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Hertha provoziert mit Ingolstadt-Taktik – RB will heimische Festung verteidigen

Bundesliga-Spitzenspiel Hertha provoziert mit Ingolstadt-Taktik – RB will heimische Festung verteidigen

Wird Hertha seine Taktik im Topspiel der Bundesliga ändern? Der Berliner Coach Pál Dárdai sorgt damit für Gesprächsstoff. RB-Trainer Ralph Hasenhüttl glaubt hingegen nicht, dass der Gegner sein komplettes Konzept umwirft.

Trainer Pal Dardai verwirrt mit seiner Taktik vor dem Spiel in Leipzig.

Quelle: dpa

Leipzig. RB Leipzig und Hertha BSC haben zwar noch nie gegeneinander gespielt – aber Berlins Trainer Pál Dárdai konnte schon dreimal gegen die Roten Bullen gewinnen. Wie das geht? Mit der U15 der „Alten Dame“ zwang er die Jugend von RB schon so oft in die Knie. Auch am Samstag (15.30 Uhr), im Bundesliga-Spitzenspiel Zweiter gegen Dritter, soll Dárdais Serie halten. Einen Plan hat der 40-Jährige bereits ausgetüftelt.

Der Hertha-Coach orientierte sich in dieser Woche im Training an der Ingolstädter Sieg-Taktik. Er ließ immer wieder die Fünferkette üben – mit zwei offensiv ausgerichteten Außenverteidigern. Genauso stellten sich die Schanzer vergangenen Samstag bei der ersten Niederlage der Leipziger in der Bundesliga auf. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Tabellendritte nach Leipzig kommt und alles ändert. Fünferkette haben sie in dieser Saison noch nie gespielt, nur letztes Jahr gegen Bayern und Dortmund“, sagte RB-Coach Hasenhüttl auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

Berichtet wird auch von langen Pässen, weiten Abschlägen, aggressivem Pressing sowie schnellen Kontern, die sich der Hertha-Trainer als Mittel für seinen vierten Streich gegen Leipzig auf die Taktiktafel geschrieben hat. „Wir fahren nicht nach Leipzig, um 60 Prozent Ballbesitz zu haben, sondern um dort Punkte zu klauen“, kündigte Dárdai an. Ingolstadt reichten 30 Prozent Ballbesitz zum Sieg.

Marcel Halstenberg hat bisher alle 14 Bundesligapartien für RB Leipzig bestritten.

Quelle: Christian Modla

„Vielleicht ist es ja gar nicht so, wie es versucht wird darzulegen. Es ist sowieso ein Gegner, der sehr flexibel agiert. Durch die Ausfälle in der Innenverteidigung haben sie auch einen Engpass, also gar nicht so viele Möglichkeiten“, meint Hasenhüttl. Wenn Marcel Halstenbergs Ansage „wir wollen unseren Stiefel auf den Platz bringen“, in die Tat umgesetzt wird, ist die Taktik des Gegners auch gar nicht so entscheidend. „Klar spricht nichts gegen eine neue Serie“, meint der Außenverteidiger mit Blick auf die erste Niederlage im Oberhaus am vergangenen Samstag überhaupt.

Im letzten Heimspiel des Jahres, vor erneut ausverkauften Rängen, wollen die Leipziger im eigenen Stadion in der Bundesliga weiter ungeschlagen bleiben. Immerhin stammt die letzte Niederlage in der Red-Bull-Arena vom 15. April, beim 0:1 gegen Sandhausen. Seitdem ist RB saisonübergreifend acht Partien in der heimischen Festung unbesiegt.

Bernardo Option für die Startelf

Hasenhüttl bescheinigt Verteidiger Bernardo eine überzeugende Rückkehr nach seinen Meniskusproblemen. Deshalb ist er für Samstag auch eine Option. Von den anderen verletzten Abwehrspielern ist wohl vor Weihnachten keiner mehr eine Option, sagt der Coach.

Wie groß sieht der Leipziger Trainer die Wahrscheinlichkeit, an der Tabellenspitze zu überwintern? „Wenn wir die zwei Spiele jetzt noch gewinnen, sieht es nach Spitze aus – dann haben wir es aber auch verdient“, sagt Hasenhüttl und fügt hinzu: „Wir wollen einfach in den nächsten Spielen sehen, wie weit wir schon sind. Wir sind eine neue Mannschaft in der Liga, das vergisst man manchmal.“

Dabei hat der RB-Trainer bemerkt, dass die Gegner inzwischen andere Herangehensweisen wählen. „Wir sind damit auch gefordert, neue Lösungen zu finden. Aber leicht wollen wir es eh nicht haben“, sagt der Österreicher.

Anne Grimm

Spieltage 21 bis 28 terminiert

Die DFL hat am Donnerstag auch die exakten Ansetzungen für die Spieltage 21 bis 28 bekannt gegeben. Die Leipziger spielen von Mitte Februar bis Anfang April fünfmal an einem Samstag. 

Die Termine im Überblick:

Borussia Mönchengladbach – RB Leipzig: Sonntag, 19. Februar, 15.30 Uhr

RB Leipzig – 1. FC Köln: Samstag, 25. Februar, 15.30 Uhr

FC Augsburg – RB Leipzig: Freitag, 3. März, 20.30 Uhr

RB Leipzig – VfL Wolfsburg: Samstag, 11. März, 15.30 Uhr

Werder Bremen – RB Leipzig: Samstag, 18. März, 15.30 Uhr

RB Leipzig – Darmstadt 98: Samstag, 1. April, 15.30 Uhr

Mainz 05 – RB Leipzig: Mittwoch, 5. April, 20 Uhr

RB Leipzig – Bayer 04 Leverkusen: Samstag, 8. April, 15.30 Uhr

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