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Dominik Kaiser holt sich Wettkampfhärte auf der Judomatte

RB-Kapitän beim JC Leipzig Dominik Kaiser holt sich Wettkampfhärte auf der Judomatte

RB-Leipzig-Kapitän Dominik Kaiser will den Aufstieg. Unbedingt. Die nötige Härte fürs Spiel holte er sich auf der Judomatte des JC Leipzig. Am Mittwoch übte er Hüftwürfe und "Beine Stellen" gemeinsam mit den Judoka des JC Leipzig.

Dominik Kaiser lässt sich beim Judo Dinge zeigen, die der Schiedsrichter beim Fußball nicht sehen möchte.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Leipzig. Ganze neun Tage haben die Leipziger Rasenballer, um sich auf den nächsten Gegner Kaiserslautern am Montag vorzubereiten. Das Team hat die Schlappe gegen Sandhausen am Freitag mittlerweile überwunden. Nun stehen die nächsten Aufgaben an. „Wir wollen Spiele gewinnen“, erklärte Kapitän Dominik Kaiser am Mittwoch im Interview. „Wenn es bei einem Heimspiel klapp, ist das Drumherum schöner“, aber er wolle den Aufstieg. Egal wo.

Da bis zum Auswärtsspiel gegen den 1. FCK noch etwas Zeit blieb, stählte sich Kaiser nicht auf dem Rasen, sondern in der Halle. Immerhin zehn Zuschauer – alle in der ersten Reihe – sahen seinem starken Auftritt zu. Denn Dominik Kaiser löste Mittwochabend ein Versprechen ein und besuchte die Judoka des JC Leipzig zu einer gemeinsamen Trainingseinheit. Der 27-Jährige gewann mit seinem Team das Barfuß-Kick Drei gegen Drei auf der Tatami und stellte sich danach auch bei der ersten Gürtelprüfung sehr passabel an.

Der Zweitliga-Profi erwischte bei der Mannschaftswahl JCL-Kapitän Hannes Conrad und Danny Wallich, dem er für die tollen Reflexe im Tor ein Kompliment zollte. Der Leichtgewichtler wollte sich bei Ralf Rangnick als Keeper bewerben, „aber leider komme ich nicht bis an die Latte“, scherzte der 73-Kilo-Mann. Das Kaiser-Team lag in den 2x10 Minuten fast immer knapp in Führung und siegte letztlich 13:12 gegen Daniel Herbst, Torschützenkönig Philipp Mackeldey und Bundesliga-Manager Stefan Schulze.

„Dome“ hielt sich wegen der Verletzungsgefahr sichtlich zurück, erzielte dennoch zwei Tore und wurde von Danny Wallich als bester Mann auf dem Platz geadelt: „Er hatte jederzeit den Überblick.“

Halbleichtgewicht Kaiser

Anschließend wurden die Fußball-Klamotten gegen Judo-Anzüge getauscht. In der japanischen Kampfsportart würde 69-Kilo-Mann Kaiser ins Halbleichtgewicht eingruppiert – für einen Bundesliga-Kampf müsste er so nur zwei Kilo abspecken. Stefan Schulze ließ den Judo-Anfänger zunächst einen Hüftwurf üben, danach war der Fußwurf dran. „Das ist wie Beinstellen – das kennst du ja vom Fußball“, sagte der JCL-Manager grinsend.

RB-Kapitän Dominik Kaiser löste am Mittwoch eine Wette ein: Bei den Judoka des JC Leipzig ging es für den Fußballer auf die Matte. (Bilder: Christian Modla)

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Letztlich ging es zur Festhalte in den Bodenkampf, wurde das richtige Fallen geübt, ohne Handgelenk oder Ellbogen zu gefährden. Und am Ende bestand Kaiser die weiß-gelbe Gürtelprüfung.

Judo-Kapitän Hannes Conrad hatte den bodenständigen Kicker vor gut einem Jahr auf dem Olympiaball beim Torwandschießen kennengelernt. Seither sind beide befreundet, „Hansi“ war mit seiner Freundin schon bei Kaisers zum Champions-League-Abend. Das Resümee des Fußball-Profis, der bisher im Kampfsport nur Box-Erfahrung hatte: Es habe Spaß gemacht – und die Judoka könnten sehr gut kicken.

Frank Schober/joka
 

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