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Fans starten bundesweite Kampagne gegen RB – über 1000 Leipziger fahren nach München

Fans starten bundesweite Kampagne gegen RB – über 1000 Leipziger fahren nach München

Der Gegenwind für RB Leipzig weht rauer: Bisher waren es vereinzelte Proteste, nun schließen sich die Fanclubs verschiedener Bundesliga-Vereine zu einer deutschlandweiten Kampagne gegen die Roten Bullen zusammen.

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In Kaiserslautern hielten Fans zum ersten Spieltag Banner gegen RB Leipzig in die Höhe.

Leipzig. Die eigene Anhängerschaft wächst trotzdem stetig: Zum Auswärtsspiel am Sonntag fahren mehr als 1000 Fans mit zum TSV 1860 München.

Boykott der RB-Heimspiele, Schlachtenrufe und provokative Schilder im Block – so sahen die Proteste von einzelnen Fanclubs der Vereine bisher aus. Seit vergangenem Wochenende gibt es einen bundesweiten Zusammenschluss von Anhängern der Zweitliga-Clubs unter dem Motto „Nein zu RB – Für euch nur Marketing – Für uns Lebenssinn!“. Auf dem Logo der Kampagne, die sich unter anderem auf einer eigenen Homepage präsentiert, zerdrückt ein fliegender Fußball eine Dose.

In fünf verschiedenen Stadien starteten die Unterstützer zum ersten Zweitliga-Spieltag mit Spruchbändern ihren gemeinsamen Protest. „Wir wollen die Leute dafür sensibilisieren, dass sich ein Unternehmen den Fußball nur ausgesucht hat, um ihn als Werbeplattform zu nutzen“, sagt Mitbegründer Felix Schmidt. Laut den Initiatoren sollen in dieser Saison weitere Maßnahmen folgen, die auch auf einem gewissen Niveau und vor allem friedlich ablaufen.

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Das Logo der bundesweiten Kampagne gegen RB Leipzig.

Quelle:

Die Kampagne „Nein zu RB“ fordert außerdem ein Financial Fairplay im Fußball und unterstützt die Aussagen von Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge vom Dienstag. Laut Homepage gehören Fanclubs aus Aalen, Aue, Braunschweig, Darmstadt, Heidenheim, Ingolstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, Sandhausen und München zu den Unterstützern – mehr als die Hälfte aller Zweitligisten. „Außerdem wollen wir die Fanclubs der Erst- und Drittligisten mit ins Boot holen“, sagt Schmidt.

Der 28-jährige Mitbegründer könne nachvollziehen, dass in Leipzig viele nach Profifußball lechzen, einfach nur friedlichen Sport erleben wollen und deshalb andere Vereine meiden. „Diese Fakten ändern allerdings nichts daran, dass Red Bull die Stadt Leipzig für sich ausnutzt“, sagt er. Schmidt und die Mitbegründer wollen mit der Kampagne erreichen, „dass die Leute genauer hinschauen und sich Gedanken machen.“

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Die Zahl der RB Leipzig Fans steigt stetig, auch bei Auswärtsfahrten.

Quelle: Volkmar Heinz

Ein immer wiederkehrendes Argument der wachsenden Anhängerschaft von RB Leipzig ist, dass sie einfach nur friedlichen Fußball erleben wollen. Die Zahlen der stetig wachsenden Fan-Szene der Rot-Weißen untermauert das. Zur Teamvorstellung im Juli meldete sich der 16. offizielle Fanclub an.

 

Auch die Resonanz für Auswärtsfahrten wächst: Für die zweite Zweitliga-Partie am Sonntag beim TSV 1860 München sind bereits bis Mittwochnachmittag mehr als 1000 Karten an RB-Fans verkauft worden. Der Verein erwartet insgesamt 1500 eigene Schlachtenbummler in der Allianz Arena.

Anne Grimm

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