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Ende der Langeweile: RB Leipzig empfängt Eintracht Braunschweig

Bullen gegen Löwen Ende der Langeweile: RB Leipzig empfängt Eintracht Braunschweig

Am kommenden Sonntag rollt der Rasenball wieder: Die Roten Bullen empfangen zum ersten Heimspiel des Jahres die Eintracht aus Braunschweig. 23.000 Tickets sind für das Duell schon verkauft.

Anthony Jung beim Hinspiel im August.
 

Quelle: GEPA

Leipzig.  Die Bullen scharren mit den Hufen: Am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) geht die wahrscheinlich ereignisärmste Winterpause der Rasenballsport-Geschichte zu Ende. Spektakuläre Neuzugänge: Fehlanzeige. Andere Verstärkungen: Auch nicht. Verletzungsbedingte Ausfälle von Leistungsträgern: Nö. Trainerentlassung: Sowieso ausgeschlossen. Einziger Aufreger seit dem letzten Abpfiff gegen Greuther Fürth Mitte Dezember: Der Rasen im türkischen Trainingslager war ein bisschen zu hart. Im Gegensatz zu vorangegangenen Jahren blickt der Tabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga entsprechend tiefenentspannt auf das erste Heimspiel des Jahres.

„Wir hatten eine Super-Vorbereitung, haben einen Super-Kader, stehen auf Platz 1 – da braucht es keine Neuzugänge“, fasste Sturmtank Yussuf Poulsen am Freitag naheliegende Gründe für die aktuelle Ereignis-Ödnis im Bullenstall zusammen. Außer Defensivkraft Marcel Halstenberg, dem seit Mittwoch ein Muskel in der Hüfte zu schaffen macht, seien alle Kollegen absolut topfit. „Wir brennen auf das Spiel, wir freuen uns auf die 23.000 Fans im Stadion“, so der Däne weiter. Mindestens 23.000 werden es sein, um genau zu sein. Denn so viele Tickets konnte RB Leipzig bisher schon für das anstehende Kräftemessen mit der Eintracht aus Braunschweig über die Ladentische reichen. Knapp 1.200 Karten gingen dabei auch nach Niedersachsen.

Löwen ohne Berggreen – dafür mit Abwehrriegel

Die Blau-Gelben aus der Löwenstadt sind nicht nur Traditionsverein, sondern bisher auch gern gesehener Gegner der Roten Bullen. Keine der drei vergangenen Partien gegen Braunschweig ging verloren. Beim umkämpften Saison-Hinspiel im August gewann das Rangnick-Team im Eintracht-Stadion mit 2:0, Davie Selke traf per Kopf und Emil Forsberg nach Konter. Trotzdem ist der Respekt vor dem Tabellen-Achten groß: „Wir wissen aus der Vergangenheit, dass die eine sehr gute Mannschaft haben“, so Poulsen.

Besonders hervorheben bei den Braunschweigern konnte sich zuletzt vor allem Emil Berggreen, der in der Hinrunde sowohl als Vorbereiter als auch bei Abschluss vielfach glänzte. Zum erneuten Duell mit Landsmann Yussuf Poulsen wird Berggreen allerdings fehlen – der 22-Jährige gehört seit ein paar Tagen zum Kader von Bundesligist Mainz 05. „Ich freue mich persönlich für Ihn, dass er sich jetzt in der ersten Liga zeigen kann. Ich freue mich aber auch für uns, weil sein Abgang eine Schwächung der Eintracht ist“, sagte Landsmann Poulsen am Freitag. Als Ersatz konnten die Niedersachsen zumindest einen alten Bekannten wieder ins Eintracht-Stadion lotsen: Publikumsliebling Domi Kumbela (bisher 64 Tore für die Blau-Gelben) brennt auf erneute Erfolgserlebnisse.

RBL-Chefcoach Ralf Rangnick macht sich nach kurzfristiger Genesung unter der Woche (Magen/Darm) ohnehin aber eher Gedanken um die Defensive des Gegners. „Die für uns spannendste Frage ist: Spielen sie mit drei oder mit zwei zentralen Abwehrspielern. Wir rechnen eher mit drei“, so der 57-Jährige am Freitag. Das würde für Poulsen und Co. wenig Raum im Angriff und für die Zuschauer auf den Rängen womöglich ein Geduldspiel bedeuten. Auch deshalb dürfte das betont dynamische Spiel von Yussuf Poulsen am Sonntagnachmittag wohl gesetzt sein: Der Däne schafft Lücken, wo keine sind.

Darüber hinaus ist auch sicher: Anthony Jung soll am Sonntag den angeschlagenen Marcel Halstenberg auf der Außenbahn ersetzen. „Tony hat eine super Vorbereitung absolviert und wird seine Aufgabe gut erledigen“, ist sich Rangnick sicher. Auf anderen Positionen will der Chefcoach noch ein paar Nächte grübeln und die optimale Lösung finden. „Wir sind auf allen Positionen einfach gut besetzt. In jedem Spiel musst Du Leistung abliefern, sonst spielst Du das nächste Mal nicht mehr“, weiß auch Yussuf Poulsen. Bei häufigen Leistungsdefiziten tendieren die Rasenballsportler auch bekanntlich zu gravierenden Entscheidungen. Dann ist sie spätestens wieder vorbei, die ereignisarme Zeit im Bullenstall.

Von Matthias Puppe

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