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Dominik Kaisers Defensiv-Comeback - Höwedes traut RB den Titel zu

Zehnter Saisonsieg Dominik Kaisers Defensiv-Comeback - Höwedes traut RB den Titel zu

Auch der vierte Verletzungsausfall in der Defensive wirft RB Leipzig nicht aus der Erfolgsspur. Der Kapitän springt in die Bresche. Schalkes Nationalspieler Benedikt Höwedes traut dem Aufsteiger den Titelkampf zu.

Sportdirektor Ralf Rangnick freut sich mit Dominik Kaiser über die Abwehrleistung. Daneben: Marcel Halstenberg und Oliver Burke (v.l.).

Quelle: dpa

Leipzig. Als Schiedsrichter Sebastian Dankert am Samstagabend das Duell mit dem FC Schalke 04 abpfiff, stand ein Großteil der 42.558 Zuschauer schon auf seinen Plätzen im Leipziger Stadion und sang „Spitzenreiter, Spitzenreiter“. Trainer Ralph Hasenhüttl rannte wie von der Tarantel gestochen und mit geballten Fäusten auf den Rasen – seine Männer lagen sich in den Armen und feierten ausgiebig den zehnten Sieg im 13. Bundesligaspiel. 
 
Das Leipziger Fußballmärchen geht weiter – auch wenn der Aufsteiger diesmal eine gehörige Portion Glück brauchte, damit die Serie nicht reißt. „Klar waren die Tore in ihrer Entstehung ein bisschen glücklich. Aber so etwas musst du dir auch erarbeiten, das bekommt man nicht geschenkt“, sagte Willi Orban, den Elfmeter nach der Schwalbe von Timo Werner sowie das Eigentor der Schalker vor Augen. Der Innenverteidiger fügte hinzu: „Ich bin stolz auf die Mannschaft. Das wir jetzt so eine Punktausbeute haben, ist Wahnsinn.“ 33 Zähler sind es inzwischen.

Sturm und Drang Phase der ersten Minuten

Dabei kristallisiert sich in den vergangenen Spielen eine neue Qualität der Roten Bullen heraus. War es zu Beginn der Saison noch die zweite Halbzeit, in der der Aufsteiger die Partie an sich riss, sind inzwischen die Startphasen die neue Stärke. Die Partie gegen Schalke war bereits das vierte Spiel in Folge, in dem die Leipziger ein Tor in den ersten fünf Minuten erzielten und damit den Matchplan des Gegners sofort konterkarierten.

„Wir haben beide Tore sehr früh gemacht, das war stark von uns. Wenn man die Zweikämpfe und den Gegner wie er spielt sieht, dann war es vielleicht der härteste Kontrahent“, sagte der schwedische Nationalspieler Emil Forsberg, der an acht der 14 Leipziger Torschüsse beteiligt war und in der Offensive erneut für viel Wirbel sorgte. Gäste Coach Markus Weinzierl meinte: „Die haben uns sehr aggressiv bearbeitet. Deswegen haben wir das Spiel auch verloren.“

Nach der C-Jugend: Kaisers Defensivcomeback

Dass sich beide Mannschaften nichts zu schenken hatten, war auch an den harten Zweikämpfen zu sehen. Sportdirektor Ralf Rangnick monierte im ZDF: „Es war sehr körperbetont, wenn nicht sogar grenzwertig, wie zum Beispiel in der Situation mit Benno Schmitz.“ Der 22-Jährige erlitt beim Zusammenstoß mit Sead Kolasinac eine leichte Schädelprellung und blieb deshalb über Nacht im Krankenhaus. Wie lange er pausieren muss, ist noch unklar.

Dominik Kaiser sprang für ihn ab der 23. Minute in die Bresche. „Wir haben keinen mehr in der Abwehr. Benno ist jetzt der Vierte Ausfall in der Saison. Deshalb war Kaiser mehr oder weniger die einzige Alternative. Obwohl er die Position noch nie gespielt hat“, sagte Coach Hasenhüttl. Stimmt nicht ganz, denn Kaiser erinnerte sich, er sei dort das letzte Mal in der C-Jugend aufgelaufen.

Mit schnellen Toren jeweils kurz nach Beginn der beiden Halbzeiten setzte RB Leipzig am Samstag die Gäste von Schalke 04 unter Druck. Die Königsblauen wehrten sich tapfer, hatten die blitzschnellen Bullen aber nicht zu jedem Zeitpunkt im Griff. (Bilder: dpa)

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Der Kapitän, der seit inzwischen fünf Spielen nicht mehr in der Startelf stand, freute sich über seine Einsatzzeit: „Sicher war ich in den letzten Jahren bei RB deutlich offensiver aufgestellt und gegen so eine Mannschaft ist das auch nicht so einfach. Aber sich in dieses Team wieder zu integrieren, oder als Einwechselspieler auf eine neue Position zu kommen, ist gerade recht einfach. Weil das Gerüst passt und wir sehr gut funktionieren.“ Auch der Trainer lobte Kaiser: „Wie er die Position heute gespielt hat, bis auf die Kopfbälle, bei denen ein paar Zentimeter fehlen, war sehr ordentlich. Aber das ich mich auf meinen Kapitän verlassen kann, weiß ich.“

Höwedes sieht Leipzig als Meisterschaftsaspiranten

Die große Aufregung um den Elfmeter zu Beginn konnte Rangnick nicht so ganz verstehen, denn er meinte:  „Wir waren über die gesamte Spielzeit gesehen die klar bessere Mannschaft.“ Das musste sich auch Schalkes Kapitän Benedikt Höwedes eingestehen: „Wir hatten Probleme, die Männer zuzuordnen und waren oftmals mit den Gedanken langsamer als der Gegner. Leipzig steht zu Recht oben. Ich schätze Bayern noch einen Tacken stärker ein. RB wird bis zum Schluss mit dort oben stehen. Die Mannschaft wirkt sehr gefestigt. Ich halte es nicht für unmöglich, dass sie auch Meister werden können.“

Anne Grimm

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