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Klare Marschroute für RB Leipzig zum Auftakt: „Wollen mit einem Sieg starten“

Saisonstart Klare Marschroute für RB Leipzig zum Auftakt: „Wollen mit einem Sieg starten“

Eitel Sonnenschein nach sechswöchiger Vorbereitung bei RB Leipzig. Das Hoch soll halten: Trainer Ralf Rangnick will am Samstag beim FSV Frankfurt den ersten Dreier für den Bundesliga-Aufstieg holen. 

Cheftrainer Ralf Rangnick fordert zum Saisonstart in Frankfurt einen Sieg.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Eine weiße Weste mit sieben siegreichen Testspielen, keine großen Verletzungen, der Wunschkader ist bereits Wochen vor Ende des Transferstopps beisammen. In der Vorbereitung zur zweiten Bundesliga-Saison im Unterhaus von RB Leipzig fand Trainer Ralf Rangnick kaum ein Haar in der Suppe. Doch am Samstag wird es ernst: Beim FSV Frankfurt beginnt die Mission Bundesliga-Aufstieg. Der neue Coach, erstmals seit vier Jahren bei einem Pflichtspiel wieder auf der Bank, gibt unmissverständlich zu verstehen: „Es gibt eine klare Marschrichtung, wir wollen dort mit einem Sieg starten.“

Kein leichtes Unterfangen, mit Blick auf die Erfahrungen der Vorsaison. Nur dreimal holten die Sachsen auf fremden Plätzen einen Dreier. Genau an diesem Punkt will Rangnick nun unbedingt ansetzen. Es dürfe keine Rolle spielen, ob sein Team daheim oder auswärts antritt.

Dominik Kaiser, von der Mannschaft frisch gewählter Kapitän, erinnert sich: „Wir haben uns letztes Jahr gegen Frankfurt sehr schwer getan.“ In zwei Spielen holte RB nur einen Punkt. Doch die Aussagekraft der Vorsaison ist beschränkt, denn beide Mannschaften haben einen großen Umbruch hinter sich. Gleich zwölf Spieler haben den FSV verlassen, 14 neue sind hinzugekommen. Ex-RBL-Coach Tomas Oral hat daher noch mehr Fußballer zu integrieren, als Rangnick mit zwölf Neuverpflichtungen.

Enormer Konkurrenzkampf

Das 4-2-2-2 ist Rangnicks neues System, in dem sich laut Kapitän Kaiser „die Spieler sehr wohl fühlen.“ Der Trainer will neben der Auswärtsbilanz auch die Zahl der geschossenen Tore verbessern und sah in der Vorbereitung dafür schon gute Ansätze. „Wir haben im Kader so viel Qualität dazu gewonnen, dass wir in dieser Saison immer mit mindestens zwei Spitzen und zwei offensiv starken Mittelfeldspielern agieren werden“, sagt der Coach, dem es jede Menge Freude bereitet, mit „so vielen hochbegabten Spielern zu arbeiten.“

„Durch die qualitativ hochwertigen Neuzugänge ist der Konkurrenzkampf enorm. Das hebt auch das Niveau in der Truppe, das deutlich gestiegen ist“, sagt Kaiser. Der Kapitän zählt seine Mannschaft zu den Teams, die ganz vorne mitmischen wollen. Als weitere Favoriten auf die vorderen Ränge sieht er die Bundesliga-Absteiger Freiburg und Paderborn, sowie die Spitzenteams der vergangenen Saison.  

Domaschke wechelt nach Erfurt

Drittligist Rot-Weiß Erfurt hat am Donnerstag Torhüter Erik Domaschke von RB Leipzig II verpflichtet. Der 29-Jährige erhält einen Ein-Jahres-Vertrag. Er hatte bereits seit einigen Wochen bei den Thüringern mittrainiert und soll in der neuen Saison dritter Keeper werden.

Um sich vor dem Start gegen den FSV Frankfurt nicht in die Karten schauen zu lassen, fand bereits am Dienstag das letzte öffentliche Training statt. Generell will sich Rangnick künftig ab drei Tagen vor den Punktspielen mit seiner Mannschaft hinter verschlossenen Türen auf die Gegner vorbereiten. Er veranschaulichte diese Maßnahme an musikalischen Beispielen. „Wenn ich bei einer Probe des Gewandhausorchesters zuhören will, oder Fans von Helene Fischer die Aufnahmen für ein neues Album verfolgen wollen, würden sie das auch nicht dürfen. Bei uns ist das nichts anderes. Wir proben kurz vor den Spielen für den Ernstfall.“ Denn Frankfurt zeigte im Vorfeld reges Interesse. Oral besuchte sogar Einheiten während des Trainingslagers in Leogang. RB beschränkte sich auf die letzten drei Testspiele des FSV.

„Ich habe ein Bild davon im Kopf, was in der Stadt passiert, wenn RBL wirklich eines Tages aufsteigt“, sagte Rangnick zu seinem Amtsantritt als Trainer. Schon jetzt ist das Interesse der Fans am Verein noch einmal gewachsen. Mit 9300 Dauerkarten ist die Zahl im Vergleich zu Vorsaison um 2000 gestiegen. Laut Vereinsangaben begleiten 600 Schlachtenbummler ihre Mannschaft mit nach Frankfurt.

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