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Kein Rekordtransfer - RB Leipzig zahlt für Massimo Bruno lediglich 5 Millionen Euro

Kein Rekordtransfer - RB Leipzig zahlt für Massimo Bruno lediglich 5 Millionen Euro

Diese Agenturmeldung sorgte am Freitagvormittag für Aufsehen: RB Leipzig stellt einen Transferrekord für die 2. Fußball-Bundesliga auf. Der als Neuzugang bei Red Bull Salzburg präsentierte Belgier Massimo Bruno hat einen Fünfjahresvertrag bis 2019 beim deutschen Zweitliga-Aufsteiger unterschrieben, wurde aber umgehend an den Partnerclub ausgeliehen.

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Massimo Bruno hat einen Vertrag bei RB Leipzig unterschrieben.

Quelle: dpa

Leipzig. Der U21-Nationalspieler vom RSC Anderlecht soll neun Millionen Euro Ablöse gekostet haben. Damit wäre Bruno der teuerste Neuzugang sowohl in der 2. Bundesliga als auch in Österreichs Liga-Geschichte.

Das Problem an der verbreiteten Summe: Sie stimmt nicht. Nach LVZ-Informationen war das Talent für die Roten Bullen wesentlich günstiger zu haben. "Die Ablöse liegt bei fünf Millionen Euro", versicherte Sportdirektor Ralf Rangnick. Und damit ist Bruno nicht mehr der teuerste Zweiligatransfer. Sollte RB jedoch in die erste Liga aufsteigen oder Bruno in der Champions League auflaufen würden jeoch weitere Zahlungen an Anderlecht fällig. Auch danach blieben die Leipziger aber deutlich unterhalb der kolportierten neun Millionen Euro, so Rangnick.

Beim Blick auf die Statistik kann Ralf Rangnick dennoch entspannt bleiben. Der heutige Sportdirektor von RB Leipzig konnte schon in der Vergangenheit den teuersten Spieler in der Geschichte der 2. Bundesliga verpflichten.

Vor sieben Jahren hatte der damalige Zweitligist TSG Hoffenheim für sieben Millionen Euro den Brasilianer Carlos Eduardo von Gremio Porto Alegre losgeeist. Hoffenheim verhandelte mit Bruno ebenfalls intensiv. Der Belgier mit italienischen Wurzeln soll bei den Kraichgauern bereits den Medizincheck absolviert haben, zog dann aber beim Bieten den Kürzeren.

Bei der Vorstellung in Salzburg im Juni freute sich Rangnick über seinen geglückten Coup. „Massimo Bruno ist eines der größten Nachwuchstalente Belgiens und nach der WM sicher auch ein potenzieller A-Nationalspieler. Nicht umsonst wurde er daher von mehreren europäischen Vereinen umworben", sagte Rangnick.

Bruno hatte bei seiner Vorstellung betont: „Mit Anderlecht konnte ich ja schon in der Champions League spielen, dasselbe mit meinem neuen Club zu erreichen, ist ein großes Ziel. Und auch die Perspektiven, die über RB Leipzig bestehen, sind für mich außerordentlich spannend.“ Er habe bei den Rasenballern nur zugesagt, weil er dem Verein eine Zukunft in der 1. Bundesliga zutraut, erklärte Rangnick am Freitag.

Weshalb der Sportdirektor das Talent nicht direkt für RB Salzburg verpflichtete, blieb zunächst offen. Denkbar ist, dass Bruno die Österreicher zunächst in der Qualifikation zur Champions League verstärken und selbst in der europäischen Königsklasse Erfahrung sammeln soll. Sollten die Österreicher die Qualifikation nicht schaffen, steht ein Rückkehr nach Leipzig im Raum. Wie die DFL gegenüber der LVZ erklärte, dürfe der 20-Jährige jedoch frühestens zur nächsten Transfer-Periode in der Winterpause wechseln.

In der 3. Runde heißt der Salzburg-Gegner kommende Woche Quarabag Adam aus Baku in Aserbaidschan. Bei einem Erfolg stände für RBS noch eine weitere Play-Off-Runde als letzte Hürde im Weg.  In den vergangenen Jahren hatte Salzburg die Gruppenphase nicht erreicht und war in den Ausscheidungsspielen an Düdelingen aus Luxemburg und beim nächsten Versuch an Fenerbahce Istanbul gescheitert.

Bruno ist nicht das erste Leihgeschäft von Leipzig nach Salzburg. Rangnick wählte diesen Weg bereits bei Marcel Sabitzer. Allerdings hatte das vertragliche Gründe. Sein alter Verein Rapid Wienschrieb ihm in den Kontrakt, dass er nicht innerhalb Österreichs wechseln darf. Ein Leihgeschäft umfasste die Klausel nicht. Sabitzer wurde somit zu RB Leipzig transferiert und dann an Salzburg verliehen.

Matthias Roth/Guido Schäfer

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