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Dominik Kaiser: "Wir wollen das Ding jetzt durchziehen"

RB Leipzig Dominik Kaiser: "Wir wollen das Ding jetzt durchziehen"

8. Mai ist Aufstiegstag: Vor einem Jahr schafften die DHfK-Handballer den Sprung in die 1. Bundesliga. RB Leipzig will am Sonntag nachziehen und Kapitän Dominik Kaiser ist optimistisch.

Dominik Kaiser: "Wir wollen das Ding jetzt durchziehen"

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Der Ausrutscher gegen Arminia Bielefeld ist verdaut. Betont locker übten die Spieler von RB Leipzig am Montagnachmittag. Pass-Spiel, Torabschluss und Verteidigung ließ Co-Trainer Zsolt Löw verinnerlichen. Chefcoach Ralf Rangnick war nicht vor Ort, weilte zum Gegnerstudium in Karlsruhe. "Wir wollen am Sonntag aufsteigen. Der KSC ist aber die Mannschaft, die uns im Hinspiel am meisten abverlangt hat. Sie haben uns das Leben schwer gemacht und wir hatten viel Dusel", erinnert sich Kapitän Dominik Kaiser.

Am Freitag war er noch enttäuscht nach dem 1:1 gegen die Bielefelder im eigenen Stadion. Klar, die Ausgangsposition der Roten Bullen war noch nicht komplett verspielt. Bei einem Sieg der Nürnberger in Braunschweig hätte der Vorsprung gerade noch zwei Punkte betragen.

Fans des Ostfußball kamen da Gedanken an den 1. FC Magdeburg. Die Elbestädter standen 2007 ganz dicht vor dem Sprung in die 2. Bundesliga. Drei Spieltage vor dem Saisonende fehlte nur noch ein Sieg. Die Blau-Weißen schafften es nicht, kassierten im Spiel gegen Bayer Leverkusen II erst in der 89. Minute den Ausgleich. Eine Niederlage und ein weiteres Remis folgten.

Kaiser beschäftigt sich mit Rechenspielen gar nicht erst. Was andere machen ist ihm egal. Den Sonnabendnachmittag verbrachte er mit seiner Familie in der Leipziger Innenstadt. "Ich habe in der 74. Minute das erste Mal in den Liveticker geschaut", so der Kapitän. Da stand es bereits 3:0 für die Eintracht.

Nach dem Schlusspfiff vibrierte sein Smartphone im Sekundentakt: Mitteilungen, Glückwünsche, Schwüre für das KSC-Spiel. "Wir wissen um was es geht. Das Stadion wird voll sein, das ist ein besonderer Anreiz für uns. Wir lassen uns von der Kulisse aber nicht blenden, wollen das Ding jetzt durchziehen und gewinnen."

Spätentschlossene Besucher bekommen am Mittwoch eine neue Chance auf ein Ticket. Vom KSC nicht genutzte Karten gehen noch einmal in den Verkauf und sind ausschließlich im RBL-Onlineticketshop im Angebot. Mehr als 40.000 Zuschauer haben sich schon jetzt einen Platz gesichert. Die Fans rüsten sich für das letzte Heimspiel der Saison. Am Augustplatz soll am Sonntag um 11.30 Uhr ein Fanmarsch zum Stadion starten.

Und was passiert im Fall der Fälle nach dem gelungenen Aufstieg? Dominik Kaiser weiß es nicht. "Sollten wir gewinnen, werden wir bestimmt nicht nach Hause gehen. Nach unserem Aufstieg in die 2. Liga war von einer Party auch nichts bekannt und wir haben den Abend trotzdem gut herumgebracht", stapelt der Kapitän tief.

Wenn es nach Karsten Günther, Geschäftsführer der DHfK-Handballer, geht, kann gar nichts mehr schiefgehen. Der 8.Mai stehe nämlich für Aufstiegsglück. "Genau an diesem Tag haben wir vor einem Jahr mit einem Sieg gegen Hildesheim auch alles klar gemacht", sagt Günther und drückt fest beide Daumen.
Von Matthias Roth

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