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Heidenheim-Fans werfen mit Urin-Bechern: Heidinger bekommt volle Ekel-Ladung ab

Heidenheim-Fans werfen mit Urin-Bechern: Heidinger bekommt volle Ekel-Ladung ab

Die Länderspielpause heißt für RB Leipzig in dieser Woche auch: Wundenlecken nach einer 0:1-Pleite beim 1. FC Heidenheim, die unnötig hoch drei war. Bei einem Gegner, der nach vier Heimniederlagen in Folge in der ersten Halbzeit da lag wie ein Labrador-Welpe.

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Insgesamt kam zu wenig von den RB-Kickern.

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig/Heidenheim. Auf dem Rücken. Die flauschigen Pfötchen von sich gestreckt. Heraushängende Zunge. Liebesbedürftig. Botschaft: Tragt mich Würmchen bitte ins Warme!

Die Roten Bullen entdeckten angesichts dieses Anblicks ihre weiche Seite, streichelten das zuckersüße Knäuel - und bauten es auf. Nach der Heidenheimer 1:0-Führung kurz nach dem Wechsel wurde aus einem Welpen ein Dobermann. Einer mit Krallen, Zähnen und heißem Atem. Am Ende der 90 Minuten hatte der 1. FCH von 1846 die Rasenballer von 2009 1:0 bezwungen.

Jetzt spendeten die Männer um FCH-Ass Marc Schnatterer Trost, umarmten die unterlegenen Leipziger. Botschaft: Wir sehen uns wieder, Jungs! Heidenheim hat mit 34 Punkten den Klassenerhalt zu 99 Prozent in der Tasche, RB bleibt mit 37 Punkten zu 99 Prozent im Unterhaus sitzen. Auf ein Neues also in der Zweitliga-Saison 2015/16.

Stichwort neu: Im Duell der Feinen und Reinen gegen den bitterbösen Kommerz siegten Erstgenannte auch in Sachen Werbung. Es flimmerten rasante Sportwagen-Spots über die Anzeigetafel. In Farbe und akustisch untermalt. All das: während der Partie.

Zur Aufarbeitung der nach dem Wechsel desaströsen Leipziger Leistung mit nur einem gefährlichen Torschuss gehören diesmal auch und vor allem die Reservisten der Rasenballer. Die mussten ihre erwärmenden Leibesübungen vor der Heidenheimer Fankurve durchführen, bekamen - na klar - allerhand zu hören. Da muss man die Ohren auf Durchzug stellen. Nach gut einer Stunde bekamen die Anfeindungen eine neue und abstoßende Qualität. Daniel Frahn, Sebastian Heidinger und Co. wurden mit Bierbechern beworfen.

In den ersten Bechern war, ja, Bier. Danach schwappte Urin in den Teilen. Heidinger bekam eine volle Ladung ab, entledigte sich der Oberbekleidung und schüttelte sich vor Ekel. Nach LVZ-Informationen wird RB diese unfassbaren Vorfälle nicht auf sich beruhen lassen.

Apropos Reservisten. Mit Blick auf die im Winter runderneuerte Elf und die seither einschlagenden Punkte stellt sich die Frage: Hat das alles Not getan? Die neuen Stürmer Emil Forsberg und Omer Damari können kicken, haben aber in zusammen 13 Partien null Tore fabriziert.

Achtung, es wird jetzt polemisch: Weniger als Null hätte auch ein Daniel Frahn nicht geschafft...

Guido Schäfer

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