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Dollar-Scheine am Bus von RB Leipzig ein Fall für den Staatsanwalt

Vorfälle in Heidenheim Dollar-Scheine am Bus von RB Leipzig ein Fall für den Staatsanwalt

Nach dem Übergriff auf den Mannschaftsbus von RB Leipzig ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft. Ultras des 1. FC Heidenheim hatten das Fahrzeug mit selbstgedruckten 100-Dollarscheinen beworfen und die Aktion gefilmt.

Der Dollarschein von Heidenheim.

Quelle: ünlü

Leipzig. Kurz vor der Heidenheimer Voith-Arena war klar: Durch diese hohle Gasse muss ER kommen. Und der Mannschaftsbus der Roten Bullen kommt und wird aufgehalten. Eine Abordnung FCH-Fans lässt 100-Dollar-Noten regnen. Die saugen sich auf der Windschutzscheibe fest. Gefährlicher Eingriff in die Verkehrssicherheit, Offizialdelikt, es wird von Amts wegen ermittelt. Tipp an die Soko: Die Täter haben ihr Werk ins Internet gestellt. Gut möglich, dass man sich auch dem Konterfei von Red-Bull-Chef Mateschitz nähert. Machen Sie sich, liebe LeserInnen, selbst ein Bild...

Mit diesem Video zeigen die Fanatico Boys, eine Ultra-Gruppierung des 1. FC Heidenheim, wie der Bus besudelt wird.

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Nicht die einzige Entgleisung auf der Schwäbischen Alb. Ein Gäste-Fanbus und ein Ehe-Paar werden angegriffen. In beiden Fällen laufen Anzeigen. In Heidenheim hat man schon länger ein Problem mit Leipzig. Beim 0:1 der Rasenballer im März werden RB-Spieler mit Bierbechern beworfen. In den Bechern schwappt Urin. Sebastian Heidinger bekommt eine Ekel-Ladung ab.

Am Freitag Abend bleibt die Trikotage des 29-Jährigen unbefleckt. Heidinger steht wie auch Daniel Frahn seit 1. Juli beim 1. FC Heidenheim unter Vertrag. Womit wir beim 1:1 wären. Nein, das ist eingedenk der 1995 eingeführten Drei-Punkte-Regelung ausdrücklich keine Punkteteilung. Oder haben sich nach einem Unentschieden je 1,5 Punkte auf Wanderschaft begeben?

Das Remis spiegelt den Spielverlauf nicht ansatzweise wider. Das sehen auch die Chef-Lobbyisten so. FCH-Coach Frank Schmidt, 41, ist mit 1,0 Punkten "sehr zufrieden", spricht von einem "glücklichen Punktgewinn". Die Laune seines Berufskollegen hängt im Tiefparterre fest. Ralf Rangnick, 57: "Wir sind zutiefst enttäuscht, können mit diesem Ergebnis nur schwer leben."

RB hat Chancen für zwei Siege, bringt aber nur ein Törchen zustande (36./Marcel Halstenberg). Hat viel mit Unvermögen zu tun. Wer aus fünf Metern nur ein Schüsschen zuwege bringt, das es mit Mühe bis zur Torlinie schafft (Wurm), muss sich über nichts wundern. Dennoch ist die Leistung kein Vergleich zum nervtötenden März-Auftritt. Diesmal ist RB bissig, spielt blitzschnell nach vorne, stürzt Heidenheim von einer Verlegenheit in die nächste

Dass es ewig nur 1:0 steht, grenzt an ein Wunder. In der 62. Minute greift diese Beckenbauersche Wahrheit: "Wenn man das 1:1 bekommt, kann man das 2:0 nicht mehr machen." Daniel Frahn verwandelt einen Foul-Elfer und erklärt im Kabinengang: "RB war besser, wir haben einen Punkt. Alles gut."

Ja, der Elfer. Ohne ihn hätte RB gegen ratlose Gastgeber 1:0 gewonnen. RB-Ass Willi Orban grätscht eigentlich nie. Und wenn er grätscht, ist er von seinem Tun überzeugt. Weil der Ball aber just in dem Moment hüpft, als Willis rechtes Bein lang und länger wird, verfehlt das Ende des Beins (Fuß) den Ball (Luftloch) und trifft Robert Leipertz (Foul). Der Rest ist bekannt (Frahn).

RB muss sich nicht grämen, zwölf Punkte bilden Gebotenes ab. In Frankfurt gab es drei statt einen Punkt. Jetzt einen statt drei. Alles im Lot.

Am Donnerstag, 20.15 Uhr, empfängt RB den SC Freiburg. Vierter gegen Zweiter. Duell der Ästheten. (Mundart)-Duell Ralf Rangnick gegen Christian Streich. Höggschde Konzentration.

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