweiten Liga scheint klar: Sie werden früher oder später in der Bundesliga spielen, die so potenten und willigen Rasenballer.

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Fans von RB Leipzig in der Red-Bull-Arena.

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. Glasklar ist bereits jetzt: Das Stadion der Hunderttausend, das 1956 Zentralstadion genannt wurde und seit 2010 Red-Bull-Arena heißt, bleibt Heimspielstätte der Roten Bullen.

Ein von Red-Bull-Tycoon Dietrich Mateschitz, 70, ins Auge gefasster Umzug auf die grüne Wiese (ein XXL-Areal war schon reserviert) ist vom Tisch. Hintergrund des Umzugsgedankens: Mateschitz wollte (will?) das Stadion kaufen, die Wiese sollte den Druck auf Stadion-Chef Michael Kölmel, 60, erhöhen. Möglicherweise wird man an den Verhandlungstisch zurückkehren. Früher oder später. Streng geheim und beschlossen: Mit dem Erreichen der 1. Liga wird die Arena ausgebaut. Nordseite und Südseite werden aufgefüllt, die Bude wird gewissermaßen blickdicht gemacht. Zudem kommt im Fall der Fälle das Ende der hässlichen unteren Betonumrandung, werden weitere Zuschauerränge Richtung Spielfeldrand verlegt. Das Fassungsvermögens steigt auf diese Weise von 43.500 Zuschauern auf über 55.000.

Diesbezügliche Pläne liegen in der Schublade, die Umbaumaßnahmen würden bei laufendem Spielbetrieb laufen. Bliebe die Frage, wer die zig Millionen Euro bezahlt. Wenn ein Mieter seine Drei-Raum-Wohnung mit neuer Auslegware und Holz-Klobrille aufhübscht, muss er selbst in die Tasche greifen. Demnach bleiben die Stadion-Investitionen an Mieter Dietrich Mateschitz hängen. Gut möglich, dass der Mann im Zuge des Ausbaus einen erneuten Versuch unternimmt, die Arena zu kaufen. Bisher hatte Eigentümer Michael Kölmel keine Anstalten gemacht, seine jahrelang defizitäre und endlich profitable Immobilie zu veräußern.

Keine Münchner Verhältnisse in Leipzig

In jedem Fall bleibt den Leipzigern das WM-Stadion in Innenstadtlage erhalten, gibt es keine Münchner Verhältnisse. Dort fristet das altehrwürdige Olympiastadion seit 2005 ein schattiges Dasein, hat seine eigentliche Bestimmung verloren und muss für Konzerte sowie Kirchen- und Bläser-Tage herhalten. Fußball gespielt wird außerhalb, im Münchner Norden. Das war so nicht gewollt, hat sich aber so ergeben.

Als der FC Bayern in persona Uli Hoeneß das zugige und aus der Mode gekommene Olympiastadion umbauen wollte, musste Architekt Günter Behnisch um Erlaubnis gefragt werden. Behnisch war 1972 mit dem schwebenden Dach berühmt geworden, ließ Hoeneß ablaufen. Alsdann mussten die Münchner in Fröttmaning neu bauen. 2005 wurde die Allianz-Arena eröffnet.

Für die aktuellen RB-Bedürfnisse reicht die Red-Bull-Arena vollkommen aus. Gegen Bochum werden 25.000 Zuschauer plus x dabei sein. Der Zulauf aus dem tiefen Westen hält sich in Grenzen, bisher gingen 200 Tickets in die Heimat von Herbert Grönemeyer. Weil RB-Coach Alexander Zorniger, 47, allergisch auf personelle Tipps reagiert und öffentlich gehandelte Spieler ga-rantiert draußen lässt, halten wir uns zurück. Daniel Frahn, 27, und Fabio Coltorti, 33, verließen die Kabine am Dienstag mit flotten Fön-Frisuren. Nur mal so.

Letzte Meldung: RB bangt um den Einsatz von Jo Kimmich. Der 19-jährige Mittelfeldspieler zog sich beim Training am Dienstag eine Knöchelverletzung zu.

Guido Schäfer

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