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Emil Forsberg erhält bei RB Leipzig Langzeitvertrag ohne Ausstiegsklausel

Zukunftsplanung Emil Forsberg erhält bei RB Leipzig Langzeitvertrag ohne Ausstiegsklausel

Offensivjuwel Emil Forsberg verlängert seinen Vertrag beim Zweitligisten RB Leipzig bis zum Sommer 2021. Das erklärte Cheftrainer Ralf Rangnick am Mittwoch auf einer Pressekonferenz der Roten Bullen. Der Vertrag werde nicht mit einer Ausstiegsklausel ausgestattet, so Rangnick weiter.

Emil Forsberg hat einen neuen Fünf-Jahres-Vertrag unterzeichnet.

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. Schwedens Nationalstürmer Emil Forsberg und RB Leipzig gehen eine Langzeitbeziehung ein. Der Club bindet das 24-jährige Offensivjuwel  für die kommenden fünf Jahre und verlängerte den 2018 auslaufenden Vertrag bis 2021. „Ich bin sehr glücklich über die Verlängerung. Für mich gab es nicht viel zu überlegen“, sagte der Angreifer.

Erstmals fühlte Sportdirektor Ralf Rangnick im Trainingslager zu Jahresbeginn vor.  „Dort haben wir mit seinen Beratern gesprochen“, so Rangnick. Intensiv verhandelt  wurde in den vergangenen vier Wochen. „In den letzten drei, vier Tagen sind wir dann zu einem Ergebnis gekommen“, so Rangnick. Die Einigung sei ein tolles Zeichen des gegenseitigen Vertrauens.

Vor dem Scheitern hätten die Gespräche nie gestanden, in vielen Punkten seien sich beide Seiten schnell einig gewesen. Knackpunkt war aber das Gehalt. „Emil dachte bei den Zahlen es sind Euro, es waren aber wohl eher schwedische Krone“, berichtete Rangnick nicht ganz ernst gemeint über die Gespräche zum Thema Geld. Ein Euro ist derzeit etwas mehr als neun Kronen wert. Wie viel die Berater wirklich aufgerufen haben und Forsberg künftig verdient, nannte Rangnick nicht. Er meinte aber: „Wir haben unser Gehaltsgefüge mit Fingerspitzengefühl im Auge behalten.“

Keine Ausstiegsklausel

Der Vertrag gelte für die 1. und die 2. Bundesliga und beinhalte keine Ausstiegsklausel. „Das war auch gerade vor der Europameisterschaft nicht verkehrt“, sagte der Sportdirektor, der glaubt, dass Forsberg ein gutes Turnier spielen wird. Mögliche Begehrlichkeiten europäischer Spitzenklubs dürften damit eingedämmt sein. „Es ist aber auch klar, dass Emil nicht noch zwei Jahre in der 2. Bundesliga bleiben will“, meinte Rangnick.

Zuletzt war Forsberg mit dem FC Liverpool und dem AC Mailand in Verbindung gebracht worden. Der Stürmer wollte das auch am Mittwoch nicht bestätigen und lobte lieber seinen aktuellen Arbeitgeber.  „Ich liebe die Stadt und das Team.“ Und auch Rangnick gibt sich entspannt. „Bis zu mir ist aktuell nichts Heißes vorgedrungen.“

Bleibt die Frage: Über welche Zukunftsperspektiven haben RB, Forsberg und Berater gesprochen? „Emil wird nächstes Jahr Teil einer richtig guten Mannschaft werden“, so Rangnick, der mit einer weiteren Stammkraft auch den bis 2018 befristeten Vertrag schon jetzt verlängern möchte. „Marcel Sabitzer ist ein Kandidat“, sagte der Sportdirektor.

RB scoute zudem Verstärkungen. „Das läuft diskret im Hintergrund“, verriet Rangnick. Viel hänge vom Aufstieg der Mannschaft ab.

Das gelte zudem für den neuen Trainer. Auch wenn Spieler in dieser Frage gern Planungssicherheit haben, Forsberg kennt den Namen des neuen Übungsleiters noch nicht. „Ich habe es ihm nicht gesagt, weil ich es selbst noch nicht weiß“, versicherte Rangnick.

Eine weitere Aussage des 57-Jährigen lässt zumindest Spielraum für Interpretationen zu. Wenn der Aufstieg geschafft sei, solle auch zeitnah der neue Übungsleiter präsentiert werden. Eine mögliche Lesart: RB ist sich mit einem Kandidaten schon einig, der sich aber nur für die 1. Bundesliga binden will. Klarheit könnte im April herrschen. Wenn RB die momentane Schlagzahl beibehält, dann ist das Saisonziel schon vorfristig möglich.

Neben Personalentscheidungen muss RB in dieser Woche auch wieder spielen. Am Freitag heißt der Gegner SC Paderborn. Stefan Ilsanker kämpft sich nach seiner Verletzung wieder zurück in die Mannschaft und könnte schon wieder ein Thema für die Startelf werden. Beim Videostudium haben die Leipziger  festgestellt: Der Rasen in Paderborn ist mindestens so schlecht wie beim FC St. Pauli. Rangnick lässt deshalb am Cottaweg auf Platz drei trainieren. Er ist am meisten abgenutzt. „Wir dürfen den Spielern keine Top-Bedingungen vorgauckeln“, so der Trainer. Die Taktik steht für Paderborn auch fest. „Ein nicht so guter Platz, ist ein Pressing-Platz“, findet Rangnick. Anpfiff ist um 18.30 Uhr.

Matthias Roth

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