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„Echte Fußball-Typen“: RB Leipzig präsentiert seine Neuzugänge

Bernardo, Burke und Papadopoulos „Echte Fußball-Typen“: RB Leipzig präsentiert seine Neuzugänge

Während die Fans von RB Leipzig schon die Stunden bis zum ersten Bundesliga-Heimspiel der Club-Geschichte zählen, wurde am Mittwoch noch schnell das neue Personal präsentiert.

Bernardo Fernandes da Silva Junior, Oliver Burke und Kyriakos Papadopoulos (v.l.n.r.)
 

Quelle: dpa-Zentralbild

Leipzig. Fröhliches Get-Together bei RB Leipzig: Die Roten Bullen grasen jetzt nicht nur in der Bundesliga, durch das Vereinsheim weht auch noch internationaleres Flair – dank dreier „echter Fußball-Typen“ (Zitat Ralf Rangnick), die noch kurz vor Transferschluss verpflichtet wurden. Zur Vorstellung des Trios am Mittwochnachmittag war die Amtssprache passenderweise Englisch. Mancher der mindestens 50 Journalisten probierte es zudem auf Portugiesisch, Sportdirektor Ralf Rangnick blieb trotzdem beim Schwäbisch. LVZ.de fasst die wichtigsten multilingualen Informationen zusammen.

Neuzugang Bernardo: Der Balleroberer

Ralf Rangnick nannte den 21-Jährigen aus São Paulo am Mittwoch einen überaus „außergewöhnlichen Brasilianer“, der vielseitig zwischen linker Abwehrseite, Innenverteidigung und defensivem Mittelfeld einsetzbar sei. „Ich traue ihm sehr, sehr viel zu. Körperlich ist Bernado sicher wie ein Luiz Gustavo, aber er bringt noch eine Menge anderer Fähigkeiten mit“, so der RB-Sportdirektor in Anspielung auf seine Entdeckung in Sinsheimer Tagen. Bernado, der parallel in Leipzig Journalistik studieren will, sei ein echter Ballerorberer, der laufstark mit dem Leder umzugehen wisse, schwärmt Rangnick. Der 21-Jährige zeigte sich am Mittwoch begeistern von der Messestadt, lobte die Natur in der City und kündigte an, sich hier als Fußballer weiterentwickeln zu wollen.

Neuzugang Oliver Burke: Das Naturereignis

In Kirkcaldy geboren, ist der 19-Jährige nicht nur ein echter Schotte, sondern laut Ralf Rangnick auch ein echtes „Naturereignis“. Der Sportdirektor berichtete von 39-Kilo-Hanteln, an denen andere Mitarbeiter des Vereins regelmäßig verzweifelten, an denen Burke beim Heben aber noch scherze. „Uns war schnell klar, dass es sich bei Oliver um einen besonderen Spieler mit außergewöhnlicher Hardware handelt, der außergewöhnlich gut zu RB Leipzig passt“. Burke selbst, der bisher bei Nottingham Forrest unter Vertrag stand, berichtete von Angeboten aus der Premier League, aber auch von Leipziger Bedingungen, die ihm die schwere Entscheidung gen Kontinent zu wechseln erleichtert hätten. „This is my kind of Football“ – passt also wie die Faust aufs Auge. Für RB Leipzig ist der quasi-Nachfolger von Kevin Kegan und Alan McInally ein Rohdiamant, der noch zu mehr taktischem Geschick geschliffen werden muss.

Neuzugang Kyriakos Papadopoulos: Der Krieger

Kyriakos Papadopoulos, 24 Jahre jung und Grieche, ist bekanntlich eine echte Kante mit reichhaltigem Erfahrungsschatz aus Bundesliga (90 Einsätze), Champions League (20) und Europa League (17). Weil sein bisheriger Arbeitgeber Bayer Leverkusen in der Innenverteidigung aber offenbar Überangebot hat, konnte Rangnick seine Kurzbekanntschaft aus Schalker Tagen zuletzt ohne große Widerstände an die Pleiße lotsen. Bei RB Leipzig soll der multilinguale Verteidiger nun „Krieger auf dem Platz“ und „Kommunikator im Team“ gleichzeitig sein, sagt Rangnick. „Papa bringt Dinge mit, die uns sehr gut tun werden. Er hat große Leidenschaft und Körperlichkeit“, lobte sein Chef. Bei der Pressekonferenz am Mittwoch freute sich 24-Jährige zumindest schon mal: „Hier ist mehr los als in Leverkusen“.

Disput mit Salzburger Fanszene: Viel Lärm um nichts

Linksfuß Bernado kickte vorher nicht nur in der brasilianischen Fußball-Konzernzentrale, sondern auch in Salzburg. Sein Weggang hat bei den Fans in der Mozart-Stadt mittlere Depressionen ausgelöst. Die Salzburger Anhänger fühlen sich neuerdings zur Leipziger Filiale degradiert. Rangnick konterte am Mittwoch: „Salzburg soll weiterhin die Meisterschaft und den Pokal gewinnen, hat das in den vergangenen drei Jahren auch bravourös geschafft. Wer sonst soll denn die österreichische Sporthauptstadt sein, als Red Bull Salzburg?“ Die RBL-Schwester hatte in den vergangenen Jahren übrigens Transfererlöse in Höhe von 81 Millionen Euro erzielt, 28 Millionen Euro kamen aus Leipzig, so der 58-Jährige weiter. Bernado indes sagt in Richtung seiner Kritiker: „Man muss die Entscheidung der Spieler, für ihre Karriere, einfach auch mal respektieren“.

Die Borussen kommen: Sollen die doch kommen

Ja, am Samstag kommt nicht irgendwer, sondern einer der größten Clubs der Fußballwelt nach Leipzig – empfindet Bernado und weiß auch: „Die haben die fanatischsten Fans der Welt“. Beindrucken lassen will sich am Samstagabend in der Red Bull Arena dennoch keiner. Ralf Rangnick freut sich über die bisher kaum gekannte Außenseiterrolle, in der immer etwas möglich sei. Für Oliver Burke gibt es offenbar ohnehin keinen Druck: „I’m very ready, I’m very fast“ (Ich bin mehr als bereit und sehr schnell). Und Papadopoulos kennt sowieso nur eine Richtung: „Mich interessiert nicht, was Dortmund macht. Wir spielen in unserem Stadion vor unseren Zuschauern. Wir hoffen, wir werden gewinnen.“

Von Matthias Puppe

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