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Epilog gegen Fürth: Rote Bullen empfangen Kleeblätter

Epilog gegen Fürth: Rote Bullen empfangen Kleeblätter

Für RB Leipzig gibt es in dieser Saison nichts mehr zu gewinnen. Beim letzten Saisonspiel am Sonntag gegen die SpVgg Greuther Fürth wollen Rani Khedira und Co. aber einen positiven Saisonabschluss erzwingen. Die Gäste aus Franken brauchen indes unbedingt einen Dreier um nicht noch abzusteigen.

Ante Rebic (RB Leipzig) und der Fürther Thomas Pledl beim Hinspiel in Franken. (Archivfoto)

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. Die Luft ist raus, das letzte Kapitel aber noch nicht geschafft. Für RB Leipzig und Anhänger steht am kommenden Sonntag im vergeigten Aufstiegskrimi noch der Epilog an. Die Roten Bullen laden zum letzten Saisonspiel am Sonntag (15.30 Uhr) noch einmal alle Fans ins heimische Stadion ein, wollen hier eine durchwachsene Saison mit einem Positiverlebnis beenden. Fest zugesagt haben neben 22.000 Nutzern des Vorverkaufs auch die Kleeblätter aus Fürth. Das Team von Mike Büskens ist allerdings nicht zum Mitfeiern gekommen. Die Grün-Weißen sind immer noch akut abstiegsgefährdet, brauchen unbedingt einen Dreier gegen RBL, um nicht doch noch ins Drittliga-Nirwana zu rutschen.

"Denen könnte mit einem Sieg von uns Fürchterliches passieren“, weiß auch RB-Trainer Achim Beierlorzer. Der 47-Jährige ist im benachbarten Erlangen geboren, hat knapp 200 Spiele im Dress der Fürther absolviert, war zudem später auch U17-Trainer bei der SpVgg Greuther Fürth. Da ist es nur natürlich, dass ein Müh von Herz noch am Kleeblatt klebt: „Ich habe immer noch eine feste Bande nach Fürth, hatte auch Telefonkontakt zum Co-Trainer. Aber klar ist: Da gibt es keine Absprachen“, so Beierlorzer am Freitag. Denn: „Ich weiß sehr wohl, bei welchem Verein ich jetzt bin, wir haben die ganze Woche hart gearbeitet, wollen am Sonntag alles abrufen“, sagte der RB-Coach.

Zumal die Roten Bullen bei ihren Fans nach drei verlorenen Spielen, darunter die bittere 0:4-Heimpleite gegen Sandhausen, auch noch Einiges gut zu machen haben. „Wir haben uns wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Wir wollen das letzte Spiel für unsere Fans auf jeden Fall positiv gestalten“, so Beierlorzer, der zudem von einer Choreographie der Fankurve zu berichten wusste, die für Sonntag geplant sei.

Ins selbe Horn stieß am Freitag auch Rani Khedira. Der 21-Jährige stand nach dreimonatiger Verletzungspause zuletzt beim 1:2 in Ingolstadt endlich wieder auf dem Platz – jubelte über den Führungstreffer, musste dann aber mit ansehen, wie die Schanzer das Spiel noch drehen konnten – symptomatisch für die gesamte Bullen-Saison. Gegen Fürth verspricht auch der Bruder von DFB-Nationalspieler Sami Besserung: „Wir sind es der Liga und uns schuldig, am Sonntag ein gutes Spiel zu machen“. Zudem wollen sich die Roten Bullen auch für die regionale Konkurrenz ins Zeug legen: „Wir wollen dem Ostblock eine Chance geben, in der Liga zu bleiben. Wenn Aue das noch schafft, freut sich der ganze Osten“, sagte Khedira am Freitag.

Sein Chef Achim Beierlorzer hat außer dem neuerdings bis 2019 gebundenen Anthony Jung (Gelbsperre) und Tim Sebastian (Wadenprobleme) zumindest alle Optionen und wird am Sonntag wahrscheinlich auch einigen Bankdrückern der letzen Wochen eine (letzte) Chance auf dem Platz geben. Sein Gegenüber, Schalker Legende und Inbegriff eines Rasenkämpfers, weiß um die Qualität auch in den hinteren Leipziger Reihen. „Wir müs­sen alles, aber auch alles, abrufen, was uns letzte Woche in die Lage versetzt hat, einen Dreier gegen Darmstadt zu holen“, betont der Kleeblatt-Coach in den Fürther Nachrichten.

Matthias Puppe

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