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Ingolstadt bleibt Angstgegner für RB Leipzig – Hasenhüttl: „Das wirft uns nicht um“

Erste Bundesliga-Niederlage Ingolstadt bleibt Angstgegner für RB Leipzig – Hasenhüttl: „Das wirft uns nicht um“

Die Leipziger kassieren die erste Niederlage im Fußball-Oberhaus, weil sie vom FC Ingolstadt mit den Mitteln geschlagen werden, die den Oberbayern ihr ehemaliger Coach Ralph Hasenhüttl beigebracht hat.

Naby Keita von RB Leipzig versucht den Ball an Torwart Oerjan Haskjold Nyland von Ingolstadt vorbeizubringen.

Quelle: dpa

Leipzig. Ausgerechnet kurz vor der Weihnachtsfeier am Montag in der Kongresshalle am Zoo vermiest der FC Ingolstadt dem bis dato fulminant aufspielenden Aufsteiger aus Leipzig die Partylaune. Die Reaktion von Stefan Ilsanker kurz vor Schluss der Partie, bei der er sich noch die Gelbe Karte einhandelte, war symptomatisch für das Duell am Samstag beim neuen und alten Angstgegner – denn auch das dritte Aufeinandertreffen mit den „Schanzern“ ging verloren.

Der österreichische Nationalspieler trat entnervt gegen die Bande, weil die Balljungen ihm die Kugel nicht schnell genug geben wollten. Das Spiel mit und gegen den Ball – es war nicht annähernd das typische der Leipziger aus den vergangenen Wochen. Zum ersten Mal spürten die Roten Bullen selbst wie nervig es sein kann, vom Gegner tief in der eigenen Hälfte permanent angelaufen zu werden. Mit taktischer Disziplin, Leidenschaft und aggressivem Gegenpressing, wie zu Ingolstädter Zeiten von Hasenhüttl zelebriert, kaufte das Tabellenschlusslicht dem Spitzenreiter den Schneid ab.

Die FCI-Spieler betonten anschließend, selten so eine gute Analyse des Kontrahenten bekommen zu haben. Der neue Coach Maik Walpurgis gab das Kompliment bescheiden zurück: „Ich kenne Leipzig sehr gut und seit vielen Jahren, weil wir immer wieder gegeneinander gespielt haben. Entscheidend ist die Umsetzung der Mannschaft.“

RB-Coach Hasenhüttl fand kein probates Mittel gegen die Gegner

RB-Coach Hasenhüttl fand kein probates Mittel gegen die Gegner. aus Ingolstadt.

Quelle: dpa

Probleme bei Poulsen und Werner

Der Aufsteiger fand vor allem in der ersten Halbzeit kein probates Mittel gegen das Zuschieben der Räume. „Der Gegner hat es mit viel Leidenschaft und Herz versucht. Wir haben uns fußballerisch zu wenig behaupten können“, sagte Hasenhüttl nach der Niederlage an seiner alten Wirkungsstätte. Die Leipziger fanden in den ersten 45 Minuten nicht zu ihrem gefürchteten Umschaltspiel.

Die Stärken der sonst so präsenten Offensivkräfte Yussuf Poulsen und Timo Werner kamen kaum zur Geltung.

Hasenhüttl gestand: „Yussi hat ein bisschen Probleme gehabt mit dem Sprunggelenk. Vielleicht ist es nicht die richtige Entscheidung gewesen, ihn von Anfang an zu bringen.“ Bei Werner hatte der Coach das Gefühl, dass er nach der Schwalben-Affäre nicht frei im Kopf war: „Aber er hat es heute auch schwer gehabt. Er stand groß im Fokus, Pfiffe gegen ihn habe ich auch gehört. Er ist natürlich dann auch schön bearbeitet worden.“

Champions-League-Platz bereits sicher

Zwar standen dank einer Leistungssteigerung der Leipziger im zweiten Durchgang letztlich 13:4 Torschüsse für die Gäste zu Buche, doch am Ende blieben die Roten Bullen zum ersten Mal in dieser Saison ohne eigenen Treffer. „Nach dem Seitenwechsel haben wir es besser gemacht. Wir hatten drei hundertprozentige Tormöglichkeiten – doch der Ball wollte einfach nicht rein. Es war klar, dass so ein Spiel irgendwann kommen würde, doch das wirft uns nicht um“, sagte der RB-Coach. Ob es sich für den 49-Jährigen am Samstag so angefühlt hatte, als ob er gegen sich selbst spielte? „Das waren gute Walpurgiszeiten. Dementsprechend Glückwunsch“, sagte Hasenhüttl, der den Vergleich mit seiner Philosophie in Ingolstadt nicht weiter kommentieren wollte.

Auf die Frage eines Fernsehreporters, ob die Niederlage ein Rückschlag sei, reagierte der RB-Coach gereizt: „Ein Rückschlag? Ja wenn das einer ist, dann können wir den verkraften.“ Zudem kündigte der Österreicher in der Pressekonferenz nach dem Spiel bereits an: „Sie können sich dann nächsten Samstag anschauen, wie die Reaktion darauf sein wird.“

Doch egal was in den kommenden zwei Spitzenspielen gegen Hertha BSC (3.) und Bayern München (1.) bis Weihnachten passiert – schon jetzt ist klar, dass RB Leipzig auf einem der ersten drei Ränge und damit einem Champions-League-Platz überwintert.

Von Anne Grimm

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