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FC Liverpool und Emil Forsberg: RB Leipzig wiegelt ab

Transfergerangel FC Liverpool und Emil Forsberg: RB Leipzig wiegelt ab

Geht er oder bleibt er? Der FC Liverpool will RB-Stürmer Emil Forsberg holen. RB-Sportkoordinator Frank Aehlig: "Bei uns hat sich niemand gemeldet."

Emil Forsberg (rechts) im Duell mit St. Paulis Philipp Ziereis.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Die steinreiche englische Premier League wildert vermehrt in deutschen Landen, hat auch den Freude stiftenden Kader von RB Leipzig im Visier. Vor einigen Monaten lehnte RB eine Offerte für Dänenpfeil Yussuf Poulsen ab. Die angebotene Ablöse lag deutlich über zehn Millionen Euro, der Name des werbenden Clubs blieb geheim.

In einem anderen Fall sind Ross und Reiter bekannt. Der legendäre FC Liverpool macht Jagd auf Poulsens Kollege Emil Forsberg! Liverpool ist für Fußballer, Trainer und Fans eine Verheißung. Anfield Road, Kenny Dalglish, Ian Rush, Michael Owen, Steven Gerrard und neuerdings Jürgen Klopp: Der 17-fache englische Meister ist und atmet Fußball.

Im Schwedischen Fußballportal Fotbollskanalen hat der Manager von Emil Forsberg, Ex-Profi Hasan Cetinkaya (38), das Liverpooler Interesse bestätigt und Gespräche mit RB Leipzig angekündigt. „Bei uns hat sich niemand gemeldet“, sagte RB-Sportkoordinator Frank Aehlig am Freitag. Die Annäherungsversuche anderer Club „gehören zum Geschäft“ – und könnten im vorliegenden Fall durchaus auch als Bestätigung der eigenen Arbeit gesehen werden. „Wir wollen junge, entwicklungsfähige Spieler. Dass die dann bei entsprechenden Leistungen das Interesse anderer Clubs hervorrufen, ist normal.“

Forsberg (17 Spiele, 5 Tore, 4 Vorlagen) hat in einem Interview vom FC Liverpool als Traumverein geschwärmt. Man darf davon ausgehen, dass der 24-jährige Offensivmann liebend gerne schon in der Winter-Transferperiode in Jürgen Klopps starke Arme sinken würde. Aehlig kurz angebunden: „Emil hat Vertrag bis 2018.“

Auch Trainer Ralf Rangnick lässt keine Luft an die Personalie Forsberg. Wissend, dass er den Schweden im Aufstiegsrennen braucht. Eine Ablöse-Schmerzgrenze wird es in der aktuellen Transferperiode nicht geben. Rangnick weiß: Wenn ich Emil Forsberg jetzt für 25 Millionen Euro verkaufe und im Sommer doch nicht aufsteige, kommt Didi Mateschitz mit einem nassen Handtuch und Killerblick um die Ecke.

Wir halten fest: Forsberg bleibt bei RB. Jedenfalls bis Sommer.

Übrigens hat anfänglich wenig darauf hingedeutet, dass der junge Mann zur Bückware wird. Als Forsberg im Januar 2015 Malmö FF verließ und ein Rasenballer wurde, fragte man sich: Emil wer? Der Schwede war nur Insidern wie eben Rangnick ein Begriff. Der RB-Macher legte 3,5 Millionen Euro auf den Tisch des Hauses und stattete den Offensivspieler mit einem Vertrag bis 2018 aus. Ohne eine Ausstiegsklausel. Die Ablöse erschien üppig und war üppig. An Ralf Rangnick perlte die Kritik ab wie Wasser von der Ente, beim Sportdirektor lief der Transfer unter „Investition in die Zukunft“. Nach einem doch recht zähen ersten Halbjahr und null Toren rechneten wenige mit einer Wende zum Guten. Rangnick allerdings gehörte zum kleinen Kreis, sagte vorm Saisonstart: „Emil kommt.“

Er kommt gewaltig, avanciert zum besten RB-Spieler und Shootingstar der zweiten Liga, holt sich neben König Zlatan Ibrahimovic einen Stammplatz in der schwedischen Nationalmannschaft. Erfolg macht sexy.

Guido Schäfer

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