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Chaos an den Kiosken: RB-Fans sauer nach Testspiel gegen Paris Saint Germain

Chaos an den Kiosken: RB-Fans sauer nach Testspiel gegen Paris Saint Germain

Schlangen an den Imbissständen, lange Wartezeiten und ausverkaufte Getränke: Das sportlich erfolgreiche Testspiel von RB Leipzig am Freitagabend gegen Paris Saint Germain (4:2) hatte für viele Fans in der Red Bull Arena einen faden Beigeschmack.

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Fans von RB Leipzig in der Red-Bull-Arena.

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. Teilweise mehr als eine halbe Stunde mussten die Besucher an den Imbissständen anstehen. Der Verein versprach noch am Abend Wiedergutmachung und will sich dazu am Montag näher äußern.

„Wir möchten uns hiermit für die Probleme entschuldigen, die es heute an einigen Einlässen und vor allem an den Kiosken aufgrund diverser technischer Defekte und Ausfälle gab“, teilte der Verein am Freitag auf seiner Facebook-Seite mit. „Es tut uns leid, dass einige von euch sehr lange warten mussten und dadurch viel vom Spiel verpasst haben.“

Im sozialen Netzwerk war wenig später – in Anspielung an das „Gauchogate“ bei der Fußball-WM – schon vom „Cateringgate“ zu lesen. Denn den 45-minütigen Auftritt von PSG-Star Zlatan Ibrahimovic verbrachten nicht wenige der knapp 36.000 Fans statt auf ihrem Sitzplatz in den Warteschlangen vor den heillos überfüllten Imbissständen.

Caterer-Wechsel sorgt für Unmut

Von einer „Unverschämtheit“ und einer „Frechheit“ war im Netz zu lesen. „Ich habe die komplette erste Halbzeit und Halbzeitpause angestanden, um etwas zu trinken zu bekommen in Sektor A“, berichtete Sebastian Stengel bei Facebook. „Es waren von vier Fenstern nur zwei geöffnet. […] Hätte ich mir noch etwas zu Essen holen wollen, hätte sicherlich noch mal genauso lange angestanden.“

RB hatte in der Sommerpause den stadioneigenen Caterer gewechselt und den bisherigen Imbissbetreiber, die DEC Leipzig GmbH, vor die Tür gesetzt. Für das leibliche Wohl an den 22 Kiosken im Stadion sorgt jetzt die Firma Gastrobüro aus Chemnitz. Die Preise stiegen teilweise deutlich an. So kostet eine Bratwurst jetzt drei statt bislang zwei Euro.

„Der Caterer sollte bei diesen Produktpreisen ein besser bezahltes Personal verpflichten und nicht das Strandgut der regionalen Gastro- und Catererszene“, meinte User „Scrat“ in den Kommentaren bei LVZ-Online. Mark Bringmann berichtete von ausverkauften alkoholfreien Getränken: „Habe 30 Minuten in der ersten Halbzeit verpasst. Der Superstar war dann auch weg. Mein Sohn und meine Frau am Verdursten. Endlich dran, nur noch Bier! Wahnsinn. Habe aus den Waschräumen Leitungswasser geholt. Die Situation war hochexplosiv.“

RB will Probleme auswerten

Dass die Premiere am Freitag gründlich in die Hose ging, hat nun möglicherweise Konsequenzen. „Wir werden die Vorfälle mit unserem Catering-Partner auswerten, intensiv besprechen und vor allem schnellstmöglich verbessern“, verspricht der Verein. Als Entschädigung wollen sich die Clubverantwortlichen bei den Fans erkenntlich zeigen – wie genau das aussehen soll, werde am Montag bekannt gegeben, so Sprecher Sharif Shoukry am Samstag gegenüber LVZ-Online. „Bitte bewahrt eure Eintrittskarte vom Paris-Spiel auf“, hieß es auch bei Facebook.

Robert Nößler/jca

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