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Extra Motivation von Rangnick: Bleibt RB Leipzig montags unschlagbar?

Jubiläum in Karlsruhe Extra Motivation von Rangnick: Bleibt RB Leipzig montags unschlagbar?

Jubiläum: Das 50. Zweitligaspiel seiner jungen Vereinsgeschichte bestreitet RB Leipzig am Montag unter Flutlicht beim KSC. In der Vorbereitung griff Coach Rangnick zu finanziellen Motivations-Methoden.

RB-Trainer Rangnick lässt beim Training von Zeit zu Zeit um Geld spielen. (Archivfoto)

Quelle: dpa

Leipzig. Ohne Moos nichts los: So sieht es auch RB-Trainer Ralf Rangnick. „Ich finde es immer gut, wenn es um etwas geht“, sagt der 57-Jährige. Deshalb rief er in dieser Woche beim Training einen Wettbewerb zwischen drei Teams aus, in dem um Geld gespielt wurde. „Beim Torschusstraining ging es zum Beispiel um zwei Euro pro Treffer“, erklärte Rangnick. Die Kapitäne der Teams bekamen sogar Bonuszahlungen. „Wir machen solche Spielchen mit Geld ab und an mal, das steigert den Fokus“, erklärt der Coach seine außergewöhnliche Methode. Bei Verteidiger Willi Orban funktioniert das Lockmittel: „Wenn es um ein paar Euro geht, ist die Motivation noch höher.“

Für die letzte Auswärtspartie der Hinrunde am Montag (20.15 Uhr) gegen den Tabellenelften Karlsruher SC bedarf es bei Orban allerdings keines extra Ansporns: „Unter Flutlicht herrscht immer eine spezielle Atmosphäre. Die Vorfreude ist groß“, sagte der 23-Jährige, der gegen den KSC noch nie ein Spiel verloren hat. Auch das Leipziger Team kann derzeit mehrere beeindruckende Statistiken vorweisen: Auf fremden Plätzen ist RB in dieser Saison in neun Partien noch ungeschlagen. „Die Auswärtsbilanz ist schon ungewöhnlich“, findet auch Rangnick. Zudem kassierten die Bullen bei den saisonübergreifend acht Montagsspielen in der zweiten Liga noch nie eine Niederlage, spielten davon aber auch siebenmal Unentschieden.

Orban hat spezielle Erinnerungen an Karlsruhe. Mit dem 1. FC Kaiserlautern musste der Verteidiger samt Mannschaftsbus lange auf einem Supermark-Parkplatz ausharren, um – ohne Schwierigkeiten mit den gegnerischen Fans zu bekommen – ins Stadion zu gelangen. Zudem erzielte Orban gegen den KSC sein allererstes Tor auf dem Betzenberg. Doch zurück in die Gegenwart: „Wir dürfen unabhängig vom Gegner kein Prozent nachlassen. Dann bin ich optimistisch, dass wir bis zur Winterpause auf einem Aufstiegsplatz bleiben können“, sagt der 23-Jährige.

Den aktuellen Tabellenrang zwei und den damit verbundenen Aufstiegsplatz haben die Leipziger ihrer guten Defensive um Orban zu verdanken. „Wir haben inzwischen eine sehr gute Balance herein bekommen, weil das ganze Team mit verteidigt“, erklärt der Innenverteidiger und ergänzt: „Wenn doch mal ein Ball durchkommt, haben wir immer noch unsere Maschine Coltorti im Tor.“ Auch Rangnick sagt: „Wir haben uns jetzt in der Abwehr gefunden, wobei vor allem wichtig ist, dass Marvin Compper sich langsam seiner Form nähert, die er damals in Hoffenheim hatte. Auch die anderen aus der Abwehrreihe entwickeln sich sehr gut, wir sind jetzt stabiler.“

Der RB-Coach kann gegen den KSC, abgesehen vom langzeitverletzten Terrence Boyd, auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Auch Massimo Bruno, der sich vergangenen Sonntag in der Partie mit der U23 gegen den BFC Dynamo das Nasenbein angebrochen hat und mit einer Spezialmaske trainiert, sei einsatzbereit. Seit dieser Saison ist es laut Rangnick für nicht nominierte Spieler Pflicht, die Partie in der Regionalliga bei der zweiten Mannschaft zu absolvieren. „Durch den Aufstieg und die höhere Attraktivität der Gegner halte ich das für die beste Lösung, um Spielpraxis zu sammeln“, so der 57-Jährige. 

Anne Grimm

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