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Coltortis Weg zurück ins Tor von RB Leipzig - Zorniger: „Wir verbreiten beim Gegner Panik“

Coltortis Weg zurück ins Tor von RB Leipzig - Zorniger: „Wir verbreiten beim Gegner Panik“

Leipzig. Es sind die Mannschaften der Stunde: RB Leipzig ist zurück auf einem Aufstiegsrang, Erzgebirge Aue hat sich nach Minusstart und Trainerwechsel von den Abstiegsrängen verabschiedet.

Am Mittwoch treffen beide Teams in der 2. Runde des DFB-Pokals (Anstoß 19 Uhr) aufeinander. Das Interesse ist auf den Fanseiten enorm. Im Vorverkauf gingen bereits 22.000 Tickets für das Spiel in Leipzig über den Tresen, die Veilchen nahmen 2.500 Karten ab.

„Ich erwarte ein sehr intensives Spiel“, sagt Fabio Coltorti am Montag. Der 33-Jährige ist nach seiner Knieverletzung zurück im Team, bestritt am vergangenen Freitag sein erstes Zweitliga-Spiel gegen Bochum und will nun auch gegen Aue seinen Kasten erneut sauber halten. Für Coltorti bedeutete das Punktspieldebüt in dieser Saison Gänsehaut pur. „Ich war emotional sehr berührt, als ich aufgelaufen bin“, gibt er zu.

Der Schweizer hat sich nach seiner Verletzung wieder herangekämpft. Hinter ihm liegen elf Leidensmonate, die er so in seiner Karriere noch nicht kannte. Im vergangenen November riss er sich das Innenband im rechten Knie in der Partie gegen Hansa Rostock und musste bis April pausieren. Der Schock dann elf Tage vor dem Saisonstart im zurückliegenden Sommer. Gleiches Knie, wieder das Innenband: In Training zog sich der Keeper die nächste schwere Verletzung zu und fiel noch einmal ein Vierteljahr aus.

„Man muss so eine Verletzung sauber verarbeiten"

Was folgte, waren Behandlungen beim Augsburger Kniespezialisten Ulrich Bönisch, Rehabilitationstraining und der Weg zurück Schritt für Schritt in die Mannschaft. Körperlich hat Coltorti den Parcours gemeistert. „Mein Körper ist in Topform“, sagt er heute. Wichtig sei aber gewesen, auch alle Blockaden im Kopf zu lösen. Der Schlussmann berät sich seit vielen Jahren mit einer Psychologin. „Man muss so eine Verletzung sauber verarbeiten, sonst besteht die Gefahr eines Rückschlags“, berichtet er. Und noch eine Sache hatte der Torhüter in den vergangenen Monaten ganz deutlich vor Augen: „Es kann jederzeit Schluss sein.“

Coltorti hat sich mit diesen Themen beschäftigt, viele Gespräche geführt und an seinem Comeback gearbeitet. „Das Vertrauen in meinen Körper ist wieder vollkommen da“, betont er. An seiner Rückkehr als Nummer eins ins RB-Tor hat er nie gezweifelt. Auch nicht, als die Verantwortlichen der Bullen Ende Juli offen über die Verpflichtung eines weiteren erfahrenen Schlussmanns nachdachten. „Bello hat gezeigt, dass wir keinen anderen Torhüter brauchen“, lobt Coltorti seinen Vertreter Benjamin Bellot. Beide verbindet ein besonderes Verhältnis. „Das ist fast schon freundlich“, beschreibt der 33-Jährige. In anderen Vereinen habe er dieses Miteinander zwischen Konkurrenten so noch nicht erlebt. Da werde professionell gearbeitet, allerdings blieben die Keeper auf Distanz.

Nun steht Coltorti das Sachsenderby gegen Aue bevor. Wer in der Abwehr vor ihm spielt, steht noch nicht fest. Trainer Alexander Zorniger denkt über einen Wechsel in der Innenverteidigung nach. Marvin Compper könnte eine Pause bekommen, dafür wäre Lukas Klostermann eine Option. „Das werden wir nach dem Training am Dienstag entscheiden“, kündigt der Coach an. Joshua Kimmich wird voraussichtlich weiter verletzt fehlen, auch Zsolt Kalmar hat sich im Training eine Blessur am Innenband zugezogen. Die Startelf vom vergangenen Freitag stehe aber zur Verfügung. Mit ihrem Tempofußball haben Zornigers Schützlinge nicht nur den VfL Bochum beeindruckt, sondern auch das Publikum begeistert. „Wir verbreiten beim Gegner ein Stück weit Panik“, beschreibt Zorniger sein Spielsystem. Gegen Aue soll das nicht anders sein.

Matthias Roth

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