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Hasenhüttl: „Wenn es uns nicht gäbe, wäre die Bundesliga im Februar entschieden“

Ansage vor Spitzenspiel Hasenhüttl: „Wenn es uns nicht gäbe, wäre die Bundesliga im Februar entschieden“

Die Voraussetzungen vor dem Kracher bei Borussia Dortmund sind für RB Leipzig alles anderes als optimal. Mit Mentalität will der Überraschungsaufsteiger seine Ausfälle kompensieren. Der Trainer hat trotz Grippe ein paar flotte Sprüche auf Lager.

RB Leipzig Trainer Ralf Hasenhüttl (Archivbild)

Quelle: Imago

Leipzig. 48 Stunden Fieber, keinen Kontakt zur Mannschaft, einen Mindestabstand von zwei Metern – für RB Leipzigs Coach Ralf Hasenhüttl läuft die Vorbereitung auf das nächste Spitzenspiel bei Borussia Dortmund ganz und gar nicht nach Plan. „Red Bull verleiht Flügel – aber keine Abwehrkräfte“, wird von bösen Zungen in den sozialen Medien geschrieben. Der Österreicher ärgert sich, dass er im Gegensatz zu seinem gesunden Trainerteam nicht gegen die Grippe geimpft ist.
 
Während der Einsatz von Hasenhüttl auf der Bank am Samstag (18.30 Uhr) beim BVB noch fraglich aber wahrscheinlich ist, wird Leipzigs bester Stürmer Timo Werner in Dortmund definitiv fehlen. Zumindest konnte sich der RB-Coach am Donnerstag bereits den Fragen der Journalisten stellen. Die Parallele zum Hinspiel liegt auf der Hand – auch im September plagte sich der 49-Jährige im Vorfeld mit einer Grippe herum. Am Ende holte sein Team mit dem 1:0-Erfolg durch Torschütze Naby Keita den ersten Bundesligasieg der Vereinsgeschichte.
 
Mentalitätsfrage
 
Aller guten Dinge sind bekanntlich drei: Folgt nach den Erfolgen gegen Frankfurt und Hoffenheim der dritte Sieg im dritten Spitzenspiel des Jahres? „Das Gute ist, wir sind nicht unter Druck. Wenn sie uns noch einholen wollen, müssen sie gegen uns gewinnen“, verdeutlicht der RB-Coach den Ernst der Lage für Dortmund. Elf Punkte trennen Aufsteiger und Champions-League-Teilnehmer bereits. Doch vor der berüchtigten gelben Wand ist der BVB seit 29 Heimspielen ungeschlagen, die Leipziger verloren ihre letzten beiden Partien auf fremden Rasen hingegen zu null. „Die letzten zwei Auswärtsspiele waren nicht so erfolgreich, deswegen ist es unser Anspruch, etwas Zählbares mitzunehmen. Schon ein Punkt wäre ein riesen Erfolg“, sagt Hasenhüttl.

Für ihn ist klar, dass die Mentalität am Samstag über den Ausgang der Partie im Ruhrpott mitentscheiden wird. „Da gehören wir mit zum Besten, was in der Bundesliga rumläuft“, meint der Österreicher und schiebt selbstbewusst hinterher: „Wenn ich mich umblicke, dann sind wir auf weiter Flur die Einzigen, die da vorne noch an Bayern dran sind. Wenn es uns nicht gäbe, wäre die Bundesliga so wie die letzten vier Jahre im Februar oder März schon entschieden.“
 
Nach dem bitteren 1:1 beim FSV Mainz am vergangenen Wochenende klang es aus dem Mund von Thomas Tuchel bereits so, als ob die vorderen zwei Ränge für ihn und den BVB eh keine Rolle mehr spielen: „Es geht in der Partie gegen Leipzig auch um den dritten Platz, sowie die ganze Rückrunde“, sagte der nachdenkliche BVB-Coach.
 
Vergleiche zwischen RB und BVB
 
Junge Spieler, Ehrgeiz, Tempofußball, hohes Pressing. „Wir werden im Moment für viele Attribute gelobt, für die früher der BVB gelobt wurde. Das macht uns sehr, sehr stolz, weil wir uns das hart erarbeitet haben“, sagt Hasenhüttl, doch sieht diese Komponenten auch weiterhin beim Gegner. „Sie konnten in dieser Saison das ein oder andere enge Spiel nicht gewinnen, so wie wir es konnten. Aber in Wahrheit sind das marginale Unterschiede“, erklärt der Österreicher.
 
Ersatz für Werner – zwei Optionen
 
Auch wenn der grippekranke Topstürmer Werner vor allem wegen „seiner Schnelligkeit“ nicht ersetzbar ist, hat Hasenhüttl vor der Partie keine Bauchschmerzen. „Weil wir nicht jammern, sondern versuchen, Probleme zu lösen. Wir haben zwar nicht die top Formation auf dem Platz, aber das hindert uns nicht daran, eine top Leistung zu bringen.“
 
Oliver Burke steht nach seiner Grippe wieder im Kader, ist aber keine Option für die Startelf. Dort wird entweder Davie Selke neben Yussuf Poulsen oder Dominik Kaiser hinter den Spitzen und Marcel Sabitzer im Sturm auflaufen. Emil Forsberg sitzt das letzte seiner drei Spiele Sperre nach roter Karte ab.
 
Faktor Kulisse
 
Für viele der jungen RB-Spieler ist es der erste Auftritt vor der legendären Dortmunder Südtribüne und der gigantischen Kulisse von mehr als 81.000 Zuschauern. Hasenhüttl, der als Trainer bisher einmal dort spielte und mit Ingolstadt 0:2 verlor, sagt: „Grundsätzlich ist unser Ansatz, uns von nichts beeindrucken zu lassen. So muss es auch in Dortmund sein.“ Der Coach meint, eine Kulisse entscheidet keine Spiele: „Je lauter es ist, desto konzentrierter sind wir. Dafür spielen wir Bundesliga.“
 
Anne Grimm

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