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Hoeneß entschuldigt sich nach Attacke gegen RB Leipzig

Rivale neben Dortmund Hoeneß entschuldigt sich nach Attacke gegen RB Leipzig

Uli Hoeneß eröffnet nach seiner Wahl zum Präsidenten sogleich die Jagd auf Tabellenführer Leipzig, den neuen Rivalen neben Dortmund. Den Mitgliedern verspricht er, sie nicht zu enttäuschen. Für seine erste Wortwahl entschuldigte sich Hoeneß später.

Uli Hoeneß attackierte RB Leipzig direkt nach seiner Wahl zum Präsidenten des FC Bayern München.
 

Quelle: Matthias Balk, dpa

München. Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat sich für seine Wortwahl in Bezug auf RB Leipzig entschuldigt. Bei seiner Rückkehr ins Präsidentenamt beim deutschen Fußball-Rekordmeister hatte der 64-Jährige am Freitagabend den Bundesliga-Tabellenführer als „Feind“ bezeichnet.

„In meiner Euphorie habe ich ein völlig falsches Wort gewählt“, sagte er am Samstag beim TV-Sender Sky vor dem Spiel gegen Bayer Leverkusen. Nur im Krieg gebe es Feinde. „Im Fußball gibt es keine Feinde, sondern nur Gegner oder Rivalen“, fügte Hoeneß hinzu. „Ich nehme das Wort zurück und entschuldige mich

Angriffslustig wie früher

Dabei hatte Hoeneß als „neuer alter“ Präsident des FC Bayern München gleich seine frühere Angriffslust gezeigt. Nur wenige Minuten nach seiner Wahl auf der Jahreshauptversammlung sagte der 64-Jährige dem Tabellenführer und Emporkömmling RB Leipzig nach dessen nächstem Erfolg in der Fußball-Bundesliga beim SC Freiburg den Kampf an.

Leipzig hat 4:1 gewonnen. Wir haben neben Dortmund einen zweiten Feind, den wir jetzt endlich wieder attackieren können“, rief Hoeneß im Hochgefühl seiner Rückkehr an die Spitze des Rekordmeisters den mehr als 7000 Mitgliedern am Freitagabend zu. Schon in der Pressekonferenz nach der Versammlung mochte er nicht mehr von einem Feind sprechen, sondern bezeichnete den Aufsteiger als „Rivalen“.

Am Samstagabend hofft Hoeneß auf ein Präsent der Profis. Der FC Bayern trifft im Topspiel (18.30 Uhr) auf Bayer Leverkusen. Dann soll der Rückstand auf die Leipziger mit einem Heimsieg wieder auf drei Punkte verkürzt werden. Der Herausforderer soll die Münchner Stars motivieren: „Gegner sind nicht leistungsmindernd, sondern eher leistungsfördernd.“

Comeback beim Herzensverein

Es war ein großer Abend für den Rückkehrer, der im Frühjahr 2014 nach seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung von seinen Ämtern beim deutschen Rekordmeister zurückgetreten war. Sieben Monate nach der Entlassung aus der Haft feiert er nun ein Comeback bei seinem Herzensverein. Über 97 Prozent der Mitglieder votierten für ihn.

„Ich möchte mich bei Ihnen allen sehr herzlich bedanken. Und ich verspreche Euch, ich werde Euch nicht enttäuschen“, sagte Hoeneß. 108 Stimmberechtigte votierten mit nein. Dazu gab es 58 Enthaltungen.

Hoeneß will ein aktiver Präsident sein. Als Bindeglied, Kümmerer und Ratgeber will er im Verein fungieren und - „wenn es sein muss“ - auch in manchen Wochen sieben Tage arbeiten. Der langjährige Manager strebt auch wieder das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden der FC Bayern München AG an. Der Bundesliga-Krösus ist wirtschaftlich in Deutschland weiter die klare Nummer eins. 626,8 Millionen Euro Umsatz und 33 Millionen Gewinn konnten vermeldet werden - beides Rekord.

Von LVZ

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