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Luxusproblem bei RB: Welcher Spieler, welches taktische Konzept?

Viele Varianten möglich Luxusproblem bei RB: Welcher Spieler, welches taktische Konzept?

RB Leipzig steht nach dem ersten Rückrundenspieltag an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga. Beim 3:1-Sieg über den FSV Frankfurt am Sonntag wechselte Trainer Ralf Rangnick sein taktisches Konzept und mit Massimo Bruno den Erfolg ein.

Dominik Kaiser und Co. jubeln nach dem Tor des Kapitäns.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Um dieses Luxusproblem wird Ralf Rangnick von der Konkurrenz beneidet. Wenn einer seiner talentierten Spieler einmal nicht so kann, wie er möchte, sitzen immer noch mindestens zwei auf der Bank, die es dann besser machen. Das ist ein Grund, warum RasenBallsport Leipzig nach dem ersten Rückrundenspieltag der 2. Fußball-Bundesliga von der Tabellenspitze grüßt. Der 3:1 (0:0)-Erfolg am Sonntag im letzten Heimspiel des Jahres 2015 gegen den FSV Frankfurt war ein Beleg dafür, welch taktische Möglichkeiten Trainer Rangnick bei der Hereinnahme von Ersatzspielern besitzt. Sein Experiment, mit Yussuf Poulsen und Devie Selke zwei ähnlich agierende Stürmer von Beginn an zu bringen, hatte nur anfänglich Erfolg. Beide rissen zwar mit ihrer Schnelligkeit immer wieder Löcher in die Frankfurter Hintermannschaft, doch dann fehlten sie für den Abschluss im Sturmzentrum. Also reagierte Rangnick zur Pause. Für Selke kam Massimo Bruno. Der rückte ins Mittelfeld, Marcel Sabitzer dagegen in den Angriff.

Dank dreier Tore in nur neun Minuten ist RB Leipzig wieder Tabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga. Marcel Sabitzer und Dominik Kaiser versetzten mit ihren Treffern beim 3:1 (0:0) gegen den FSV Frankfurt den Anhang der Roten Bullen in Jubelstimmung.

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„Wir hatten einen spiel- und technisch starken Spieler mehr auf dem Platz, was schließlich auch zum Erfolg geführt hat“, lobte Rangnick Bruno, aber sich selbst auch für den Schachzug. Sabitzer traf doppelt, Kapitän Dominik Kaiser vollendete mit einem traumhaften Seitfallzieher das Projekt Tabellenführung. Doch die ist für „Brecher“ Sabitzer, der mit nunmehr sieben Toren zum bislang erfolgreichsten RB-Schützen Selke aufschloss, nur eine Momentaufnahme. „Man hat im bisherigen Saisonverlauf gesehen, wie eng es in dieser Liga zugeht. Wir stehen jetzt oben, aber man kann auch ganz schnell wieder einen Rückstand haben“, bemerkte der österreichische Nationalspieler, der sich immer besser im RB-System zurechtfindet und mittlerweile eine ganz wichtige Rolle in Rangnicks Konzept spielt. Eben weil er sehr variabel einsetzbar ist und damit die taktischen Möglichkeiten des Coaches noch erhöht.

Sabitzer selbst will seinen Anteil am stetig wachsenden Erfolg von RB nicht überbewerten. „Wichtig ist, dass man als Team funktioniert. Da ist es dann auch egal, wer die Tore macht. Aber natürlich freue ich mich auch, wenn ich selbst treffe und wir dadurch Punkte holen“, bemerkte der bullige Offensivmann.

RB Leipzig wird in jedem Fall auf einem Aufstiegsplatz überwintern. Ein Erfolg, den man sich hart erarbeitet hat. Und den man gewillt ist, zu verteidigen. Denn bislang folgte nach guten Auftritten oft wieder ein Rückschlag. Den will man beim Jahreshalali am Samstag bei Greuther Fürth tunlichst vermeiden. Die Aussichten sind gut, denn die Sachsen haben noch kein Auswärtsspiel dieser Saison verloren. Auch, weil Rangnick sein Team mittlerweile soweit entwickelt hat, dass die personellen Alternativen und die damit verbundenen taktischen Möglichkeiten von allen verinnerlicht wurden und mitgetragen werden.

Gerald Fritsche

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