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Entbehrung und Ellenbogen: RB Leipzig fliegt zum Trainingslager in die Türkei

Zehn Tage Belek Entbehrung und Ellenbogen: RB Leipzig fliegt zum Trainingslager in die Türkei

RB Leipzig ist am Samstag zu seinem Winter-Trainingslager ins türkische Belek aufgebrochen. Zehn Tage der Entsagung, des Heimwehs, der Sehnsucht nach Frau, Freundin, Katze und heimischen Kneipen.

RB-Trainer Ralf Rangnick und sein Team sind am Samstag ins Trainingslager nach Belek gestartet.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Es soll Fußballer geben, die schon auf dem Hinflug einen Lagerkoller verspüren und auch aus Angst um den Stammplatz dem Sitznachbarn den Ellenbogen in die Rippen jagen. Beim heutigen Hinflug sind die Reisegruppen knallhart getrennt. Um kurz nach sieben hebt der Jet Richtung Antalya mit den angedickten Berichterstattern ab. Zwei Stunden nach dem Fußvolk besteigt die 100-köpfige RB-Delegation den nächsten Flieger. Profis, U23, U19. Dazu diverse Trainer, Masseure, Betreuer. Hat was von Völkerwanderung. RB Leipzig schwimmt auf einer Erfolgswelle. Neuerdings gewinnen die jungen Männer auch alle Trainingsspiele.

Der Plan für Sonnabend geht so: Nach 2182 Flugkilometern setzt der Vogel sanft auf dem Airport in Antalya auf. Im RB-Hotel Sueno de Luxe haben die Profis des Hamburger SV just ausgecheckt. Journalisten haben im Sueno nur dann freies Geleit, wenn sie mit dem Hoteldirektor verwandt sind oder einen Interview­termin mit einem Roten Bullen haben. Begrüßt werden die 100 Reisenden im Foyer von einer dreiköpfigen Vorhut. Physio-Gott Alex Sekora, Sternekoch Thomas Linke und Zeugwart-Legende Peter Herget sind vorgeflogen. Im Gepäck: 1,4 Tonnen dies und das. Taktiktafeln, Schwebebalken, Medizin und die gleichnamigen Bälle.

Nachmittags bittet Cheftrainer Ralf Rangnick zum ersten Üben. Mit am Ball bei den Zweitliga-Fußballern sind drei Talente, denen noch kein Bart wächst: Gino Fechner, Vitaly Janelt und Idrissa Touré entstammen der hauseigenen U19.

Die jungen Burschen müssen sich in Acht nehmen. Wenn sie zu gut trainieren und damit einen Platzhirsch gefährden, wirft der sein Geweih ab. In Richtung Talente. Auch so ein Ritual im Camp: Die Alten zeigen den Jungen ihre Grenzen auf. Panoptikum des Lebens.

Was sonst noch sein wird: Am Mittwoch spielt RB gegen St. Gallen, am nächten Sonntag gegen Thun.

Demnächst mehr in diesem Kino.

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