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Endlich fix: RB Leipzigs Tim Sebastian wechselt zum New Yorker Bruderclub

Transfer Endlich fix: RB Leipzigs Tim Sebastian wechselt zum New Yorker Bruderclub

Die Details sind geklärt. Alles ist (nun endlich) in trockenen Tüchern. RB Leipzigs Tim Sebastian wird künftig für Red Bull New York in der Major League Soccer auflaufen. Der 31-jährige Verteidiger hat zunächst für zwei Jahre in der US-Metropole unterschrieben.

Wird künftig bei Red Bull New York Tore verhindern: Tim Sebastian.

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. Um kurz nach acht bog Tim Sebastian am Donnerstag mit seinem Dienst-VW am RB-Trainingszentrum am Cottaweg ein, wünschte ein freudbetontes neues Jahr und entschwand lächelnd in die Luxus-Anlage. Leistungsdiagnose unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Die Kogge schippert in heimischen Gewässern, hat sich noch nicht übern großen Teich Richtung USA verabschiedet. Das wird er in Kürze tun!

Der 31-jährige Abwehrmann, der seit 2010 ein Roter Bulle ist, wechselt zum US-amerikanischen Schwesternclub Red Bull New York. Nach exklusiven LVZ-Informationen ist der Deal perfekt, sind alle Hürden genommen. Vor allem das Thema Geld wurde einer Klärung zugeführt. Sebastian wird für zwei Jahre ein US-Boy! Yes he can!

Major League Soccer statt zweite Liga. New York statt Leipzig. Hudson River statt Pleiße. Central Park statt Clara-Zetkin-Park. New York Times statt LVZ. „Well“, dachten Sebastians sächsische Fans, „geht schnell“. Ganz so schnell ging es dann doch nicht.

Wo es hakte, verrieten weder Sebastian noch Red-Bull-Fußballchef Oliver Mintzlaff, der auch RB-Präsident, RB-Geschäftsführer und RB-New-York-Entscheider ist.

Die Vorgeschichte. Sebastian war jahrelang RB-Führungsspieler, wird von Coach Ralf Rangnick nur noch unter Ergänzungsspieler (warum eigentlich?) geführt. Folge: Sebastian wollte weg und in der Stadt, die nie schläft, seinen Horizont erweitern. Klar war: In Leipzig würden sie den verdienten Helden der Arbeit ohne Widerworte abgeben, in New York mit Kusshand nehmen.

Sensible Stelle des Ganzen: Geld. Money.

In der Major League Soccer gibt es Gehaltsobergrenzen, werden die Etats der Team gedeckelt (Salary Cap). Das führt bei den New Yorkern dazu, dass die Profis pro Jahr nur 120.000 bis 130.000 Dollar verdienen dürfen. Kann man machen, wenn man jung und ungebunden ist, in einer billigen Bude oder bei den Eltern wohnt.

Familie Sebastian würde in der Weltstadt das Salär des Ernährers für Kost und Logis benötigen. Um mit Frank Sinatra zu sprechen: “130.000 Dollar is nothing in a city that never sleeps“. 130.000 Mäuse reichen in NY nicht.

Bliebe der Ausweg, den die MLS 2007 im Zuge des Transfers von David Beckham zu Los Angeles Galaxy geschaffen hat. Stichwort Designeted Player Rule. Heutige Auslegung der Regel: Den Clubs sind zwei Spieler erlaubt, die mehr als erwähnte Summe verdienen dürfen. Dumm für Sebastian: Diese Plätze sind bei RB New York durch Gonzalo Veron und Bradley Wright-Philipps besetzt. Es ist möglich, eine dritte Ausnahme bei der MLS zu erwirken. Gebühr: Über 200.000 Dollar.

Klar ist: Man ist wie auch immer handelseinig geworden. RB New York startet am 6. März mit einem Heimspiel gegen Toronto FC in die Saison. Sebastian wird noch einige Wochen mit dem RBL üben und dann übersiedeln. Der Mann spricht übrigens besser Englisch als der berühmte fränkische Philosoph Lothar M., der sich einst so in New York vorstellte: „I hope we have a little bit lucky.“

PS I: Der Hamburger SV musste das Frühtraining am Donnerstag im Türkei-Camp wetterbedingt (Platzregen) abbrechen und zurück ins Hotel Belvil Papillon joggen. RB löst den HSV am 16. Januar im Beleker Papillon ab.

PS II: Ajax Amsterdam soll an RB-Jungstar Lukus Klostermann interessiert sein.

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