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„Der große Druck ist weg“ – RB Leipzig will neue Serie starten

Ralph Hasenhüttl „Der große Druck ist weg“ – RB Leipzig will neue Serie starten

Für RB Leipzig beginnen die Wochen der Wahrheit. Die nächsten fünf Gegner rangieren auf den Plätzen eins bis sechs. „Wir wissen danach, wo die Reise hingeht“, sagt Trainer Ralph Hasenhüttl.

Ingolstadt abgehakt, Hertha vor Augen: RB Leipzig bereitet sich vor.

Quelle: GEPA pictures

Leipzig. Die Zeit der Besinnung dauerte nur wenige Stunden bei RB Leipzig. Die Profis waren nach der Weihnachtsfeier am Montag gegen 23 Uhr schon ordnungsgemäß auf dem Heimweg. Am nächsten Tag mussten sie fit auf dem Trainingsplatz stehen. Coach Ralph Hasenhüttl genoss die gemeinsame Zeit in der Kongresshalle am Zoo dennoch. „Es war eine sehr stimmige und besinnliche Weihnachtsfeier“, fand er.

Jetzt gilt es alle Kraft auf die Zielgerade der Bundesliga in diesem Jahr zu bringen. Hertha BSC und FC Bayern München heißen die noch ausstehenden Gegner 2016. Oder mit anderen Worten: Es sind der Tabellenführer und der Tabellendritte. Hasenhüttl formuliert es noch anders. „Es erwarten uns die Wochen der Wahrheit.“ Denn gleich nach der Winterpause, am 21. Januar, geht es gegen den momentan Fünften aus Frankfurt, danach gegen den Vierten Hoffenheim und den Sechsten aus Dortmund weiter. RB Leipzig erwarten Spitzenspiele am Fließband. „Wir wissen danach, wo die Reise hingeht“, so der Coach.

Neue Serie starten

Die erste Pleite am vergangenen Sonnabend werde die Mannschaft nicht umwerfen. „Der große Druck ist jetzt erstmal weg“, so Hasenhüttl. Grund in große Trauer zu verfallen oder gar etwas in Frage zu stellen, sieht er aber nicht. „Wir brauchen uns nicht dafür zu schämen, dass wir als Aufsteiger einen Startrekord mit 13 statt mit 14 ungeschlagen Spielen aufgestellt haben“, so der 49-Jährige. Nun gelte es eine neue Serie zu starten.

Berlin gegen Leipzig: Das ist nun das Spiel der beiden Verlierer. Die Hertha musste ebenso überraschend gegen Werder Bremen die Punkte abgeben. Wie die Roten Bullen an den Hörnern zu packen sind, haben die Ingolstädter gezeigt. „Wenn Berlin ihr Spiel genauso anlegt, dann hatten sie dort besten Anschauungsunterricht“, so Hasenhüttl. Er erwartet aber ein völlig anderes Spiel gegen die Hauptstädter. „Ich glaube nicht, dass Hertha wie Ingolstadt auftreten wird“, sagt der RB-Trainer.

Stefan Ilsanker übte als einziger RB-Profi in kurzer Hose und spitzelte gegen Naby Keita den Ball weg

Stefan Ilsanker übte als einziger RB-Profi in kurzer Hose und spitzelte gegen Naby Keita den Ball weg.

Quelle: GEPA pictures

Um den Kiebitzen aus der Hauptstadt keine Einblicke zu gewähren, sind bei den restlichen Trainingseinheiten keine Zuschauer zugelassen. Am Dienstag sahen die Hertha-Spione nur das: Bernardo ist zurück im Mannschaftstraining und brillierte durch Spielfreude. „Wir mussten ihn am Ende sogar etwas herausnehmen“, so der Coach. Marcel Sabitzer, Marcel Halstenberg und Zsolt Kalmar sind leicht angeschlagen und absolvierten nur ein leichtes Lauftraining. Ihre Einsätze sind im Moment aber nicht gefährdet.

Timo Werner macht Erfahrung

Gut möglich, dass Hasenhüttl an der einen oder anderen Stellschraube im Team dreht. Timo Werner steht aber nicht zur Debatte. Der Shootingstar dieser Saison erlebte in Ingolstadt seine psychische Belastungsprobe auf dem Rasen. Jeder Ballkontakt wurde mit einem Pfeifkonzert begleitet – eine Reaktion auf die Schwalbendiskussion der Vorwoche. „Das war eine interessante Erfahrung für einen jungen Spieler, er hat etwas gelernt“, meint sein Übungsleiter. Das Thema Werner sei jetzt aber endgültig erledigt.

Kurz nach Hertha folgt am Mittwoch das Gipfeltreffen in der Liga: Erster gegen Zweiter, Meister gegen Aufsteiger, finanzstark gegen finanzstark. Das Verhältnis beider Vereine beschreibt Hasenhüttl als sehr, sehr gut. Er kennt Präsident Uli Hoeneß und Co-Trainer Hermann Gerland. Zwei Jahre hat der Österreicher selbst für die Bayern gespielt, wenn auch nur in der zweiten Mannschaft. An Missgunst und verbale Spitzen gegen RB kann er sich in jüngster Zeit nicht erinnern. „Es wird dort einfach anerkannt, was wir hier für Arbeit leisten. Man wird auch zur Kenntnis genommen haben, dass wir eine Bereicherung für die Bundesliga sind“, meint Hasenhüttl. Das helfe allerdings nicht, das Spiel zu gewinnen.

Von Matthias Roth

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