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DFL erklärt: Deshalb spielt RB Leipzig selten samstags um 15.30 Uhr

DFL erklärt: Deshalb spielt RB Leipzig selten samstags um 15.30 Uhr

15.30 Uhr ist samstags Bundesliga-Zeit. RB Leipzig tritt bis Dezember nur zweimal an diesem Termin an. Die DFL erklärt warum das so ist.

Das erste Bundesligaspiel der Vereinsgeschichte bestritt RB Leipzig an einem Sonntag.

Quelle: Gepa

Leipzig. Diese Zeit haben Fußballfans im Blut: Samstag um 15.30 Uhr spielt die Bundesliga. Seit der Saison 1968/69 ist das so, davor wurde um 16 Uhr angepfiffen. Wer kein Ticket bekommen hat, verfolgt auch heute noch die Live-Konferenzen im Radio und beim Bezahlsender im Fernsehen oder klickt sich durch die Online-Ticker.

Für Anhänger von RB Leipzig wird es allerdings schwierig, sich mit diesem Termin anzufreunden. Grund ist das inzwischen ausgefranste Spielwochenende mit Partien auch am Freitag und Sonntag. Allein an den ersten zwölf Spieltagen treten die Roten Bullen nur zweimal am Samstag um 15.30 Uhr an und das auch noch auswärts beim Hamburger SV und bei Darmstadt 98.

Dahinter stecke keine besonderes Kalkül gegenüber RB Leipzig, teilte die Deutsche Fußball Liga (DFL) auf Anfrage mit. Die Spielpläne seien hochkomplexe Konstruktionen. Nicht nur die 1. Bundesliga muss beachtet werden, sondern auch der Unterbau mit zweiter und dritter Liga. Der erste Blick richte sich aber stets auf die internationalen Aufgaben der Bundesliga-Mannschaften.

Erstes Beispiel: Mainz 05 startet in der Europa League am 3. November, einem Donnerstag. Logische Konsequenz: Der FSV spielt am Wochenende danach sonntags. Der Gegner heißt RB Leipzig.

Zweites Beispiel: Leverkusen spielt am 22. November in der Champions League in Moskau, einem Dienstag. Am Wochenende zuvor darf Bayer deshalb schon am Freitag in der Bundesliga auflaufen und die Roten Bullen zu Hause empfangen.

Berücksichtigt werden bei den Ansetzungen auch Hinweise der Sicherheitsbehörden. Begegnungen von rivalisierenden Fangruppen an Autobahnraststätten sollen vermieden werden, lassen sich aber nicht komplett verhindern, wie ein Vorfall aus der vergangenen Saison zeigt. RB Leipzig musste am letzten Spieltag nach Duisburg reisen, der 1. FC Nürnberg zeitgleich nach Paderborn. Fränkische und sächsische Fans trafen an einem Parkplatz bei Kassel aufeinander. Beteiligte aus Leipzig berichteten damals von Sachbeschädigungen.

Für die Beamten in Baunatal war der Vorfall nichts Neues. Da die Autobahn 44 direkt ins Ruhrgebiet mit mehreren Bundesligisten führt, kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Fangruppierungen.

Und nicht zuletzt müssen die DFL-Planer auch andere Veranstaltungen in den Stadien beachten. Eintracht Frankfurt musste in dieser Spielzeit zuerst daheim antreten, weil am zweiten Spieltag die Arena für ein Eishockeymatch belegt ist.

Und dann kommen noch die Wünsche der TV-Stationen hinzu. Die Partie am Sonnabend um 18.30 Uhr gilt als Spiel des Tages. Attraktive Paarungen sind demnach willkommen. Hier erhält RB schon am zweiten Spieltag den Ritterschlag, wenn Borussia Dortmund in Leipzig zu Gast ist.

Matthias Roth

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