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Grippewelle im Bullenstall: RB Leipzig vor dem Duell mit 1860 angeschlagen

Ab ins Bett Grippewelle im Bullenstall: RB Leipzig vor dem Duell mit 1860 angeschlagen

In der Messestadt grassiert die Grippewelle und nun sind auch die Hochleistungssportler am Cottaweg davon betroffen. Fünf Kicker von RB Leipzig hüten derzeit das Bett, zudem ist Sturmstar Yussuf Poulsen gesperrt.

Beim Hinspiel im Sommer in München brachte Davie Selke die Roten Bullen zwischenzeitlich in Führung. Am Ende stand es 2:2.
 

Quelle: dpa

Leipzig. Die Roten Bullen liegen krank im Bett! Gleich mehrere Fußballer von Zweitligist RB Leipzig drohen mit Fieber und Erkältung für die nächste Partie auszufallen. „Auch bei uns hat nun die Grippewelle Einzug gehalten“, erklärte Cheftrainer Ralf Rangnick am Freitag vor ebenfalls schniefenden Journalisten. Am schlimmsten habe es Marcel Halstenberg und Namensvetter Sabitzer getroffen. Beide Stammkräfte werden definitiv beim Kräftemessen mit dem TSV 1860 München (Sonntag, 13.30 Uhr) nicht dabei sein. Zudem habe es auch Dominik Kaiser, Stefan Ilsanker und Péter Gulacsi viral erwischt. Hier sollten am Freitag weitere medizinische Tests Klarheit über den Gesundheitszustand bringen, so der Chefcoach.

Gänzlich ungewöhnlich ist der Virenbefall im Bullenstall zumindest nicht. In ganz Leipzig wurden seit Jahresbeginn mehr als 1400 Grippefälle registriert, aktuell muss deshalb in einer Connewitzer Schule sogar der Unterricht ausgesetzt werden. Dass sich die Hochleistungssportler von RB Leipzig bei grippekranken Messestädtern angesteckt haben könnten, ist möglich, aber unwahrscheinlich. „Wir achten schon sehr darauf, dass für unsere Spieler keine Ansteckungsgefahr besteht. Das legt den Verdacht nahe, dass unsere Reise nach Freiburg zumindest mitverantwortlich ist“, sagte Rangnick und erinnerte an das Schneegestöber zuletzt im Schwarzwald-Stadion, bei dem die Rasenballsportler erst sicheren Stand, später alle Punkte und nun offenbar auch eine Reihe Leistungsträger einbüßten.

Allzu lange lamentieren wollte Rangnick am Freitag dennoch nicht, beschäftigt sich stattdessen lieber mit Lösungen. Die bedeutet für Sonntag auch: Rani Khedira ist im defensiven Mittelfeld gesetzt – egal ob Chefstratege Kaiser dabei sein kann oder nicht. Zudem könnte der wiedergenesende Fabio Coltorti ins Tor zurückkehren – so der Trainer seine Fortschritte für ausreichend hält. Ansonsten sei auch der dienstälteste Rasenballsportler Benjamin Bellot immer eine Option. Für Marcel Halstenberg könnte Anthony Jung in die Startelf rücken und im Offensivbetrieb hoffen Davie Selke und Nils Quaschner ohnehin immer auf mehr Einsatzzeiten.

Selke stürmt für Poulsen – Busfahrten verboten

Könnte, hätte – Fahrradkette: Selke kann seine Töppen für Sonntag auf jeden Fall schon in Form bringen, denn neben den Grippekranken muss Ralf Rangnick auch auf Yussuf Poulsen verzichten. Der 21-jährige Däne ist in Hochform, nach seiner fünften gelben Karte zuletzt aber zwangsläufig Zaungast. „Davie weiß, was zu machen ist. Er wird vorne drin sein, soll im Zentrum für Unruhe sorgen“, sagt der Chefcoach. Denkbar wäre auch, so Rangnick, dass Selkes Sturmkollege Quaschner beim Beunruhigen der 1860-Defensive als zweite Spitze behilflich wird.

Trotz der langen Ausfallliste und Unsicherheit im Kaderplan sind die Rasenballsportler am Sonntag natürlich Favorit. Der Gegner von der Isar steckt tief im Abstiegsstrudel. Zehn Punkte aus den vergangenen vier Spielen haben die 60er aber wieder an den Klassenerhalt glauben lassen. „Die kommen mit breiter Brust zu uns, machen ihre Tore vor allem bei Standards und haben einen sehr erfahrenen Trainer“, wusste Rani Khedira am Freitag zu berichten. Sei Chef entgegnet aber auch: „Wir haben fünf Heimspiel gewonnen und dabei guten Fußball gespielt. Sollte kein Schneegestöber am Sonntag auftauchen, trauen wir uns zu, das Spiel zu gewinnen“, sagte Rangnick.

Wichtig wäre natürlich auch, dass die Grippewelle nicht noch stärker über das Trainingszentrum am Cottaweg schwappt. Die Roten Bullen haben zur Vorbeugung weitere restriktive Vorsichtsmaßnahmen angeordnet. Laut Ralf Rangnick ist Handkontakt als RB-Mirarbeiter derzeit verboten, sollen in der Sauna nicht mehr als drei Spieler gleichzeitig schwitzen, sollte vom Aufenthalt in geschlossenen Räumen mit vielen Menschen abgesehen werden und das Fahren mit Linienbus bis auf weiteres unterbleiben.

Von Matthias Puppe

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