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Gladbach in Leipzig ohne Sieg – RB ist schon zwölf Kilometer mehr gelaufen

Bundesliga am Mittwoch Gladbach in Leipzig ohne Sieg – RB ist schon zwölf Kilometer mehr gelaufen

In der Vergangenheit war für Borussia Mönchengladbach noch kein Sieg in Leipzig drin. Am Mittwoch starten die Fohlen den nächsten Versuch. Beeindruckend: RB Leipzig ist in drei Spielen schon zwölf Kilometer mehr gelaufen.

Bei Gladbach gut aufgelegt: Raffael (links) und Thorgan Hazard.
 

Quelle: dpa

Leipzig.  Zweimal trainieren heißt es für RB Leipzig in dieser Woche, dann ist schon wieder Matchday. Am Mittwoch empfangen die Roten Bullen um 20 Uhr im ausverkauften Stadion (42.558 Zuschauer) mit Borussia Mönchengladbach den nächsten Champions-League-Teilnehmer. Theoretisch ist dann sogar die Tabellenführung möglich. Allerdings müssten sich dann der FC Bayern München und Hertha BSC 0:0 trennen und die Leipziger mit einem 5:0 die nächste Galavorstellung abliefern.

Zumindest ein Duell haben die Bullen gegen die Fohlen am vergangenen Wochenende schon gewonnen: In die Kicker-Elf des Tages schafften es von Leipziger Seite Emil Forsberg, Timo Werner und Willi Orban. Von den Borussen nominierte das Fachorgan die Angreifer Raffael und Thorgan Hazard. 3:2 für den Aufsteiger. Werner und Hazard buhlen zudem bei der Deutschen Fußball Liga noch um den Titel Spieler des Tages.

Hazard in Topform

Die Gladbacher kommen am Mittwoch mit breiter Brust nach Leipzig. Nach dem 4:1 gegen die schwachen Bremer ist das Team vom Niederrhein wieder auf Kurs. Besonders die Offensive holte sich Bestnoten ab. Vor allem der Belgier Hazard, Bruder von Weltstar Eden Hazard, blüht in dieser Spielzeit regelrecht auf. In sieben Pflichtspielen für die Gladbacher hat er schon sechs Tore erzielt. Die Borussen sehen die Topauftritte mit Freude und Sorge zugleich. Mit jedem Treffer wird eine Rückkehr des von Chelsea London ausgeliehenen 23-Jährigen wahrscheinlicher. Die Engländer müssen sich bis zum Jahresende erklären. Hazard allerdings verspürt im Augenblick wenig Lust auf die Premier League. „Ich verschwende keinen einzigen Gedanken an Chelsea, weil ich hier spielen will“, sagte der 1,68-Meter-Mann gerade der Bild-Zeitung.

Trotz großer Namen beim Gegner ist RB keineswegs chancenlos gegen die Borussia. Wie die Gladbacher zu knacken sind, zeigte zuletzt Mitaufsteiger Freiburg mit einem 3:1-Heimsieg. Vor allem die Defensive der Borussen wirkte anfällig. Auffällig sind auch die Laufwerte: Die RB-Spieler sind in den ersten drei Bundesligapartien schon gut zwölf Kilometer mehr gelaufen als die Gladbacher. Anders ausgedrückt: Die Leipziger hatten damit im Vergleich der Athletikdaten einen zusätzlichen Spieler auf dem Paltz.

Dieser Einsatz und das glückliche Händchen von Trainer Ralph Hasenhüttl macht die Leipziger derzeit zum Team der Stunde. Wen der RB-Coach am Mittwoch in seine Startelf beordert, wird am Cottaweg wie ein Staatsgeheimnis gehütet. Die Übungseinheiten am Montag und Dienstag werden hinter verschlossenen Toren ausgetragen. Zumindest Naby Keita könnte es nach seinem mäßigen Auftritt in Hamburg schwer haben.

Zweites Bundesligaspiel in Leipzig

Leipzig war in der Vergangenheit stets ein schwieriges Pflaster für die Borussia. Ein Testspiel gleich nach der Grenzöffnung im Februar 1990 gegen den 1. FC Lok endete im Bruno-Plache-Stadion 0:0. In der Saison 1993/94 trafen die Gladbacher dann in der Bundesliga auf den VfB und kamen beim 1:1 im Zentralstadion erneut nur zu einem Unentschieden.

Das 6:1 im Rückspiel am Bökelberg ging wegen der berühmten Klappstuhlszene in die Geschichte ein. Vor der Ecke zum 2:0 setzte sich Thomas Kastenmeier am Spielfeldrand wegen einer Behandlungspause im Strafraum eine gefühlte Ewigkeit auf den Sitz eines Fotografen. Anschließend schlug er den Ball in den Strafraum und Michael Klinkert erhöhte auf 2:0. Ruhepausen am Spielfeldrand sind für die Profis heute undenkbar.

Klappstuhlszene im Video ab Minute 2:40

 Über die Gepflogenheiten der Leipziger sind die Gäste übrigens bestens informiert. Der ehemalige Lok-Keeper René Müller ist als Scout für Mönchengladbach tätig.

Von Matthias Roth

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