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Frust bei RB Leipzig: "Sind wieder selbst schuld“

Nach 2:2 in München Frust bei RB Leipzig: "Sind wieder selbst schuld“

Hohes Tempo, große Laufbereitschaft, schöne Kombinationen: RB Leipzig investiert jede Menge in sein Spiel, doch die Punkteausbeute bleibt mager. Nach dem 2:2 bei 1860 München sagt Trainer Ralf Rangnick: "Es ist extrem frustrierend. Aber wir sind wieder selbst schuld.“

Frust bei RB Leipzig: Stürmer Marcel Sabitzer steht die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.

Quelle: dpa

Leipzig. Jede Menge Aufwand bei RB Leipzig, aber wenig Ertrag: „Das steht in keiner Relation zueinander. Drückende Überlegenheit bringt uns nichts, wenn wir wieder die Punkte liegen lassen“, bringt Verteidiger Georg Teigl die Situation auf den Punkt. Der Fußball-Zweitligist hatte auch am Sonntag beim 2:2 gegen 1860 München ein Déjà-vu.

„Die letzten drei Spiele überzeugen wir durch eine gute Leistung, belohnen uns nicht und kriegen durch eigene Fehler die Tore. Dann müssen wir statt mit drei Punkten nur mit einem nach Hause gehen“, fasst es Torhüter Fabio Coltorti zusammen. Die bisherige Ausbeute hinkt den Ansprüchen des Aufstiegsaspiranten weiter hinterher. „Es ist ganz klar, dass wir viel zu wenig Zähler haben. Nicht weil wir schlecht spielen, sondern weil wir es nicht geschickt genug anstellen“, meint Leipzigs Torjäger Davie Selke, der in München zum 2:1 traf.

Drittes Remis in der englischen Woche: RB Leipzig tritt bei 1860 München spielstark auf, aber Ende reicht es aber nur für ein 2:2.

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Mit Blick auf Tabellenplatz fünf und den Rückstand von vier Punkten auf den zweiten Aufstiegsrang sagt Trainer Ralf Rangnick: „Wenn wir weiter Unentschieden spielen, reißt der Kontakt irgendwann ab.“ Fünfmal an neun Spieltagen musste sich seine Mannschaft in dieser Saison nun schon mit einem Remis begnügen. Nach den zwei verschenkten Zählern in München erklärte der 57-jährige: „Wir sind enttäuscht und es ist extrem frustrierend. Aber wir sind wieder selbst schuld.“

War in den vorangegangenen zwei Partien, in denen RB jeweils 1:1 spielte, noch die Torausbeute das große Manko, tat sich bei 1860 die nächste Baustelle auf. „Du darfst hier keine zwei Tore kassieren“, kritisierte Rangnick und fügte hinzu: „Wir haben bei beiden Gegentoren unseren Teil dazu beigetragen. Das werden wir auswerten.“

Dabei spielte erneut der junge Innenverteidiger Willi Orban eine tragische Rolle, ließ sich vor dem 1:1 vernaschen. Es ist nicht der erste kapitale Fehler des 22-Jährigen. Bereits beim 1:1 in Heidenheim vor anderthalb Wochen verursachte er einen unnötigen Elfmeter und damit das Gegentor. „Am Ende geht es um das Ergebnis. Man muss ganz klar sagen, dass wir diesmal und in Heidenheim vier Punkte verschenkt haben“, sagte Rangnick und fügte hinzu: „Aber anscheinend gehört das zu der Entwicklung unserer Mannschaft dazu, dass sie sich selbst um die Früchte ihrer Arbeit bringt.“

Dem 2:2 in München ging ein eklatanter Abspielfehler des Österreichers Marcel Sabitzer voraus. Linksverteidiger Anthony Jung sagte auf der Suche nach den Gründen für den verpassten Sieg: „Bei unserem Spiel mit dem Ball haben wir tolle Spielzüge und Kombinationen. Aber hinten fehlt manchmal die Konsequenz.“ Teigl sieht aber auch in der Offensive noch Potenzial nach oben: „Ab und zu fehlt uns gerade auch die Leichtigkeit vor dem Tor und der letzte Pass.“ Nach der englischen Woche haben die Leipziger nun sieben Tage Zeit für Schönheitsreperaturen, bis am Sonntag der punktgleiche 1. FC Nürnberg in die Messestadt kommt.

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