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Leipziger Powerfußball gegen fränkische Betonwand – RB spielt mit neuem Sturmduo

Leipziger Powerfußball gegen fränkische Betonwand – RB spielt mit neuem Sturmduo

Vom Bankdrücker zum Hoffnungsträger: RB Leipzig setzt vor dem Spiel bei Greuther Fürth auf die Durchschlagskraft von Stürmer Ante Rebic. Trainer Alexander Zorniger plant mit dem Kroaten für die Startaufstellung.

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Trainer Alexander Zorniger setzt auf Ante Rebic.

Quelle: dpa

Leipzig. „Das deutet sich so an, wenn er nicht noch zähfließend trainiert“, so der Coach. Rebic hatte am Sonntag als Einwechsler gegen Ingolstadt für deutliche Belebung im Bullenspiel gesorgt. Allerdings setzte er dabei nicht immer die taktischen Vorgaben des Trainers um. „Ante muss auch den Unterscheid von Dribbling und Pass kennen“, kritisierte Zorniger dessen leicht ballverliebte Spielweise.

Allein der Auftritt gegen den Tabellenführer katapultiert Rebic noch nicht in die Anfangsformation. Gleich drei Stammkräfte fehlen in der Offensive. Terrence Boyd wird nach seinem Kreuzbandriss voraussichtlich in dieser Saison nicht mehr spielen. Er ist am Mittwoch operiert worden. Daniel Frahn muss nach seiner fünften gelben Karte eine Partie aussetzen. Yussuf Paulsen brach am Dienstag das Lauftraining ab. „Yussi tut sich außerdem vom Kopf her schwer“, findet Zorniger. Den Grund schiebt er gleich nach: Er hatte aber auch das intensivste Jahr von allen. Müdigkeit zum Jahresende akzeptiert der Fußballlehrer aber nicht. „Das ist hier Profisport“, macht er deutlich. Andere Arbeitnehmer müssten auch stets ihre Leistung bringen.

Abwehrbollwerk gegen RB-Tempo

Greuther Fürth erwartet ein flottes Spiel. „Nach der Balleroberung geht es bei RB ruck zuck“, warnte Frank Kramer, Coach der SpVgg. Es werde halbwegs spektakuläre Szenen geben, erwartet er. Leipziger Powerfußball gegen die fränkische Betonwand heißt es im Stadion am Laubenweg. Fürth kam in den zurückliegenden beiden Partien nicht über ein 0:0 heraus. „Wir müssen sauber in der Defensive arbeiten“, so Kramer. Mit anderen Worten, an seinem Abwehrbollwerk will der 42-Jährige nichts ändern.

Zorniger braucht also Profis mit Durchschlagskraft. Wen er neben Rebic aufbietet ist noch offen. Matthias Morys ist erneut eine Option. Der Coach denkt auch über Federico Palacios oder Georg Teigl nach, der bereits in Düsseldorf von der Abwehr in den Angriff rückte. Verstärkung aus der zweiten Mannschaft wird es beim Flutlichtspiel am Freitag nicht geben. „Wir haben darüber aber nachgedacht“, meinte Zorniger. Tom Nattermann hatte mit seinen elf Toren in der Oberligamannschaft auf sich aufmerksam gemacht.

In der eigenen Defensive werden Marvin Compper und Niklas Hoheneder in der Innenverteidigung auflaufen. Compper hat beste Erinnerungen an die Franken. Mit Hoffenheim gewann er 2008 mit 5:0 bei den Franken und stieg so in die 1. Bundesliga auf. Hoheneder ist auf dem Weg zurück zu alter Stärke. „Ich bin zu einhundert Prozent in der Lage, der Mannschaft zu helfen“, erklärte der Österreicher. Bei seiner Muskulatur müsse er noch zulegen.

Besonders sensibel werden die Roten Bullen den Schiedsrichter beäugen. Patrick Ittrich sorgt auch drei Tage nach dem Ingolstadt-Spiel noch für Gesprächsstoff. „Wenn es eine Steigerungsform von arrogant gibt, haben wir sie erlebt“, so Hoheneder. Zorniger zog am Sonntag seine Männer nach dem Abpfiff aus der Gesprächszone des Unparteiischen und übernahm selbst. Dafür bekam der Coach einen Eintrag in den Spielberichtsbogen. Die DFL habe signalisiert, die Notiz hätte sich der 35-Jährige schenken können. Zorniger wird wohl ohne Strafe davonkommen. Bei aller Kritik: Ittrich hat sich abseits des Platzes in der Vergangenheit verdient gemacht. Vor drei Jahren rettete er seinem Kollegen Babak Rafati durch erste Hilfe das Leben. Der Referee hatte versucht, sich in seinem Hotelzimmer umzubringen.

Am Freitag leitet Sascha Stegemann die Begegnung. Der Mann vom 1. FC Niederkassel brachte RB schon einmal Glück. Er Pfiff in der dritten Liga die Heimpartie gegen den Chemnitzer FC. Sie endete nach Toren von Clemens Fandrich und Dominik Kaiser 2:1 für RB.

Matthias Roth

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