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„Katastrophal verteidigt“: RB Leipzig rotiert sich aus dem DFB-Pokal

0:3-Pleite in Unterhaching „Katastrophal verteidigt“: RB Leipzig rotiert sich aus dem DFB-Pokal

Wie kann das denn passieren? Hat sich RB Leipzig um die dritte Runde rotiert? Gibt es jetzt einen Rückschlag im Kampf um den Aufstieg? Fragen über Fragen nach der peinlichen 0:3-Niederlage bei der SpVgg Unterhaching im DFB-Pokal am Dienstagabend.

„Haben katastrophal verteidigt“: RB-Coach Ralf Rangnick in Unterhaching.
 

Quelle: dpa

Leipzig. Trainer Ralf Rangnick hatte seine Mannschaft im Vergleich zum Zweitligamatch gegen Düsseldorf gleich auf neun Positionen geändert. Im Vorfeld war er sich sicher, dass sein Team dadurch nicht geschwächt wird. „Grundsätzlich können wir mit einer komplett neuen Elf spielen, der würde ich auch zutrauen, ein Zweitligaspiel zu bestreiten und zu gewinnen“, sagte der Coach vor dem Spiel.

Beim 0:3 in Unterhaching sah das allerdings etwas anders aus. „Das waren individuelle Fehler und hatte nichts mit der Taktik zu tun. Unsere Tagesverfassung hat heute nicht gestimmt“, meinte Stefan Ilsanker. Vor allem das 0:1 und das 0:3 gingen auch auf die Kappe von Georg Teigl. Beim ersten Treffer in der 6. Minute verlor Rani Khedira zunächst in der Vorwärtsbewegung den Ball. Eine Flanke von Thomas Steinherr wehrte Teigl zu kurz ab und Markus Einsiedler traf aus zwölf Metern Torentfernung zum 1:0.

Eine bittere Blamage und das vorzeitige Aus im DFB-Pokal. RB Leipzig verliert am Rande Münchens gegen Unterhaching.

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Beim vorentscheidenden 3:0 (67. Minute) versprang Teigl der Ball im eigenen Strafraum. Unterhaching wählte nun die umgekehrte Variante. Einsiedler passte auf Steinherr und der erhöhte für die SpVgg. „Bitter, dass durch meinen Fehler das 0:3 fällt, danach war es vorbei“, meinte Teigl. Floskeln, wonach der Pokal seine eigenen Gesetze habe, schob der Österreicher gleich zur Seite. „Es gibt ein Spiel in dem man seine Leistung abrufen muss. Wenn man das nicht macht, fliegt man raus. So einfach ist das“, sagte Teigl weiter.

„In den ersten 20 Minuten haben wir katastrophal verteidigt. Das hat richtig schlecht ausgesehen. Dann werden die Fehler auch auf einem Niveau, auf dem wir gespielt haben, hart bestraft“, analysierte Rangnick. Zweitligastärke bescheinigte der Coach dem Gegner nämlich nicht.

Haching lässt sich  nach dem Sensationssieg feiern

Haching lässt sich nach dem Sensationssieg feiern.

Quelle: dpa

Die Spieler übten sich nach dem Abpfiff in Selbstkritik und benannten die Fehler deutlich. „In der ersten Halbzeit haben wir es mit langen Bällen übertrieben“, erklärte Kapitän Dominik Kaiser. Dabei wollte der Trainer diese Lösung gar nicht sehen. Schon nach dem Spiel gegen Düsseldorf war er über die Pässe sauer. „Das waren untypische Mittel, die wir nicht auf dem Matchplan hatten“, sagte der Coach. In Unterhaching sah er sie nun wieder.

Kaiser musste bekennen: „Wir hatten keine Ideen.“ Dabei boten sich den Gästen gerade zum Ende der ersten Hälfte und kurz nach Wiederanpfiff ausreichend Gelegenheiten, um zurück ins Spiel zu kommen. „Nach dem 0:3 hat uns dann der Glaube gefehlt“, so Kaiser. RB bemühte sich, erspielte sich aber keine Chancen mehr und musste in den letzten Minuten mit anhören, wie die Unterhachinger Fans den Gassenhauer „Oh, wie ist das schön“ anstimmten. „Ich kann nicht in Worte fassen, was wir heute gezeigt haben. Wir wollten das Spiel deutlich gewinnen“, sagte Rani Khedira.

Am Mittwochmorgen ist der Zweitligist zurück nach Leipzig geflogen. Nach der Rückkehr hatte Rangnick bereits einen Haken an das Spiel gesetzt. "Ich werde keinem Spieler den Kopf abreißen, der Wille war da", sagte er. Und auch Aktionismus solle es nicht geben. Wie schon vor einigen Wochen betonte der Trainer erneut, seinen Kader im Winter nicht mit neuen Spielern umzubauen.

Viel Zeit zur Erholung hat die Mannschaft nicht. Am Sonntag geht es zum SV Sandhausen. Die spannende Frage ist dann, wie viele Profis aus der Pokalstartelf wieder auf dem Platz stehen. Mit einem Sieg könnte RB die richtige Antwort auf die unerwartete Pleite geben und sogar die Tabellenspitze erobern.

Von Matthias Roth/Guido Schäfer

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