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Gladbach verstärkt Sicherheit bei RB-Spiel – BVB identifiziert 61 Tatverdächtige

Nach Fankrawallen in Dortmund Gladbach verstärkt Sicherheit bei RB-Spiel – BVB identifiziert 61 Tatverdächtige

Mehr als 1000 Gästefans aus Leipzig reisen am Sonntag nach Mönchengladbach. Nach den Vorfällen in Dortmund werden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Der BVB konnte inzwischen 61 Tatverdächtige identifizieren.

Rund um den Borussia-Park werden am Sonntag beim Spiel gegen RB Leipzig die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

Quelle: dpa

Mönchengladbach. Borussia Mönchengladbach sieht sich vor dem Bundesligaspiel gegen RB Leipzig am Sonntag (15.30 Uhr) auf mögliche Fanproteste gut vorbereitet. Nach den schlimmen Vorkommnissen vor zwei Wochen in Dortmund, als es außerhalb des Stadions zu Tätlichkeiten gegen Leipziger Fans kam und im Stadion beleidigende Banner gezeigt wurden, sind die Sicherheitsmaßnahmen rund um den Borussia-Park erhöht worden.

„Die Vorbereitung geht über die eines normalen Bundesligaspiels hinaus“, meinte Borussias Medienchef Markus Aretz. Der Club habe sich nach den Vorfällen in Dortmund beim BVB und in Leipzig erkundigt. In Absprache mit Polizei, Sicherheitskräften und Ordnungsdienst sind alle Beteiligten sensibilisiert. Die Polizei sei mit mehr Beamten im Dienst als normalerweise. Die Partie ist nicht als Hochsicherheitsspiel eingestuft.

Aus Leipzig werden gut 1000 Fans in Mönchengladbach erwartet. Die Borussia rechnet mit Protesten gegen die Gäste. „Ich denke schon, dass auch unsere Fans ihre Meinung über das Modell RB Leipzig zum Ausdruck bringen wollen, aber sie werden das in einer intelligenten, kreativen und vor allem friedlichen Form tun, davon bin ich überzeugt“, sagte Gladbachs Geschäftsführer Stephan Schippers. Man werde niemandem den Mund verbieten. „Aber wir werden sehr genau darauf achten, dass der Anstand gewahrt wird“, betonte Schippers.

Erste Ermittlungserfolge: BVB identifiziert 61 Tatverdächtige

Borussia Dortmund hat nach den skandalösen Vorkommnissen beim Spiel gegen RB unterdessen 61 Tatverdächtigte identifiziert. Wie der Fußball-Bundesligist am Freitag mitteilte, konnten die Personen mit Hilfe hochauflösender Stadionkamera-Bilder ermittelt werden. Damit habe der BVB die erste Phase seiner Ermittlungen abgeschlossen. „Die durch das Videomaterial aufgedeckten Taten beziehungsweise Tatbeiträge weisen unterschiedliche Schweregrade auf und werden nach einer Einzelfallprüfung, die bei jedem Verdächtigen eine Anhörung einschließen wird, konsequent verfolgt“, hieß es in einer Erklärung des Vereins.

Mögliche Strafmaßnahmen sind Stadionverbote, Vereinsausschlussverfahren, Dauerkarten-Kündigungen sowie zivilrechtliche Regress- und Schadensersatzansprüche. „Im Fokus steht eine klare Zuordnung von Taten beziehungsweise Tatbeiträgen zu einzelnen Personen, um nicht unschuldige Zuschauer mit zu bestrafen“, teilte der Bundesliga-Vierte mit. Erwünscht sei „eine sachliche und differenzierte Betrachtungsweise. Eine pauschale Verurteilung der BVB-Fans und auch seiner Ultraszene halten wir für kontraproduktiv und nicht zielführend.“

Mit den Ermittlungen reagierte der Revierclub auf die Vorgänge beim Duell vor zwei Wochen mit Leipzig. BVB-Anhänger hatten RB-Offizielle und den Verein auf zahlreichen Spruchbändern und mit Gesängen massiv beleidigt und diffamiert. Deshalb wurde die Südtribüne des BVB-Stadions vom DFB für das Heimspiel am Samstag gegen den VfL Wolfsburg gesperrt.

Zudem waren Gäste-Fans im Umfeld der Dortmunder Arena mit Gegenständen, unter anderem mit Steinen, beworfen worden. Es hatte zehn Verletzte gegeben. Auf die Vorfälle außerhalb des Stadions haben die DFB-Sportgerichtsbarkeit und der BVB jedoch keinen Zugriff. Hier liegt die alleinige Zuständigkeit bei staatlichen Stellen wie Polizei, Staatsanwaltschaft oder ordentlichen Gerichten. Nach Angaben der Polizei wurden bislang 32 Ermittlungsverfahren eröffnet. Laut BVB könnte sich diese Zahl innerhalb der kommenden Wochen noch auf 40 bis 50 erhöhen.

Von LVZ

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