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Hasenhüttl lässt bei RB Leipzig rotieren - Wechsel auf drei Positionen

Spiel gegen den Hamburger SV Hasenhüttl lässt bei RB Leipzig rotieren - Wechsel auf drei Positionen

Die erste englische Woche in der Bundesliga beginnt für RB Leipzig am Samstag beim Hamburger SV. Im Kader wird es einige Veränderungen geben.

Da geht's lang: Timo Werner zeigt bei RB Leipzig die Richtung an.

Quelle: Gepa

Leipzig. Der Neuling zu Gast beim Fußball-Dino: Zum ersten Mal treffen RB Leipzig und der Hamburger SV, der seit der Gründung der Fußball-Bundesliga 1963 als einziger Verein dabei ist und nie abstieg, am Samstag (15.30 Uhr) aufeinander. Beide Teams starteten grundverschieden in die neue Saison: Während der Aufsteiger nach zwei Spielen ungeschlagen mit vier Punkten auf Rang fünf steht und ohne Druck nach Hamburg fährt, braucht der HSV nach nur einem Punkt in zwei Partien und Rang 15 dringend etwas Zählbares.
 
RB-Coach Hasenhüttl versucht, trotz aller Euphorie, den Ball flach zu halten: „Der Sieg gegen den BVB war ein großer Schritt in unserer Entwicklung, aber bisher waren alle unsere drei Pflichtspiele, auch in Hoffenheim und im DFB-Pokal gegen Dresden, eng. Jedes hätte in eine andere Richtung kippen können.“ RB könne den Sieg gegen Dortmund richtig einordnen, das zeichne den Verein aus. "Wir sind noch keine Spitzenmannschaft", so Hasenhüttl. HSV-Coach Bruno Labbadia, der den Verein vergangene Saison auf Platz zehn wieder in ruhigeres Fahrwasser brachte, sagt: „Sie haben jetzt durch die beiden Spiele ein gewisses Selbstvertrauen, das gilt es zu durchbrechen."
 
Drei Neue in der Startelf?
 
Torgarant bei den Hamburgern ist US-Stürmer Bobby Wood, der im Sommer von Union Berlin in die Bundesliga wechselte, und die bisher einzigen beiden Treffer für seinen neuen Verein erzielte. Hasenhüttl erwartet in Hamburg eine robuste Mannschaft, die den Rhythmus des Gegners brechen will, viel Speed im Angriff mitbringt und immer wieder lange Bälle spielt. Im Gegensatz zu den letzten zwei Partien will der RB-Coach deshalb andere Mittel und neues Personal auswählen. „Es kann sein, dass Spieler die in der Vorwoche super drauf waren, nicht dabei sind, weil wir taktisch etwas anderes brauchen“, kündigte der RB-Coach an.
 
Naby Keita, der spät eingewechselte Siegtorschütze beim 1:0 gegen den BVB, kehrt wohl zurück in die Startelf. Ein weiterer Kandidat ist Emil Forsberg. „Es ist schon Wahnsinn, dass er trotz seiner spielerischen Qualität in den letzten zwei Partien nicht von Anfang an dabei war“, verweist Hasenhüttl auf die Luxusprobleme in seinem Kader. Ersatz für den mehrere Monate fehlenden Lukas Klostermann (Kreuzbandriss) hat der Trainer in Benno Schmitz gefunden. Der 21-Jährige zeigte in Dresden und gegen Hoffenheim ansprechende Leistungen nach vorne, brachte allerdings im Rückwärtsgang Unsicherheiten mit. Aber auch Neuzugang Bernardo ist eine Alternative.

Neuzugang Timo Werner, der in der Liga bisher stark agierte, erwartet wie der Trainer ein ganz anderes Spiel als gegen den BVB. "Dortmund hat sehr gut in unser System gepasst. Der HSV lässt uns vielleicht nicht so gut in unser Pressing kommen. Aber auch sie haben ihre Wackler in der Defensive und wir vorne genug Qualität, um Tore zu schießen", meinte der vom VfB Stuttgart gekommene Stürmer.

Kein Protestmarsch gegen HSV-Investor
 
Neben Klostermann fehlt Fabio Coltorti wegen Problemen mit dem Unterarm. Dafür rückt Marius Müller als Ersatzkeeper auf die Bank. Ungewiss ist der Einsatz von Diego Demme, der das Training am Mittwoch wegen Schmerzen in der Hüfte abbrechen musste und auch am Donnerstag nicht dabei war. „Wir werden sicher kein Risiko gehen, zumal Rotation in der englischen Woche sowieso ein Thema ist“, meint Hasenhüttl. Bereits am Mittwoch steigt das nächste Heimspiel gegen Champions-League-Teilnehmer Borussia Mönchengladbach.    
         
Knapp 2000 Fans begleiten die Mannschaft am Samstag auf die 400 Kilometer weite Reise in den Norden der Republik, um im 57.000 Zuschauer fassenden Hamburger Volkspark dabei zu sein. Während die HSV-Anhänger bereits einen Protestmarsch gegen den Kommerzclub aus Leipzig ankündigten, sagte RB-Coach Hasenhüttl: „Ich weiß nur, dass unsere Fans keinen Protest gegen den HSV-Investor Kühne planen.“ Zudem lobte er die friedliche Atmosphäre beim Heimauftakt: „Das Niveau, das die Dortmunder Fans bei uns an den Tag gelegt haben, ist eine Messlatte für andere Vereine. Es waren nur BVB-Fans im Stadion, die wissen, dass Fußball nicht ohne Geld funktioniert.“
 
Anne Grimm

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