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Elfmeter oder nicht? – RB Leipzig und Heidenheim diskutieren leidenschaftlich

2. Bundesliga Elfmeter oder nicht? – RB Leipzig und Heidenheim diskutieren leidenschaftlich

War es nun ein Strafstoß? Klar ist: Sebastian Heidinger klärte am Strafraum und Yussuf Poulsen stürzte. Über diese Situation beim Spiel von Heidenheim gegen RB Leipzig wurde engagiert gestritten.

Diese Szene aus der 89. Minute sorgte noch für Diskussionen. Heidenheims Sebastian Heidinger klärte  gegen Yussuf Poulsen. Der Stürmer von RB Leipzig  fiel im Strafraum und Schiedsrichter Guido Winkmann pfiff Elfmeter. Kurz darauf nahm der Unparteiische seine Entscheidung nach einem Hinweis seines Assistenten zurück und ließ mit Schiedsrichterball weiterspielen.

„Er trifft den Ball und meinen Fuß. Ich wusste erst  gar nicht was los war, lag im Strafraum und habe nur den Pfiff gehört“, sagte Poulsen. Der Däne gibt aber zu: Es sei nicht der größte Elfmeter gewesen. Die Situation sei zumindest chaotisch gewesen.

Sein Trainer Ralf Rangnick wird da deutlicher. „Wenn es einer überhaupt nicht beurteilen konnte, dann war es der Linienrichter“, so der Coach. Vor ihm hätten zwei Spieler gestanden und er habe gar nichts sehen können. Verteidiger Marcel Halstenberg stand bei der Aktion fünf Meter entfernt. „Es sah aus wie Elfmeter“, sagte er.

Naturgemäß sehen die Heidenheimer die Angelegenheit völlig anders. „Ich war verwundert, dass der Schiedsrichter überhaupt Elfmeter gepfiffen hat. Der Linienrichter hat das gut gesehen“, findet Marc Schnatterer. Und Trainer Frank Schmidt legt sich fest: „Das war klar kein Strafstoß.“

Bei aller hitziger Diskussion um diesen Angriff, es war nur eine Aktion im Spiel. Zuvor haben die Rasenballer viel richtig gemacht, nur das Manko aus den Vorwochen blieb: RB schießt zu wenige Tore. „Ich bin zutiefst enttäuscht, wenn man ein Spiel 75 Minuten so was von dominiert“, kommentierte Rangnick das 1:1-Unentschieden.

Ausgerechnet Frahn: Über Jahre war er der Fußballheld von RB Leipzig – nun trifft er gegen seinen Ex-Verein. Am Freitagabend (18.09.2015) erzielte er den Ausgleich für den 1. FC Heidenheim beim 1:1-Unentschieden gegen die Roten Bullen. Fotos: dpa

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Leipzig ließ den Ball laufen und erarbeitete sich vor allem in der ersten Halbzeit eine Reihe von Möglichkeiten. Das erkennt auch der Gegner an. „Man hat gesehen was Leipzig für eine unmenschliche Qualität besitzt, wie die die Bälle kombinieren war schon Wahnsinn. RB war eine Klasse besser als zuletzt  Kaiserslautern“, so Heidenheims Robert Leipertz.

Diskussion auch um ersten Elfmeter

Ausgerechnet ein Strafstoß für Heidenheim nahm den Gästen den Lohn für ihr engagiertes Spiel. Und auch diese Szene sorgte zumindest bei einer Aktion vor dem Pfiff für Gesprächsbedarf. „Da kann man vielleicht auch Foul gegen Ilsanker geben“, sagt Rangnick. Schiedsrichter Winkmann sah das anders und ließ weiterspielen. Über den Elfmeter gab es dann keine Diskussion. Willy Orban legte Leipertz ganz klar. „Willi darf in dieser Situation niemals grätschen“, so Rangnick. Und Heidenheims Trainer Frank Schmidt brachte sogar eine mögliche rote Karte ins Gespräch. „Da kann man schon einmal darüber nachdenken, ob Orban nicht letzter Mann war“, erklärte er.

Es folgte eine Szene wie aus dem Drehbuch. Stammschütze Schnatter blickte kurz zu Daniel Frahn, dem Heidenheimer Neuzugang aus Leipzig, und nickte ihm zu. Der einstige Fanliebling beim RB-Anhang schnappte sich den Ball und verwandelte platziert. Torhüter Fabio Coltorti war zwar noch mit der Hand an der Kugel, konnte den Ausgleich aber nicht mehr verhindern. „Hut ab vor Schnatti, das zeigt was wir für eine geschlossene Mannschaft sind“, erklärte Frahn.

Ralf Rangnick bat seine Mannschaft am Sonnabendmorgen zum Auslaufen an den Cottaweg. Bereits am kommenden Donnerstag erwartet Leipzig den SC Freiburg zum Spitzenspiel im eigenen Stadion. „Da wollen wir drei Punkte holen“, so Rangnick. Am Sonntag folgt dann das Oktoberfest-Spiel bei 1860 München.

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