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Hasenhüttl: Vorbereitung auf Freiburg mit Standards und Weihnachtsmarkt

RB Leipzig beim SC Freiburg Hasenhüttl: Vorbereitung auf Freiburg mit Standards und Weihnachtsmarkt

RB Leipzig geht am Freitag erstmals als Tabellenführer in eine Bundesligapartie. Mit Freiburg wartet nicht gerade der Lieblingsgegner auf die Roten Bullen – gegen die Breisgauer gelang noch kein Sieg. Das soll sich, ohne Schneegestöber, diesmal ändern.

Marvin Compper (l./ RB Leipzig) kämpft im Schneefall von Freiburg im März mit Florian Niederlechner um den Ball. Der Leipziger kann ob eines Kapselschadens diesmal allerdings nicht mit ins Breisgau fahren.

Quelle: dpa

Leipzig. Die Töne der Konkurrenz werden rauer – die Verantwortlichen aus München und Dortmund ätzten in den vergangenen Tagen mehrfach gegen den neuen Tabellenführer aus Leipzig. „Durch unsere sportliche Leistung haben wir in ein Wespennest gestochen. Dass es jetzt summt, ist auch normal“, sagte Trainer Ralph Hasenhüttl am Mittwoch gelassen. Dabei ist die Situation für den 49-Jährigen keine alltägliche. Elf Spiele ohne Niederlage – das hat er in seiner Karriere bisher weder als Coach noch als Spieler erlebt, geschweige denn das Fußballoberhaus angeführt.

Neu ist für ihn auch das Duell mit dem SC Freiburg. Von der Schneeschlacht und der 1:2-Niederlage der Leipziger im März hat er allerdings schon viel gehört und die Partie im Fernsehen verfolgt. „Ich werde aber keine Szene von damals hernehmen, um die Jungs heiß zu machen“, sagte der Coach. Bei der Wettervorhersage wurde Hasenhüttl aber mulmig, als eine Journalistin berichtete, für Freitag sei im Süden Deutschlands viel Regen angekündigt. Denn ähnlich verhielt es sich im März, als sich die Nässe am Abend in Schnee verwandelte und das Spiel zu einer einzigen Rutschpartie machte. Bei erneutem Schneefall kündigte der RB-Trainer an, gar nicht erst aus dem Bus zu steigen. „Dafür haben wir keinen Matchplan“, meinte er mit einem Schmunzeln.
 
Doch nicht nur vom Wetter, auch vom Spielverlauf wünscht sich der Coach keine Wiederholung der letzten Vorstellung unter Flutlicht im Schwarzwald-Stadion. „Es wäre hilfreich, es besser zu machen, als letztes Jahr. Aber Freiburg muss es auch erstmal wieder so gut machen“, sagte Hasenhüttl und gestand, ein Fan von Trainer Christian Streich zu sein: „Weil er aus seinen Möglichkeiten, das Optimale rausholt.“
 
Laufstärke, Mentalität, Automatismen

Obwohl der SC Freiburg ganz andere Voraussetzungen als der Mitaufsteiger aus Leipzig besitzt, haben beide Mannschaften einige Gemeinsamkeiten. Beim Stammpersonal der Teams hat sich nach dem Aufstieg im Sommer wenig verändert. Leipzig spielte zuletzt mit neun, der SC sogar mit zehn Fußballern aus der vergangenen Saison in der Startaufstellung. „Beide Teams verfügen deshalb über viele Automatismen. Außerdem hat auch Freiburg eine enorme Laufstärke und schon vier von fünf Spielen zu Hause gewonnen“, erklärte Hasenhüttl.
 
Ein weiterer Faktor, der nicht nur seine Fußballer auszeichnet: „Das ist ein Gegner mit super Mentalität“, sagte der RB-Coach über den derzeitigen Tabellenzehnten. Ähnlich sieht das Freiburgs Mike Frantz vor dem Aufsteigerduell: „Natürlich wollen wir gerne die ersten sein, die Leipzig in dieser Saison schlagen. Vergangene Saison haben wir das zu Hause geschafft. Wir haben in diesem Spiel einfach den größeren Siegeswillen gezeigt. Das wird auch am Freitag die entscheidende Rolle spielen.“
 
Unterschied: Defensive

Der Vorteil der Roten Bullen gegenüber dem SC ist allerdings die Abwehrstärke. Während Leipzig in elf Spielen gerade einmal neun Gegentore kassierte, fing Freiburg allein bei Standards neun Treffer und insgesamt schon 20 Tore. Deshalb kündigte Hasenhüttl an, am Donnerstag noch einmal Standards zu trainieren.
 
Sorgen hat er derzeit allerdings beim Personal in der eigenen Defensive. Marvin Compper ist mit seiner Kapselverletzung schon der dritte in der Viererkette, der ausfällt. „Viele Optionen habe ich nicht mehr“, sagt Hasenhüttl. Eigentlich nur zwei. Entweder wird Stefan Ilsanker in der Inneverteidigung und Benno Schmitz auf der rechten Seite, oder Kyriakoas Papadopoulos innen und neben ihm Ilsanker spielen. Immerhin ist Marcel Sabitzer nach seiner Kopfverletzung, die er sich beim 3:2-Sieg gegen Leverkusen zuzog, wieder im Training. Die Wunde sei gut verheilt, Kopfbälle durfte der Österreicher allerdings keine trainieren. Angst hat der Trainer um seinen Schützling nicht: „Er hat so einen Steirischen Sturschädel, das passt.“
 
Um mal auf andere Gedanken zu kommen, gönnte sich Hasenhüttl am Dienstag einen Ausflug auf den neu eröffneten Leipziger Weihnachtsmarkt. Doch dort stellte er fest: „An jedem Stand gab es nur ein Thema – das war nicht der Weihnachtsmarkt.“ Der neue Tabellenführer ist in der Stadt ein heiß diskutiertes Thema. „Das freut mich“, sagte der RB-Coach, der also wieder nicht vom Fußball abschalten konnte.
 

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