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„Jetzt ist alles klar in meinem Kopf“: RB-Stürmer Poulsen im Interview

Nach Olympia-Absage „Jetzt ist alles klar in meinem Kopf“: RB-Stürmer Poulsen im Interview

Als die Olympischen Spiele ad acta gelegt waren, spielte der dänische RB-Star Yussuf Poulsen seinen Würzburger Gegenspielern Wendeltreppen in den Hals, war bester Mann auf dem Platz. Poulsen, seit 2013 ein Roter Bulle, über die befreiende Wirkung einer Absage, die Resonanz in Dänemark/Leipzig und einen neuen Zimmernachbarn beim Camp in Grassau (1. bis 10. August).

Er dribbelte am Mittwoch die Gegner schwindelig: Yussuf Poulsen, der statt in Rio um Olympiamedaillen kämpft nun doch die komplette Vorbereitung bei RB mitmacht.

Quelle: Picture Point

Leipzig. Als die Olympischen Spiele ad acta gelegt waren, spielte der dänische RB-Star Yussuf Poulsen seinen Würzburger Gegenspielern Wendeltreppen in den Hals, war beim 2:0-Sieg bester Mann auf dem Platz. Poulsen, 22, seit 2013 ein Roter Bulle mit Vertrag bis 2019, über die befreiende Wirkung einer Absage, die Resonanz in Dänemark/Leipzig und einen neuen Zimmernachbarn beim Camp in Grassau (1. bis 10. August).

LVZ: In den Testspielen gegen Frankfurt, Markranstädt und Berlin klappte wenig bei Ihnen. Dann kam Ihr Olympia-Adieu und schon sah man gegen Würzburg einen Poulsen in Topform. Hatte das Für und Wider in Sachen Olympia-Teilnahme die Lenden gelähmt?

Yussuf Poulsen: Eher den Kopf. Ich habe lange überlegt, was ich tun soll. Olympische Spiele kommen für mich vielleicht nie wieder. Aber es ist auch meine erste Bundesliga-Saison. Da will ich topfit sein, mir einen Stammplatz erkämpfen. Und auf dem Weg hilft mir jede Trainingseinheit. Jetzt ist alles klar in meinem Kopf. Und das ist gut so.

Nach Ihrer Teilnahme an der U21-EM 2015 in Tschechien waren Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit flöten, folgten Monate als Ersatzspieler. War das auch ein Grund für Ihre jetzige Entscheidung?

Natürlich spielte das auch eine Rolle, ich habe aus dieser Erfahrung gelernt. Die Hinrunde lief nach der EM nicht günstig für mich. Als ich endlich körperlich fit war, habe ich manchmal zu viel nachgedacht. Und wenn man vorm Dribbling nachdenkt, hat man es schon verloren.

Wie hat Ihr dänischer Coach die Absage aufgenommen?

Er war nicht böse, eher traurig. Ich war einer der erfahreneren Spieler im Kader. Deutschland ist ein viel größeres Land als Dänemark, da fahren 18 Bundesligaspieler nach Brasilien. Dänemark ist da weniger gut besetzt. Und ehrlich gesagt, ist die Goldmedaille für uns wahrscheinlich nicht machbar. Aber mit Gold, Silber oder Bronze hat meine Entscheidung nichts zu tun. Grundsätzlich würde ich gerne immer und überall spielen. Aber das geht in diesem Beruf nicht. Ich esse ja auch nicht zehn Burger am Tag, selbst wenn die gut schmecken würden.

Ihr Freund, Teamkollege und Zimmernachbar Davie Selke düst heute Richtung Brasilien. Was sagt er zu Ihrer Entscheidung? Sie könnten im Verdacht stehen, ihm ein Plätzlein wegzunehmen.

Davie ist nicht sauer. Er versteht mich und ich verstehe ihn. Davie weiß, wie Bundesliga geht, er hat schon 30 Spiele, ich gar keins.

Ihr Stammpartner ist verhindert. Wer liegt jetzt im Trainingscamp in Grassau neben Ihnen im Hotelzimmer?

Timo Werner, dem ist auch der Partner abhanden gekommen ( Lukas Klostermann; Red).

Der aktuelle Kader ist ...

...einen Tick besser als der vorherige. Und der war auch schon richtig gut. Der Trainer hat jetzt noch mehr Optionen, steht vor vielen schweren Entscheidungen. Aber so muss das auch sein, wir spielen in der Bundesliga.

Ralph Hasenhüttl ist ...

... ein super Trainer mit einer super Ansprache und einem guten Gespür auf dem Feld und in der Kabine.

Ihr Ex-Trainer Alexander Zorniger arbeitet jetzt in Ihrer Kopenhagener Heimat. Gab es in den Ferien ein Treffen?

Ja, wir haben Kaffee getrunken. Der Coach kommt bei den Bröndby-Fans gut an. Kopenhagen ist eine traumhafte Stadt. Und eine Fußballstadt. Genau wie Leipzig.

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