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Freiburg mit Respekt: RB ist "Erste-Bundesliga-Mannschaft"

Spitzenspiel in der 2. Bundesliga Freiburg mit Respekt: RB ist "Erste-Bundesliga-Mannschaft"

Die Verfolger patzen: RB Leipzig kann am Montag mit einem Sieg in Freiburg die Teams in Lauerstellung abschütteln. Der Respekt der Breisgauer ist gewaltig.

Freiburgs Trainer Christian Streich.

Quelle: Christian Modla

Freiburg. Seine enorme Spielstärke hat der SC Freiburg nach einem kurzen Durchhänger schon längst wiedergefunden. Zuletzt drei Siege in Serie sprechen für sich. Vor fast jeder Partie in der 2. Fußball-Bundesliga werden die selbstbewussten Badener daher als Favorit gesehen. Doch vor dem Topspiel gegen Ligaprimus RB Leipzig am Montag (20.15 Uhr/Sky und Sport1) ist das anders - da zeigen auch sie deutlichen Respekt. „Die kriegen wenig Tore, haben eine überragende Offensive und eine Super-Defensive“, sagte SC-Trainer Christian Streich. „Das ist eine absolute Erste-Bundesliga-Mannschaft.“

Für Streich ist jedenfalls klar, dass der souveräne Spitzenreiter aus Sachsen in die Bundesliga aufsteigen wird. Seine Vorfreude ist dennoch groß: an einem Montagabend gegen Leipzig, das sei „ein tolles Spiel“. Für die Leipziger wäre ein Sieg beim Tabellenzweiten der vierte Erfolg nacheinander – und im Kampf um die Meisterschaft bei dann neun Punkten Vorsprung wohl die Vorentscheidung. „Sollten wir gewinnen, würde es einen großen Schritt in Richtung Aufstieg für uns bedeuten“, erklärte ihr schwäbischer Trainer Ralf Rangnick. Seine Profis wollen die Chance nutzen. „Wir fahren da nicht hin, um den Abstand zu halten. Wir wollen gewinnen“, sagte der Kapitän Dominik Kaiser.
Im Schwarzwald-Stadion trifft die stärkste Offensive der Liga (Freiburg) auf das beste Auswärtsteam mit der sichersten Defensive (Leipzig). Ein Sieg würde Freiburg zwar bis auf drei Punkte an RB heranbringen, doch der Blick nach unten ist für die Breisgauer derzeit eigentlich wichtiger. Denn vom Relegationsplatz aus wird der 1. FC Nürnberg nach 15 Spielen ohne Niederlage immer gefährlicher: Dank des 2:1 gegen Kaiserslautern am Freitag stehen die Franken nur noch wegen der schlechteren Tordifferenz hinter dem Sportclub.

Die Mannschaften dahinter patzten am Sonntag. Der FC St. Pauli, der VfL Bochum und Eintracht Braunschweig blieben ohne Sieg. Der Kiezklub aus Hamburg verlor 0:2 in Heidenheim. Den Siegtreffer erzielte der ehemalige Bulle Denis Thomalla. Bochum erreichte gegen Bielefeld nur ein 2:2 und Braunschweig gegen Duisburg ein 1:1.

Freiburg muss gegen Leipzig auf Abwehrspieler Marc Torrejón (Außenbandriss im Sprunggelenk) verzichten, hat sich mit dem von Mainz 05 ausgeliehenen Stürmer Florian Niederlechner in der Winterpause aber noch einmal verstärkt. Weil in der Offensive nach Verletzungen auch wieder der Toptorjäger Nils Petersen und Maximilian Philipp dabei sind, dürfte einiges an Arbeit auf die Gäste zukommen.

RB habe kaum Schwächen, meinte Streich, sein eigenes Team sei aber auch gut drauf. „Wir wollen das Spiel so gestalten, dass es eine offene Angelegenheit wird.“ Doch egal, wie es ausgeht: Für Streich steht fest, dass Leipzig nach der zweiten bald auch die erste Liga aufmischen wird. Falls ihnen das Geld nicht ausgehe, werde „in absehbarer Zeit unter den ersten sieben, acht besten Mannschaften im deutschen Fußball ein neuer Faktor hinzukommen“.

Matthias Jung

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