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Leipzig will RB-Container für Asylbewerber kaufen

Flüchtlingsunterbringung Leipzig will RB-Container für Asylbewerber kaufen

Weil die Zahl ankommender Flüchtlinge weiter steigt, will Leipzig für die Unterbringung jetzt auf Container ausweichen. Solche haben die Fußballer von RB Leipzig gerade im Angebot - sehr zur Freude von Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD).

Asylbewerberunterkunft aus Containern (Archivbild)

Quelle: André Kempner

Leipzig. Aus den Containern des provisorischen RB-Trainingszentrums könnte bald eine Flüchtlingsunterkunft werden. Verein und Stadt bestätigten gegenüber LVZ.de am Montag, dass Gespräche über einen Kauf der 60 Einheiten durch die Kommune geführt werden.

„Die Stadtverwaltung prüft derzeit, unter welchen Voraussetzungen die Container für die Unterbringung von Flüchtlingen geeignet sind“, sagte Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD). Die Zahl der ankommenden Flüchtlinge sei den Vorhersagen nach mehrfach kurzfristig erhöht worden. Deshalb reichten die gegenwärtig verfügbaren Plätze in Wohngebäuden nicht mehr aus, so Fabian.

Die Rasenballer wiederum möchten im August ihr neu errichtetes Trainingszentrum am Cottaweg einweihen und benötigen dann die 2011 aufgestellten Container nicht mehr. Sie bieten insgesamt 720 Quadratmeter Nutzfläche und enthalten Sanitäranlagen wie Toiletten und Duschen. „Wir haben gehört, dass die Stadt auf der Suche nach Möglichkeiten zur Unterbringung von Flüchtlingen ist und haben uns bei der Verwaltung gemeldet“, sagte RB-Sprecher Benjamin Ippoliti. Dort wurde die Offerte des Vereins mit offenen Armen empfangen. „Ich freue mich sehr, dass RB Leipzig mit diesem Angebot spontan auf mich zugegangen ist“, sagte Fabian. Eine erste gemeinsame Begehung der Container hat bereits stattgefunden.

Über die Höhe des Kaufpreises müssen beide Seiten noch verhandeln. Ursprünglich hat RB rund 500.000 Euro für die Container investiert. Auch der genaue Termin für die Eröffnung des neuen Trainingszentrums steht noch nicht fest. Von ihm hängt ab, wann die Einheiten für die Stadt verfügbar sind. Auch wo sie dann aufgestellt werden, steht noch nicht fest. Die Roten Bullen bereiten sich bis Dienstag im Trainingslager im österreichischen Leogang auf die kommende Saison vor. Die Details des Handels sollen danach geklärt werden. (chg)

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