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„Ich will immer alles raushauen“ – Davie Selke brennt auf Einsatz gegen Werder

RB Leipzig „Ich will immer alles raushauen“ – Davie Selke brennt auf Einsatz gegen Werder

Davie Selke will in der 1. Bundesliga endlich auch zu Hause spielen. Besonders gegen seine alte Liebe Werder Bremen brennt er auf einen Platz in der Startelf von RB Leipzig. Mit etwas Glück könnten die Roten Bullen sogar die Tabellenführung übernehmen.

Brennt auf einen Einsatz gegen Werder Bremen: Davie Selke.
 

Quelle: Gepa

Leipzig.  Es wird am Sonntag (Anpfiff 15.30 Uhr) emotional für Davie Selke, so oder so. Der Stürmer von RB Leipzig stand in dieser Saison erst 81 Minuten für den Tabellendritten auf dem Platz. Diese Einsatzzeit möchte er nun gern mit einem Schlag verdoppeln. Am liebsten gegen seinen alten Klub Werder Bremen vor ausverkauftem Stadion.

„Ich fühle mich gut in Form und will zeigen, dass es ein Fehler war, mich draußen zu lassen“, sagt Selke. Der 21-Jährige meldet Ambitionen an. „Ich will von der ersten Minute an spielen“, so der Angreifer.

Trainer Ralph Hasenhüttl hat allerdings in der Offensive derzeit wenig Grund zu wechseln. Die Tormaschine mit Emil Forsberg, Yussuf Poulsen und Timo Werner funktioniert. Ein Grund, weshalb Selke alle Heimspielen dieser Saison von der Bank aus nur als Joker verfolgte. Sauer ist er nicht, arbeitet lieber akribisch weiter und will sich in jedem Training anbieten. Vor allem sein „Pressing gegen den Ball“ übt Selke immer wieder.

„Ich bin Sportler, ich will immer alles raushauen“, erklärt er. Und eine Sache schiebt Selke gleich nach: Nein, er sei nicht über seine momentane Situation sauer, durchlaufe eine normale Phase und denke auch nicht an einen Vereinswechsel. „Wir sind eine gute Truppe, sehr harmonisch und gönnen uns gegenseitig etwas“, nennt er ein Erfolgsgeheimnis von RB. Wer nicht eingesetzt wird, helfe von außen weiter und peitsche die Kollegen nach vorn oder gebe in der Halbzeit Tipps.

Olympia kostet einen Stammplatz

Die Olympischen Spiele haben den U21-Nationalspieler bei RB ins Hintertreffen gebracht. Das war schon im Sommer absehbar. Selke verpasste einen Großteil der Bundesliga-Vorbereitung. „Da haben sich die anderen Jungs in einen Lauf gespielt“, gibt er zu. Die einmaligen Erlebnisse in Brasilien will der Silbermedailliengewinner aber nicht missen und bereut keine Minute in Südamerika. „Das Finale im Maracana nur im Fernsehen zu sehen, hätte ich bereut“, sagt der Endspiel-Teilnehmer. Während Selke längst zurück ist, hat nun seine Freundin Evelyn die Koffer gepackt und studiert International Business für ein Semester in Buenos Aires. „Ich finde gut, dass sie ihren eigenen Weg geht“, sagt der Spieler.

Nach dem Überraschungsstart der Roten Bullen könnte am kommenden Wochenende der nächste Coup folgen. Spitzenreiter FC Bayern München schwächelt derzeit leicht und empfängt am Sonnabend ausgerechnet Borussia Mönchengladbach zum ewig jungen Klassiker. Der Zweite aus Köln muss zu Hertha BSC. Mit kräftiger Mithilfe der Konkurrenz könnte RB bei einem eigenen Sieg sogar die Tabellenspitze übernehmen.

Warnung vor Werder

Selke guckt nicht auf die anderen Ansetzungen und schon gar nicht auf die Tabelle. Nach sieben Spieltagen ist ihm das zu früh. Den nächsten Gegner studiert er allerdings intensiv und steht mit einigen Werder-Kollegen im regelmäßigen Kontakt. „Es war sehr beeindruckend wie Bremen letztes Wochenende gegen Leverkusen gespielt hat“, analysiert der Stürmer. Neu-Trainer Alexander Nouri habe die Mannschaft auf eine Euphoriewelle gehoben. „Das wird für uns nicht einfach“, glaubt der Leipziger.

Startelf oder Bank, Spiel gegen die alte Liebe, möglicher Sprung auf Platz 1: Für Davie Selke steht ein emotionaler Sonntag bevor.

Von Matthias Roth

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